Review: Netflix-Film Bird Box

Film/ Bird Box

Hallo zusammen! 🙂

Es ist gar nicht so einfach, gute Dystopien in Filmform zu finden. Umso schöner, dass Netflix mit dem postapokalyptischen Thriller Bird Box etwas neues in der Richtung auf den Markt geworfen hat. Und wenn man Berichte über die idiotische Bird Box Challenge liest, scheint er zumindest für Aufsehen zu sorgen. Ob der Film mit Sandra Bullock auch gelungen ist, erfahrt ihr, wenn ihr weiterlest! 🙂

Worum es geht

Die Künstlerin Malorie ist schwanger, als die Apokalypse über die Welt hineinbicht. Unsichtbare Wesen führen dazu, dass man sich umbringt, wenn man sie ansieht. Malorie kommt mit einigen anderen in einem Haus unter, das sie von der Außenwelt abschotten. Nur mit Augenbinden trauen sie sich, draußen auf die Suche nach Lebensmitteln zu gehen. Doch das Haus bleibt nicht auf ewig sicher.

Meine Meinung

In Bird Box wird sicher nicht das Rad neu erfunden, aber ich habe mich durchweg gut unterhalten gefühlt. Durch den Sprung zwischen mehreren Zeitebenen fühlt sich der Film überaus kurzweilig an. In einigen Momenten,  etwa wenn sie den Supermarkt plündern, hatte ich ein angenehmes The Walking Dead-Gefühl, so am Anfang der Apokalypse, wenn die Figuren in der Situation noch sehr neu sind.

Was die Figuren angeht, haben die Macher auch ein gutes Händchen bewiesen. Man entwickelt schnell Sympathien für Malorie und freut sich über die Liebesbeziehung, die sich zu Tom anbahnt. Auch Douglas passt gut ins Bild. Klar, auch hier wurde nichts weltbewegend neues erdacht, wer den ein oder anderen Film der Art gesehen hat, kennt die Figuren. Es gibt immer den einen, der am liebsten hart durchgreifen würde, und die eine (hier Olympia), die viel zu sensibel für die ganze Lage ist, und von den anderen beschützt werden muss. Dennoch, man konnte sich ganz gut hineindenken. Lediglich Gary war meiner Meinung nach zu überzeichnet. Zu den runden Figuren trug natürlich auch der gute Cast bei, allen voran Sandra Bullock macht ihre Rolle wirklich gut.

Außerdem hat mir die titelgebende Idee der Vögel, die vor den Wesen warnen, sehr gut gefallen. Das zog sich durch den ganzen Film hindurch und wurde im Ende nochmal schön aufgegriffen. Einzig ist anzuzweifeln, ob die Tiere so eine Flussfahrt in einem kleinen Karton wirklich überleben würden. Aber dafür ist es ja auch ein Film 😉

Auch der Schluss lief dann wieder nach dem typischen postapokalyptischen Schema ab. Ich finde es schwer, sich darüber zu beschweren, weil irgendwie erwartet man sowas auch, wenn man sich Filmen des Genre widmet. Mit Erwartungen brechen ist schön, aber was wäre dann die Alternative? Alle tot? Die Wesen besiegen? Oder auf ewig durchs Land ziehen?

Fazit

Die Netflix-Produktion Bird Box ist eine solide postapokalyptische Dystopie, die zwar  nach einem typischen Schema abläuft, aber dank der gut aufgebauten Story keine Längen aufkommen lässt. Ich fühlte mich gut unterhalten und kann den Film für diese Zwecke empfehlen.

6,5 von 10 Popcorntüten!

Hat jemand von euch Bird Box gesehen? Konnte euch der Film überzeugen oder war er für euch 08/15? Schreibt’s mir doch in den Kommentaren! 🙂

 

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Schonungslos und brutal: Amazon-Serie Beat

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Hallo zusammen! 🙂

Momentan stehen bei mir so viele Serien an, die ich schauen will. Doch zwischen meinem Dauermarathon Downtown Abbey und der endlich gestarteten zweiten Staffel Marvelous Mrs. Maisel hab ich schnell die sieben Folgen der Amazon-Produktion Beat dazwischengeschoben. Schon als ich vor einiger Zeit den ersten Trailer dazu gesehen habe, war das Interesse da. Unter anderem die starke Besetzung mit Jannis Niewöhner und Alexander Fehling hat mich angesprochen. Wenn ihr wissen wollt, ob meine Erwartungen erfüllt wurden, dann lest einfach weiter oder hört es euch an! 🙂

 

 

Worum es geht:

Im Leben des Waisen Robert Schlag (Jannis Niewöhner), genannt Beat, dreht sich alles um Party, Drogen und Technomusik. Er betreibt die Promo für den Club seines besten Freundes Paul (Hanno Koffler). Eines Tages wird Beat von dem europäischen Geheimdienst ESI kontaktiert. Pauls neuer Geschäftspartner Philipp Vossberg (Alexander Fehling) soll in kriminelle Machenschaften verwickelt sein. Mithilfe von Beats internen Informationen soll ihm das Handwerk gelegt werden. Beat lässt sich auf die Zusammenarbeit ein – doch damit macht er sich mächtige Feinde.

Meine Meinung

Zu Beginn braucht die Serie ein wenig. Sie wird unter anderem von Matthias Schweighöfers Produktionsfirma produziert und gerade zu Beginn erinnerte es mich irgendwie auch an das eher mittelmäßige You are Wanted. Doch so ab Folge drei nimmt die Story meiner Meinung nach gehört Fahrt auf und konnte mich dann auch zum bingen bewegen.

Der Bösewicht Philipp Vossberg ist wirklich abgrundtief böse, bewahrt dabei aber immer dieses gutbürgerliche Auftreten. Stellenweise hat mich das an Gus Fring aus Breaking Bad erinnert. Dieses Skrupellose, aber immer mit einem Lächeln. Lediglich in den finalen Szenen war es mir dann zu viel des Guten. Gerade wo er zuvor immer so rational agiert hat, hätte ich mir das etwas anders vorgestellt. Dennoch ein starker Antagonist.

Allgemein sind die Machenschaften des Kriminellen ganz schön harter Tobak, also auf alle Fälle nichts für schwache Nerven. Auch fand ich es in der einen Szene gut gelungen, wie der Zusammenhang zwischen dem illegalen Waffenexporten in Krisengebieten und letztendlich dem Organhandel gezeigt wurde.

Neben Alexander Fehling als Bösewicht konnte auch Jannis Niewöhner als Hauptperson vollends überzeugen. Eigentlich trägt die Figur des Beat sogar einen Großteil der Serie. Es gelingt ihm durch sein Spiel, dass sich der Zuschauer sich seiner Exzesse und Makel in die Figur einzufühlen, sie verstehen kann. Dazu tragen sicher auch die Infos zu seiner Kindheit bei, aber auch, wenn man ihn im Umgang mit seinem Neffen, Pauls Sohn, oder seinem guten Freund und WG-Genossen Janik sieht. Besonders bewegend fand ich die Szene, in der Beat die etwas ältere Prostituierte einfach in den Arm nimmt. Niewöhner ist sicherlich die Idealbesetzung für die Rolle, denn es gelingt ihm, das ganze Wechselbad der Gefühle an den Zuschauer zu transportieren. Und nur deshalb fiebert man mit dem Protagonisten so mit.

Obwohl die Geschichte für mich den richtigen Thrill hatte und gut die Spannung gesteigert hat, gibt es meiner Meinung nach ein paar Makel. Zum einen wäre da Kostja Ullmanns Rolle des Jasper Hoff. Erstmal hat er es wirklich gut gespielt, ziemlich unheimlich auf alle Fälle. Vielleicht an manchen Stellen etwas extrem. Aber ich fand es irgendwie unglücklich, wie er dann ausgeschieden ist. Also war die Figur nur dafür da, um die Leichen im Club aufzuhängen? Dafür wurde dann aber viel zu viel Zeit die ersten Folgen auf ihn verwendet. Das hätte man meiner Meinung nach anders ausspielen sollen. Auch andere Figuren wie Vossbergs Schwester oder die Russen-Mafia sind dann ziemlich schnell von der Bildfläche verschwunden. Vermutlich hat dazu die Zeit gefehlt, aber dann hätte man das denke ich straffen oder ganz weglassen können.

Alles in allem hat mich die Serie oft an 4 Blocks erinnert, wenn sie auch nicht ganz so gut ist. Aber das ist dann meckern auf hohem Niveau, denn Beat ist ebenso schonungslos und brutal. Auch dass Beat verdeckt ermittelt hatte Parallelen zu Frederick Laus Part in 4 Blocks. Dazu natürlich noch der gleiche Handlungsort, Berlin ist ja derzeit angesagt, wenn es um Serien geht.

Obwohl mir das alles gut gefallen hat, weiß ich nicht, ob ich mir auch die zweite Staffel ansehen werde. So wie es am Ende aussah, wird Beat darin nach seinen Eltern suchen. Ich weiß nicht, ob das für mich thematisch dann immer noch so die Brisanz hat wie Staffel eins. Zumindest alles was in dieser Staffel mit der Thematik zu tun hatte, hat mich noch am wenigstens interessiert. Aber erstmal abwarten, bis es so weit ist.

Fazit

Die Amazon-Serie Beat zieht vor allem dank der starken Darsteller aber auch der mitreißend geschriebenen Story den Zuschauer in ihren Bann. Obwohl der ein oder andere Handlungszweig nicht ganz ausgereift ist, gibt es hier eine absolute Schau-Empfehlung!

7.5 von 10 Popcorntüten!

Hat von euch jemand Beat gesehen? Konnte euch die Serie überzeugen oder seid ihr anderer Meinung? Schreibt’s mir doch in den Kommentaren! 🙂

Review: Quantico Staffel 2

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Hallo zusammen,

diesmal geht es um eine Serie, deren erste Staffel mich ziemlich überzeugt hat (Einen erste Eindruck dazu hatte ich hier zusammengefasst). Dementsprechend erfreut war ich, als nun nach viel zu langer Wartezeit endlich Staffel zwei bei Amazon verfügbar war. Und obwohl mir 22 Episoden eigentlich rein zeitlich gar nicht in den Kram gepasst haben, musste ich es mir direkt ansehen und nicht erst ein paar Wochen warten. Wenn ihr wissen wollt, wie mir die zweite Staffel Quantico gefallen hat, lest einfach weiter 😉

Worum es geht

Wie bereits in Staffel 1 wird wieder auf zwei Zeitebenen erzählt. In der jetzt-Ebene gibt es während des G20-Gipfels in New York einen Terroranschlag, bei dem die Anwesenden als Geisel genommen werden. Unter den Gefangenen befinden sich auch Ryan (Jake McLaughlin) und Nimah (Yasmine Al Massri), Alex (Priyanka Chopra) war gerade auf dem Weg zu der Veranstaltung. Auf der anderen Zeitebene erfährt man, wie Alex und Ryan vom FBI undercover in ein Ausbildungscamp der CIA eingeschleust werden, um eine illegal agierende Untergrundorganisation des Geheimdienstes (sie nennen sie AIC) dingfest zu machen. Im Verlauf stellt sich heraus, dass Schüler, die mit Alex und Ryan in dem Camp waren, etwas mit dem Anschlag in New York zu tun haben.

Meine Meinung

An der etwas verwirrenden Inhaltszusammenfassung lässt sich bereits erkennen, wie es mir mit dieser Staffel erging. Und das kuriose ist, dass ein komplett anderer inhaltlicher Part hier noch fehlt. Allerdings wäre es viel zu chaotisch geworden, wenn ich das auch noch miteingebracht hätte. Und zwar habe ich bei der zweiten Staffel Quantico etwas erlebt, was mir so wirklich noch nie untergekommen ist: Sie haben gefühlt zwei Staffel in eine gepackt. Es fühlte sich an, als wären den Machern bei der Hälfte der Folgen die Ideen ausgegangen, wie man diesen Plot um die Geiselnahme weiter fortsetzen könnte.

Also wurde die Geiselnahme beendet, eine Begründung dafür geliefert, wer dahinter steckt, und mit einer neuen Geschichte begonnen. Klar, der main cast blieb bestehen, aber sonst wurde ein komplett neues Fass aufgemacht. Deshalb müsste ich jetzt hier eigentlich zwei Staffeln bewerten. Denn tatsächlich hatte mich der erste Teil komplett verloren, und ich habe nur der Vollständigkeit halber weiter geschaut. Ehrlich gesagt habe ich bis zum Ende nicht richtig verstanden, wer jetzt wirklich dahinter gesteckt hat. Das war alles viel zu verwirrend. Man merkte, wie sie bemüht waren, das genauso spannend wie in Teil eins zu gestalten, aber das ist ihnen einfach nicht gelungen.

Dann ging der zweite Part los und es fing endlich wieder an, Spaß zu machen. Der Teil hat mir viel besser gefallen, obwohl es vom Aufbau eben nicht so wie die erste Staffel war. Es war schön zu sehen, wie sie gemeinsam ermittelten, was für Pläne geschmiedet wurden. Auch wenn es irgendwann auch als Zuschauer frustrierte, dass sie gegen ihren Endgegner ständig scheiterten. Daher war das Finale dann umso befriedigender.

Daneben gab es meiner Meinung nach eine Menge Logiklücken oder Handlungselemente/Stränge, die einfach nicht fortgesetzt wurden oder mich gestört haben. Zum Beispiel fand ich die Beziehung zwischen Ryan und der Journalistin überflüssig und auch dieses ganze Hick-Hack zwischen Shelby und Clay hätte es wegen mir nicht gebraucht. Außerdem hab ich nicht verstanden, dass Shelby zwar die ganze Zeit besorgt war, ob mit Leon alles in Ordnung ist. Aber dann sieht man nur, wie Alex von seinem Tod erfährt. Wie und wann Shelby davon gehört hat (es wäre schon sehr komisch, wenn nicht) wird überhaupt nicht thematisiert und sie erwähnt ihn danach auch nicht mehr.

Das größte Fragezeichen habe ich aber bei Harry (den ist übrigens als Figur sehr gerne mochte): Man sieht noch, wie er von Sebastian gezwungen wird, Alex am Telefon zu sagen, dass alles ok und er jetzt dann mal weg ist. Und danach ist er einfach bis zum Ende kein Thema mehr. Lebt er überhaupt noch? Und was hat eigentlich Sebastian mit der ganzen Sache zu tun? Fragen über Fragen, die aber sicherlich keinen Anreiz dafür geben, sich deshalb noch die dritte Staffel anzusehen. Ich hab mir eben mal den Cast von Staffel 3 angesehen, und Harry ist wieder dabei, also wird das wohl doch irgendwie aufgelöst. Sebastian allerdings nicht, also keine Ahnung, was dabei rauskommt.

Noch ein Grund nicht weiter zu sehen ist das eigentlich perfekte Ende, zumindest was den Inhalt betrifft. Denn ja, dem ein oder anderen könnte der Schluss zu kitschig gewesen sein. Ich fühlte mich in dem Moment an Grey’s Anatomy (ach, auch ein ABC-Format^^) erinnert. Aber für mich war das so in Ordnung und wäre wie gesagt der perfekte Abschluss für die Serie.

Vielleicht war es ursprünglich auch mal so gedacht, das weiß ich nicht genau. Aber auch hier finde ich es mal wieder schade, dass aus monetären Gründen immer weiter gemacht wird. Wobei die dritte Staffel nun ja wirklich die letzte sein soll.

So, das war jetzt sehr viel zum Inhalt, aber das war für mich auch das Schlimmste. Trotzdem muss ich noch etwas zum „Auslandsdreh“ in München sagen. Als gebürtige Münchnerin hab ich natürlich sofort gesehen, dass das NICHT München ist. Ist auch klar, das waren vielleicht 10 Minuten einer Folge, dass dafür nicht extra im Ausland gedreht wird. Aber hätte man das Setting nicht trotzdem authentischer gestalten können??! Klar, das Format ist in erster Linie für den US-Markt gedacht, wo vermutlich kaum jemandem auffällt, dass das auf keinen Fall wirklich so in München aussieht. Aber zumindest zu Beginn echte Luftaufnahmen der Stadt zeigen, und nicht von irgendeiner anderen Stadt, das wäre doch schon drin gewesen oder?

Fazit

Ja, leider hat es Staffel zwei von Quantico geschafft, dass ich überhaupt keine Lust auf die dritte habe. Die Story war an vielen Stellen verwirrend, zusammenhangslos und ließ die Stringenz von Staffel 1 missen. Man hat sich nicht nur nichts neues ausgedacht, was man eventuell ankreiden könnte, sondern das alte Konzept sogar noch schlechter umgesetzt. Bei dieser Bewertung spricht wahrscheinlich jetzt mein enttäuschtes Fanzherz, aber ich gebe:

4 von 10 Popcorntüten!

Hat von euch jemand die zweite Staffel Quantico gesehen? Seid ihr auch so enttäuscht oder seht ihr das ganz anders? Schreibt’s mir doch in den Kommentaren! 🙂

 

Robb Stark lebt!: Der BBC-Hit Bodyguard

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Hallo zusammen 🙂

Ja, auch ich konnte es mir nicht nehmen lassen, mich auf Bodyguard, den neuen Erfolgshit aus Großbritannien, zu stürzen. Dem spielt sicher in die Karten, dass man sechs Folgen mal schnell geschaut hat. Ob mich die Serie überzeugen konnte, erfahrt ihr, wenn das Licht angeht … oder wenn ihr weiterlest 😉 ODER: Ihr hört es euch einfach einfach an 🙂

 

Worum es geht

Der Afghanistanveteran und Polizist David Butt (Richard Madden) ist zweifacher Vater, lebt aber von seiner Ehefrau getrennt. Während einer Zugfahrt mit seinen Kindern kann er verhindern, dass sich eine Selbstmordattentäterin in die Luft springt. Nach diesem Ereignis soll er als Personenschützer die Innenministerin Julia Montague (Keeley Hawes) auf Schritt und Tritt begleiten. Schon bald zeigt sich, dass die konservative Politikerin zur Zielscheibe gefährlicher Kräfte wird.

Meine Meinung

Die Serie Bodyguard ist gut, keine Frage. An einigen Stellen hab ich mich an Homeland erinnert gefühlt. Zum einen, was die Spionagetätigkeit angeht, zum anderen auch, dass man niemandem trauen kann und nicht weiß, wer auf welcher Seite steht. Allerdings konnten mich diese Faktoren bei weitem nicht so fesseln, wie bei Homeland. Und ehrlich gesagt verstehe ich den Hype nicht ganz. Das kann aber auch mit der Thematik an sich zusammenhängen, das Terrorszenario wird schon recht realitätsnah wiedergegeben, dass sich eventuell dadurch für das britische Publikum viel Spannung ergeben hat.

Ich finde, die Serie hat oft gut Fahrt aufgenommen und die Spannung mitgezogen. Dann wurde das allerdings auch häufig wieder ausgebremst und etwas Tempo rausgenommen. So etwas muss generell nichts schlechtes bedeuten. Nur bei so wenig Folgen muss man meiner Meinung nach nicht unbedingt vom Gas gehen. Auch finde ich, dass man die Affäre zwischen Julia und David nicht unbedingt gebraucht hätte. Im Gegenteil, hätte der Zuschauer nicht gewusst, wie wichtig sie ihm ist, wäre es vielleicht noch spannender geworden. Denn so hat sich zumindest für den Zuschauer die Option, dass David dahintersteckt, sehr schnell ausgeschlossen. Insofern war die Rolle des Helden ziemlich klar verteilt – natürlich kein perfekter, sondern ein brüchiger und höchst labiler Held. Dennoch, hier ein bisschen mehr Spiel mit den Erwartungen der Zuschauer wäre schön gewesen. Dafür war die Auflösung am Ende sicherlich gelungen und nicht nur für David überraschend. Aber ich sag mal so, vielleicht bin ich da von anderen Serien verwöhnt, aber ich habe schon „heftigere“ Auslösungen/Plot Twists o.Ä. gesehen.

Von der Darstellerseite her gibt es dagegen wenig zu beanstanden. Richard Madden, den ich übrigens zunächst überhaupt nicht als Robb Stark erkannt habe, gelingt es, dass man ihm die Rolle des Bodyguards zu 100% abnimmt. Gleichzeitig spürt man aber auch seine Zerrissenheit und Verzweiflung, die oft nur über die Mimik bzw. den Ausdruck in den Augen dargestellt wird. Besonders dramatisch war sicherlich die letzte Folge, in der er nur eine falsche Bewegung vor der Explosion des Sprengstoffgürtels entfernt war. Auch Keeley Hawes hat ihren Part gut gemacht, die Figur wirkte auf mich sehr echt. Immer taff, wie man es von einer Politikerin verlangt, aber dann auch das Brüchige, zum Beispiel nach dem Schock, als ihr Fahrzeug beschossen wurde. Dass sie genau so und nicht anders reagiert hat, fand ich sehr authentisch.

Fazit

Für mich ist Bodyguard zwar not worth the hype, aber sicherlich keine schlechte Serie. An einem verregneten Wochenende kann man sich das gut mal ansehen. Es wird eine grundlegend spannende Story mit manchen Längen geboten, dazu starke Darsteller und gute Action.

6,5 von 10 Popcorntüten!

Hat jemand von euch schon in Bodyguard reingeschaut? Ist für euch der Hype gerechtfertigt und wenn ja, warum? Schreibt’s mir doch in den Kommentaren!

Split

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Hallo zusammen! 🙂

Hier kommt meine nun doch wieder ziemlich verspätete Review zu „Split“, einem der wenigen Filme, die ich mal wieder im Kino gesehen habe. Eigentlich war das auch gar nicht meine Idee, sondern die einer Arbeitskollegin, die ein Fan von James McAvoy ist, aber sich nicht allein in diese Art von Film getraut hat. Allein der Trailer konnte mich nicht locken, weil ich mir schon gedacht habe, dass dort wie bei so vielen Werken, die besten Momente schon mit reingepackt wurden.

 Worum es geht:

Drei junge Mädchen werden nach einer Geburtstagsfeier in einem Schnellrestaurant von einem Mann entführt. Dieser sperrt sie in einer Art unterirdischem Tunnelsystem, in dem er auch wohnt, ein. Wie sich schon nach Kurzem zeigt, leidet er unter einer Persönlichkeitsstörung und hat 23 verschiedene Persönlichkeiten in sich, die sich ständig abwechseln und ihn dadurch unberechenbar machen. Die Mädchen versuchen durch verschiedene Tricks zu entkommen. Dabei ahnen sie nicht, dass es nicht mehr lange dauert, bis die gefährlichste Persönlichkeit, die „Bestie“, zum Vorschein kommt.

 Meine Meinung:

Was für mich am positivsten hervorzuheben ist und ein ausdrückliches Lob verdient, ist McAvoys Schauspielleistung. Es ist natürlich keine leichte Rolle, denn eigentlich spielt er ja 23 Figuren in einem. Das macht er aber so überzeugend, dass man ihm jeden Part abnimmt. Was zwar den Mime in positives Licht wirft, sorgte für ein paar Schwierigkeiten im Film. Denn gerade wenn er Personen wie den kleinen, lispelnden Jungen gespielt hat, war mir oft mehr zum Lachen als zum Fürchten zumute, und das ging gefühlt dem ganzen Kinosaal so.

Also, wer mit einer bestimmten Genre-Erwartung in den Film gegangen ist, wurde höchstwahrscheinlich enttäuscht. Klar gab es schon einige spannende Momente, aber durch die lustigen wurde die Spannung irgendwie immer wieder gebrochen, sodass ich nicht so richtig reinfinden konnte.

Neben McAvoys Figur(en) gab es natürlich noch ein paar andere, aber die konnte mich nicht wirklich für sich gewinnen. Eigentlich fand ich es auch relativ störend, dass zu Casey immer wieder die Vorgeschichte eingeblendet wurde. Ja, das sollte irgendwie dazu beitragen, mehr zu verstehen, warum sie im Vergleich zu den anderen raussticht. Aber hat das wirklich dem Film gut getan? Meiner Meinung nach nicht, lieber hätte ich mir die eigentliche Handlung etwas ausführlicher gewünscht, dass der Spannungsbogen etwas gedehnter aufgebaut wird. Denn das mit der Bestie ging mir am Ende doch alles etwas zu schnell.

[Vorsicht, Spoiler!!!]

Auf den Schluss des Filmes, der wohl für die meisten Diskussionen im Nachhinein gesorgt hat, kann ich nicht wirklich eingehen, da ich „Unbreakable“ nicht kenne. Was ich so gelesen habe, besteht daraus wohl der wirkliche Kunstgriff Shyamalans, weil er damit wohl durch „Split“ einen Bogen zu „Unbreakable“ gesponnen hat. Aber in dieser Hinsicht kann ich das nicht wirklich bewerten, da ich ihn wie gesagt nicht kenne. Nur so viel: Meine Kollegin und ich waren ziemlich verdutzt als da in den gefühlt letzten 30 Sekunden plötzlich Bruce Willis auftaucht. Mir ist da nur „The Sixt Sense“ eingefallen, aber das hat auch nicht wirklich gepasst.

Fazit:

Meine Erwartungen wurden erfüllt, denn wie eingangs erwähnt, dachte ich mir schon, dass der Trailer mal wieder das Beste vorwegnimmt bzw. Dinge verspricht, die der Film nicht hält. Wer James McAvoy gerne mag, hat an „Split“ sicherlich seine Freude, denn er spielt großartig. Aber für Fans von Thrillern, die einen wirklich packen, ist es eher nichts.

6 von 10 Popcorntüten!

 Hat jemand von euch den Film gesehen? Was haltet ihr davon? Schreibt’s mir doch in den Kommentaren! 🙂

TV-Start: Limitless

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Hallo zusammen,

einige haben es sicher schon in der Pro 7-Programmvorschau oder anderswo gesehen: Heute Abend zeigt der Sender ab 20.15 Uhr die neue Serie „Limitless“ mit Bradley Cooper in einer Nebenrolle.

Als ich vor einigen Monaten erfahren habe, dass es zu dem Film „Ohne Limit“ eine Serie geben soll, die die Handlung weiterspinnt, war ich total begeistert. Denn den Film fand ich wirklich klasse. Nicht nur die Idee dahinter war spannend, auch die optische Umsetzung mit unterschiedlicher Farbgebung war sehr ansprechend.

Ich konnte vorab schon den Pilot zu „Limitless“ sehen. Meine hohen Erwartungen (eigentlich echt dumm, überhaupt noch Erwartungen zu haben^^) wurden leider nicht wirklich erfüllt.

Im Grunde durchläuft Seriencharakter Brian noch einmal eine ähnliche Handlung wie Eddy Morra (Bradley Cooper) im Film. Dadurch kommt man zwar auch mit, wenn man die Vorlage nicht kennt, für Leute wie mich ist es allerdings dann eher langweilig. Auch der Effekt mit der Farbgebung wurde vom Film abgekupfert, was ja grundlegend nicht schlecht ist. Am besten hat mir noch gefallen, dass es ca. 2/3 des Films ein gelungener Genremix aus Action, einer Art Superheldengeschichte und einer gewissen Komik ist.

Die herbste Enttäuschung war das letzte Drittel der Folge und die Aussicht auf die kommenden Episoden. Der Hauptcharakter soll wegen seiner speziellen Fähigkeiten dem FBI aushelfen. Anscheinend wird daraus also eine Art Krimikiste, die es leider noch viel zu häufig gibt. Das einzige, wo so eine Konstellation für mich durchgeht ist Lucifer, weil er mit seinen Sprüchen und so viel wettmacht. Sonst mag ich aber das Ding „Person mit speziellen Fähigkeiten hilft Polizei bei der Arbeit“ nicht wirklich.

Insgesamt ist Limitless nach einem guten Einstieg gegen Ende des Pilots leider falsch abgebogen. Daher ist das Format bei mir durchgefallen. Schade, denn aus der Grundidee hätte man soviel besseres machen können als noch ein Krimiformat.

Kennt jemand von euch den Film? Was haltet ihr von der Serie? Schreibt’s mir doch in den Kommentaren! 🙂

Don’t Breathe

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Hallo zusammen! 🙂

Eher widerwillig habe ich mich vor Kurzem darauf eingelassen, Don’t Breathe zu schauen. Ich wusste nicht genau worum es geht, aber da ich schon so viele miese Horrorfilme/Thriller gesehen habe, bin ich auch hier davon ausgegangen, dass es nicht wesentlich besser wird. Es war allerdings definitiv keine Fehlentscheidung, den Film zu sehen.

Worum es geht:

Die Einbrecher Alex, Rocky und Money stehlen bei ihren Aktionen nie mehr als 10 000 Dollar, um im Fall einer Festnahme keine hohen Strafen zu bekommen. Rocky, die eine kleine Tochter hat, möchte schon lange aus dem „Gewerbe“ aussteigen und sich absetzen. Deshalb wollen die drei bei einem letzten großen Coup ihre Regel brechen. Der Grund: Ein  Veteran lebt in einer sonst völlig leerstehenden Wohngegend allein in einem Haus. Dort soll er 100 000 Dollar lagern, die er als Entschädigung erhalten hat, weil seine kleine Tochter vor Jahren überfahren wurde und starb. Der Einbruch scheint besonders leicht, denn das Opfer ist alt und blind. Als die drei nachts einbrechen, ahnen sie nicht, dass der Mann auf keinen Fall kampflos sein Geld überlassen will.

Meine Meinung:

Don’t Breathe ist einer der besten, wenn nicht sogar der beste Film, den ich aus dem Genre dieses Jahr gesehen habe. Allein schon die Story ist mal was Originelles, denn normalerweise sieht man Einbrüche meist aus Sicht der Hausbesitzer, die sich dann gegen die Diebe wehren. Hier ist es genau andersrum: Die drei jungen Erwachsenen haben zwar Hausfriedensbruch begangen, aber der alte Mann, gespielt von Stephen Lang, ist einfach so skrupellos, dass man als Zuschauer sich auf die Seite der Einbrecher stellt.

Obwohl es vielleicht auf den ersten Blick komisch wirken mag, dass ein alter blinder Mann zur Bedrohung für drei junge Leute wird, schaffen es die Macher, dass diese Situation keinen Moment unlogisch wirkt. Es ist Nacht, ergo dunkel, der Mann schaltet den Strom ab und bringt damit die Eindringlinge in die selbe Situation wie sich selbst – nur dass er es seit Jahren gewohnt ist und seine anderen Sinne viel besser geschult sind. Da ist, wie der Titel schon verrät, jeder Atemzug zu laut.

Am besten war an Don’t Breathe die Unvorhersehbarkeit der Handlung. Dadurch war der Film einfach wahnsinnig spannend. Immer wenn man glaubte, sie hätten es endlich geschafft zu fliehen oder den Mann zu überlisten, wurde man eines besseren belehrt. Bis zum Ende war nicht klar, wie das ausgehen wird. Der Thriller war so unberechenbar wie der alte Mann selbst.

Schauspielerisch ist vor allem Stephen Lang hervorzuheben, der allein durch seine Erscheinung und Ausstrahlung ziemlich einschüchternd war. Für mich ist der Streifen kein Horrorfilm, da meiner Meinung nach bei Horror irgendwas Übernatürliches oder ähnliches die Bedrohung darstellen muss. Hier ist es einfach ein einsamer alter Mann, der seinen letzten Zufluchtsort ohne Rücksicht auf Verluste verteidigt. Allerdings wirkte Lang teilweise durch die Beleuchtung geisterhaft und  total unheimlich. Also ein Thriller aber für die Figuren der blanke Horror 😀 😉

Fazit:

Für alle, die mal wieder richtig Nervenkitzel erleben wollen, ist Don’t Breathe genau richtig. Der Film hat mich von Anfang an gefesselt und immer wieder überrascht. Ich hoffe auf mehr solcher Werke aus dem Genre.

9/10 Popcorntüten!

 

Hat jemand von euch Don’t Breathe gesehen? Wart ihr auch so begeistert oder fandet ihr es eher langweilig? Schreibt’s mir doch in den Kommentaren! 🙂

TV-Empfehlung: „Terror-Ihr Urteil“

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Hallo zusammen! 🙂

Heute habe ich einen Tipp für alle, die eher weniger auf den Öffentlich-rechtlichen unterwegs sind und deshalb wahrscheinlich noch nichts von dem groß angekündigten TV-Ereignis, das heute um 20.15 Uhr in der ARD läuft, mitbekommen haben. Ich habe Terror – Ihr Urteil bereits in der Presseversion ohne das „Event“ gesehen und kann sagen, es lohnt sich auch nur für den Film reinzuschalten.

Es geht um den Kampfpiloten Koch (Florian David Fitz), dessen Fall vor dem obersten Strafgericht verhandelt wird. Er hat eine Passagiermaschine, die von Terroristen entführt wurde abgeschossen, weil diese drohten, das Flugzeug auf die vollbesetzte Allianz Arena zu stürzen. Damit hat Koch ausdrücklich gegen seine Befehle und gegen das Urteil des Verfassungsgerichts gehandelt, das mit Hinblick auf die Menschenwürde entschieden hat, dass Leben nicht gegen Leben aufgewogen werden darf. Vor Gericht wird nun verhandelt, ob Koch Mörder oder Held ist.

Nach 85 Minuten sind die Fernsehzuschauer dazu aufgerufen, per Telefon oder Internet zu entscheiden, ob der Pilot freigesprochen oder verurteilt werden soll. Nach der Abstimmung wird eines der beiden Enden gezeigt (Das zweite kann man noch später im Internet ansehen). Anschließend wird bei Hart aber Fair über die Entscheidung und das Thema diskutiert.

Also wie gesagt auch abgesehen von dem ganzen Drumherum ist der Film absolut zu empfehlen. Es handelt sich hierbei um eine Theaterverfilmung von Ferdinand von Schirachs gleichnamigen Werk, das zu den erfolgreichsten zeitgenössischen Stücken zählt. Ohne das Stück im Theater gesehen zu haben denke ich, dass es im Film einige Möglichkeiten gibt, die das ganze noch optimieren. Besonders gut haben mir die Kameraführung und Schnitttechnik gefallen. Durch verschiedenen Fokus oder das Umkreisen des Angeklagten konnte eine ganz andere Nähe zu den Darstellern hergestellt werden, die es so vermutlich im Theater nicht gibt.

Außerdem kann allen Darstellern nur äußerstes Lob ausgesprochen werden. Besonders beide Anwälte, gespielt von Martina Gedeck als Staatsanwältin und Lars Eidinger als Verteidiger, haben mit ihren Plädoyers mehr als überzeugt. Dazu kam noch Jördis Triebel als Nebenklägerin, in deren Augen man bereits den tiefen Hass gegenüber dem Angeklagten ablesen konnte.

Was natürlich sowohl das Original als auch die filmische Adaption vereint ist die Thematik. Ich fand den Film sehr anspruchsvoll, denn es werden hochkomplexe moralische Prinzipien und Fragen diskutiert. Dadurch, dass zu Beginn der Oberste Richter die vierte Wand durchbricht und direkt den Zuschauer anspricht, ist man dazu angehalten, wirklich mitzudenken. Bei den Argumenten von Staatsanwältin und Verteidiger fühlte ich mich in meine Ehtik-Vorlesung an der Uni zurückversetzt. Dennoch wurde versucht, das Dilemma anschaulich rüberzubringen, beispielsweise durch Beispiele wie das Trolley- oder Weichensteller-Experiment, dass mir auch schon zu Unizeiten über den Weg gelaufen ist.

Großes Lob, dass hier einmal etwas produziert wurde, das den Zuschauer wirklich fordert und ihn nicht nur beschallt.

Ich werde verfolgen, wie sich die Fernsehschauer am Ende entscheiden. Der Großteil der Theaterzuschauer hat sich bisher für einen Freispruch entschieden und auch ich würde diese Variante wählen. Und das liegt nicht (nur 😉 ) an Fitz‘ Hundeblick ^^

 

Vielleicht hat jemand von euch Lust, falls ihr den Film gesehen habt, hier in die Kommentare zu schreiben, wofür ihr euch entscheiden würdet. Fänd ich super 🙂

 

Die Unfassbaren – Now You See Me

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Hallo zusammen! 🙂

Heute gibt’s eine Review zu einem Film, der mir wärmstens ans Herz gelegt wurde. Doch wie es eben so ist, Geschmäcker sind verschieden.

Worum es geht:

Die vier Zauberer J. Daniel Atlas, Hanley Reeves, Jack Wilder und Merritt McKinney werden zusammengetrommelt. In einer leeren Wohnung erfahren sie, dass sie in Las Vegas als „Die vier Reiter“ auftreten sollen. Von wem der Auftrag kommt, wissen sie nicht. Mit ihren Shows locken die Zauberkünstler zahlreiche Fans ins die Veranstaltungshallen. Doch auch das FBI wird auf sie aufmerksam, als sie aus einer französischen Bank als Teil eines Tricks mehrere Millionen Euro stehlen. Aber die Behörden kriegen die Magier einfach nicht zu fassen. Am Ende ihres letzten großen Coups erfahren „Die vier Reiter“, dass ihr geheimer Gönner ihnen die ganze Zeit sehr nah war.

Meine Meinung:

Ehrlich gesagt hätte ich mir von dem Film mehr erwartet. Klar, manche Tricks waren schon beeindruckend, aber die ganzen Shows fand ich zu übertrieben. Da hätten die Macher sich mehr darauf konzentrieren sollen, dass die Distanz zwischen Zuschauer und den Protagonisten (zumindest den vier Zauberern) etwas verringert wird. Die traten meist nur auf der Bühne in Erscheinung und da ist ja gewollt alles nur Illusion. Bisher habe ich noch nicht viele Filme gesehen, in denen es um Zauberkunst geht, spontan fällt mir nur Prestige ein, und der hat mir um einiges besser gefallen.

Das Beste an Die Unfassbaren war sicherlich das Ende, wegen des Überraschungseffekts. Wo bei anderen Filmen so ein Effekt noch das Pünktchen auf dem i ist (Die Verurteilten, Who am I), hat es das bei Lous Leterriers Werk auch nicht wirklich besser gemacht. Nur um am Ende zu wissen, wer dahinter steckt, lohnt es sich meiner Meinung nach nicht, 90 Minuten dran zu bleiben.

Von den Darstellern hat mir noch am besten Woody Harrelson gefallen. Da die Zaubererfiguren leider so konzipiert waren, viel Show zu machen und dementsprechend eine maskenhafte Fassade aufzubauen, konnte meiner Meinung nach keiner der Darsteller sein volles Können entfalten. Schade, dabei liest sich die Besetzung wirklich gut.

Da es mittlerweile bereits den zweiten Teil gibt, scheint Die Unfassbaren allgemein eher positiv angenommen worden zu sein. Vielleicht waren auch meine Erwartungen einfach zu groß und jetzt überwiegt die Enttäuschung.

Fazit:

Die Unfassbaren war für mich eher ein flop. Sicherlich kann man sich den Film ansehen. Zumindest wer auf große Show steht, bekommt dort einiges zu sehen. Für mich haben die Kniffe im Drehbuch gefehlt, sodass ich bis auf den Schluss nur selten überrascht wurde.

6 von 10 Popcorntüten!

Wie hat euch der Streifen gefallen? Seit ihr anderer Meinung? Schreibt’s mir in den Kommentaren! 🙂

 

 

The Last House on the Left

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Hallo zusammen! 🙂

So, ich melde mich jetzt mal kommentarlos aus meiner wochenlangen Blog-Abstinenz zurück und stell euch heute einen Thriller vor, der zu den Besseren gehört, die ich in letzter Zeit gesehen habe.

Worum es geht:

Die 17-Jährige Mari macht mit ihren Eltern in einem abgelegenen Ferienhaus an einem See Urlaub. Dort trifft sie auch auf Paige, ihre Jugendfreundin, mit der sie immer um die Häuser zog. Beide treffen auf den schüchternen Justin, der ihnen Gras in seinem Motelzimmer anbietet. Sie lassen sich darauf ein, doch dann taucht Justins Vater und dessen Gefolgschaft auf, die in kriminelle Machenschaften verstrickt sind. Sie wollen die Mädchen nicht gehen lassen und nehmen sie als Geiseln. In einem Waldstück töten sie Paige und verletzen Mari schwer. Wegen eines Unwetters quartieren sie sich im nächstgelegenen Haus ein, dem Ferienhaus von Maris Eltern, und geben sich als harmlose Touristen aus. Allerdings hat Mari überlebt und konnte schwerverletzt zum Haus ihrer Eltern fliehen. Diese erkennen erst viel zu spät, wen sie sich da ins Haus geholt haben …

Meine Meinung:

Freunde von Remakes werden jetzt laut aufschreien, denn ja, tatsächlich handelt es sich auch bei diesem Streifen um ein Neuverfilmung des gleichnamigen Werks aus dem Jahr 1972. Da ich dieses nicht kenne, kann ich beide Versionen schlecht vergleichen. Ich beschränke mich hier daher nur auf die 2009-Version.

Der Film überzeugt durch eine die ganze Spiellänge überdauernde Spannung, denn es geht schon recht früh zur Sache und die bedrohliche Grundstimmung ist von Beginn an da. Ein rosiges Ferienparadies wird nicht gezeigt, sondern ein düsteres wolkenverhangenes Plätzchen. Das brutale Vorgehen der Entführer trägt außerdem dazu bei, dass man sich nie sicher sein kann, was als nächstes passiert. Also den FSK 18 hat der Film auf alle Fälle verdient, gerade auch wenn es dann im Ferienhaus ums Überleben geht.

Die schauspielerische Leistung war sicherlich nicht Oscar-verdächtig, aber man hat zumindest jedem seinem Part abgenommen. Besonders gefreut habe ich mich, dass Aaron Paul alias Jesse Pinkman aus Breaking Bad mitgespielt hat (natürlich war er einer von den bösen Jungs ^^), auch wenn ich bei ihm das Problem habe, dass er für mich immer Jesse Pinkman sein wird 😀

Meiner Meinung nach hatte der Film eine zu starke moralisierende Note von wegen „höre immer auf deine Eltern und baue keine scheiße, sonst passiert etwas ganz schreckliches“. Aber mal davon abgesehen war der Thrill super und es wurde nicht zu viel auf blutige Szenen gesetzt.

Fazit:

Das Remake The Last House on the Left ist ein solider Thriller, der vor allem durch seine Spannung überzeugt, die zu keinem Zeitpunkt spürbar abfällt. Sicherlich habe ich schon bessere Streifen aus dem Genre gesehen, mit mehr Plottwist oder Ähnlichem, trotzdem war der Film für mich auf keinen Fall eine Enttäuschung.

7 von 10 Popcorntüten!

 

Kennt jemand von euch den Film (und vielleicht noch das Original dazu)? Wie hat er euch gefallen? Schreibt’s mir doch in den Kommentaren! 🙂