Review: Pastewka – Staffel 9

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Hallo zusammen! 🙂

Leider ist es bei mir die letzten Wochen wieder etwas ruhiger geworden. Ich bin momentan beruflich und privat ziemlich eingebunden und hab leider echt keine Zeit zum bloggen gefunden. Sehr viel habe ich in der Zeit auch nicht geschaut, aber für die 10 neuen Folgen Pastewka hat es dennoch gereicht.

Wenn ihr wissen wollt, wie sie mir gefallen haben, dann bleibt einfach dran 😉

Worum es geht:

Nachdem Pastewka am Ende der letzten Staffel zum Geburtshelfer wurde, steht er im Fokus der Öffentlichkeit und hat sich ein neues Image aufgebaut. Allerdings spiegelt sich das nicht auf seinem Bankkonto wieder. Und auch in seiner Beziehung zu Anne gibt es keine Besserung. So versucht er, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen und nimmt ein Engagement als Hauptrolle in einer ZDF-Arztserie an – die genau in dem Krankenhaus gedreht wird, in dem Anne arbeitet. Doch bei seinem Versuch, ihr subtil wieder nahe zu kommen, tritt der Komiker selbstverständlich wieder von einem Fettnäppchen ins nächste.

Meine Meinung

Wie schon die achte Staffel der Comedyserie, die erstmal nicht mehr im Rahmen von Sat.1 sondern im Hause Amazon lief, konnte mich auch die neunte Staffel voll überzeugen. Ich weiß nicht, ob ich die alten Folgen nicht mehr richtig in Erinnerung habe, aber mir gefallen die neuen Staffeln besser als die alten. Vielleicht weil vermutlich mehr Geld im Spiel ist und es deshalb von einer Vielzahl an Schauspielern, Promis usw. Auftritte gibt. Aber auch abgesehen davon kann die Serie einfach mit viel Witz überzeugen. Ich liebe es, wie sich die Personen selbst nicht so ernst nehmen und auch mal Witze auf ihre eigenen Kosten machen.

In der achten Staffel hat mir zum Beispiel riesig die Situation auf dem FKK-Campingplatz gefallen. Jetzt in der neunten ist mir besonders positiv der Dreh der Arztserie aufgefallen. Ich finde es so lustig, wie sie einfach 1 zu 1 den Stil so einer Vorabend-Arztserie adaptieren. Und dann, als das Format verschiedene thematische Färbungen annimmt, wie sie auch da genau den Stil treffen. Wirklich super witzig und irgendwie auch sehr meta. Hätte nur noch gefehlt, dass sie es zu einem Comedy/Sitcom-Format machen 😀

Klar kann man sicherlich kritisieren, dass manche Situationen schon ziemlich überzogen sind, etwa im Wald mit den Wölfen oder wie er Kim als drogensüchtig ausgibt. Aber es gehört eben irgendwie zu der Serie dazu, dass immer absolut alles schief geht, was schiefgehen kann. Allgemein finde ich es echt schön, dass die Serie immer noch so viel gutes von früher hat, aber dazu neue gute Elemente gekommen sind.

Es soll zwar nur noch eine finale Staffel kommen, aber wie heißt es doch: Aufhören, wenns am schönsten ist 🙂

Fazit

Pastewka macht da weiter, wo er aufgehört hat. Der Wechsel vom linearen Fernsehen zum Streaming-Anbieter war ein super Schachzug, der vor allem den Fans der Serie große Freude bereitet. Kuriose Situationen, viel Selbstironie und pointierte Dialoge. So muss es sein 🙂

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So macht man Horror: The Haunting of Hill House

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Hallo zusammen! 🙂

Das neue Jahr startet auf meinem Blog gruselig, zumindest was den Inhalt dieses Beitrags betrifft 😉 Kurz vor Weihnachten habe ich die derzeit gehypte Horroserie The Haunting of Hill House (z.D.: Spuk im Hill House) auf Netflix angesehen. Es ist bereits die dritte Verfilmung des gleichnamigen Romans von Shirley Jackson (übrigens der selbe Vorname wie von einem der Charaktere) und die erste Spukhausgeschichte, die ich in Serienform gesehen habe. Wenn ihr wissen wollt, wie es mir gefallen habt, dann bleibt einfach dran! 🙂
Worum es geht

Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen und folgenweise aus der Perspektive einer der Hauptfiguren, erzählt. Alles dreht sich um das alte Hill House, in das Hough und Olivia Crain in den 80ern mit ihren Kindern Steven, Shirley, Theodora und den Zwillingen Nell und Luke einziehen. Dort ereigneten sich merkwürdige Vorkommnisse, die den Tod der Mutter zur Folge haben und sich bis in die Gegenwart auf das Leben der Kinder und des Vaters auswirken.

Meine Meinung

Die Serie lässt sich anfangs oft viel Zeit bei der Figurenzeichnung und dem Aufbau der Geschichte. Und wer auf viele jump-scares hofft, wird eher enttäuscht. Dennoch ist The Haunting of Hill House das Beste, was ich seit Langem horrormäßig gesehen habe.

Der Gruselfaktor kam hauptsächlich durch die Atmosphäre auf. Ohne, dass wirklich gruseliges passiert, fürchtet man sich durchwegs, ist die ganze Zeit angespannt. Auch die Geister lassen einen eher durch ihre düster-böse Aura als durch ihre Taten erschaudern.

Besonders gepackt hat mich die Serie ab Folge fünf, als man sieht, wie Nell stirbt. Das war zum einen filmtechnisch richtig gut gemacht, zum anderen erzählerisch einfach total faszinierend. Ich musste danach die ganze Zeit überlegen, wo ich dieses Spiel mit Zukunft, Gegenwart und Vergangenheit schon mal gesehen habe. Dann ist mir endlich eingefallen, dass ich dadurch an Hodors Tod in GoT erinnert wurde. Auch da hat ein Ereignis der Zukunft die Vergangenheit beeinflusst/geprägt.

Auch so Elemente wie Theos Fähigkeit, die Gefühle anderer durch Berührung zu spüren, fand ich super interessant. Das verlieh der Geschichte auch nochmal einen anderen Twist.

In einem Podcast zu der Serie wurde sich darüber beschwert, dass keine der Figuren (außer Nell) sympathisch sei und man sich mit niemandem identifzieren konnte. Meines Erachtens war das aber ganz plausibel, dass alle Charaktere in irgendeiner Weise negative Verhaltensweisen aufweisen, weil sie eben durch die Erlebnisse ihrer Kindheit geprägt wurden. Außerdem machte das angespannte Verhältnis zwischen den Familienmitgliedern meiner Meinung nach die Geschichte erst richtig interessant und so Momente wie die Plansequenz in Folge sechs besonders spannend.

Was die Story betrifft, kann ich wirklich nicht viel bemängeln – außer das Ende. Das wird glaube ich generell in den Reviews am kritischsten gesehen. Mich haben daran zwei Dinge gestört: Zum einen war mir das stellenweise wirklich zu verwirrend, etwa diese Träume/Zukunftsaussichten von Steven und Co. in dem Raum mit der roten Tür. Da bin ich nicht mehr richtig mitgekommen, was das nun wieder zu bedeuten hat (Da war ich ein bisschen so verloren wie am Ende von Lost :D). Zum anderen war mir der Schluss dann viel zu weichgespült. Plötzlich ist der ganze Spuk verflogen und alle können ein großartiges Leben führen? Auch da hat es mich irgendwie verloren. Normalerweise wird doch bei solchen Geschichten irgendwas gemacht, um die Dämonen auszutreiben oder so. Und hier geben dann die Geister einfach Ruhe?? Das war wirklich schade, denn mit dem Schluss steht und fällt ja häufig eine gute Geschichte.

Dennoch möchte ich meine Sicht auf die Serie davon nicht komplett blenden lassen.

Fazit

The Haunting of Hill House hat über weite Strecken eine überasschende, intelligent erzählte Story, die Serie erzeugt eine Atmosphäre, sodass man sich auch ohne viele jump-scares durchwegs gruselt, und sie ist filmtechnisch auf höchstem Niveau. Damit lässt sie viele Horrorfilme alt aussehen und ist für mich das Beste was ich seit Langem aus der Sparte gesehen habe.

8,5 von 10 Popcorntüten!

Hat jemand von euch die vieldiskutierte Serie gesehen? Hat sie euch auch überzeugt oder ist sie not worth the hype? Schreibt’s mir doch in den Kommentaren! 🙂

Meine Serien-Top-10 2018

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Hallo zusammen! 🙂

auch ich reihe mich in die Vielzahl an medialen Jahresrückblicken ein. Hauptsächlich, um auch mal für mich selbst einen Überblick zu bekommen. Man hat immer das Gefühl, das Jahr verfliegt wie im Flug. Aber jetzt, wo ich mal überlegt habe, was ich alles so geschaut habe, wird mir klar, dass es wohl doch 365 Tage waren 😀

Nun also meine Top-10 der Serien, die ich 2018 neu entdeckt habe. Nicht darunter fallen also Formate, bei denen ich dieses Jahr nur eine neue Staffel geschaut habe. Zu jeder Serie gibt es eine kleine Kurzbewertung, die womöglich den jeweiligen Platz erklärt.

Viel Spaß beim Ranking! 🙂

 

Platz 10: Babylon Berlin

Ausstattung, Bühnenbild und Schauspieler sind top. Aber obwohl ich mich total für die Zwischenkriegsjahre interessiere, konnte mich die Serie nicht fesseln. Die erste Staffel hab ich durch, für die zweite konnte ich mich nicht mehr aufraffen. Vielleicht schaue ich weiter, wenn es irgendwann wieder im TV kommt …

Platz 9: Bodyguard

Wie bereits in einer ausführlichen Kritik erklärt, konnte mich auch diese ziemlich gehypte BBC-Serie nicht zu 100 Prozent begeistern. Bei der Story gab es für mich einige Schwachpunkte, auch wenn mir die Action und die Darsteller gut gefallen haben.

Platz 8: Beat

Wenn man meine Review dazu liest, könnte man meinen, ich würde der Amazon Produktion eine höhere Platzierung geben. Aber im direkten Vergleich mit den weiteren Plätzen ist für mich der achte gerechtfertigt. Die Serie nimmt ab einen Punkt gut Fahrt auf, Jannis Niewöhner ist großartig und die Atmosphäre überzeugt. Allerdings wollten die Drehbuchautoren an einigen Stellen zu viel. Da wäre weniger mehr gewesen 🙂

Platz 7: Unbreakable Kimmy Schmidt

Fällt ein bisschen raus, was mein Ranking betrifft, denn es ist das einige wirkliche Comedyformat. Ich verbinde damit eine Hass/Liebe bzw. eher eine Istmiregal/Liebe. Manchmal hab ich Lust, mehrere Folgen am Stück zu sehen und bin vom Humor und den Dialogen begeistert. Dann wieder schaue ich wochenlang gar nicht mehr rein, weil ich einfach keine Motivation dafür habe. Dennoch kann man festhalten, dass gerade die humoristischen Töne zwischen den Zeilen überragend sind und überall kleine Schmankerl versteckt sind. Einigen mag die Serie aber zu überdreht sein.

Platz 6: How to Get Away with Murder

Hab ich total weggebingt. Und die Macher wissen auch genau, wie sie einen dazu verleiten. Die Story ist super spannend durch das Verwirrspiel mit dem Zuschauer. Manchmal merkt man schon, dass es eine ABC-Produktion ist was die Machart betrifft. Ich schaue schon seit Jahren Grey’s Anatomy und da sieht man was das Storytelling betrifft doch öfter mal Parallelen. Dennoch absolut empfehlenswert – aber nur für Personen, die die nötige Zeit haben, denn man kann wirklich nicht mehr aufhören 😀

Platz 5: The Haunting of Hill House

Die Serie aus der Liste, die ich zuletzt gesehen habe. Dem große Hype darum konnte auch ich mich nicht entziehen, vor allem weil ich generell Horror nicht abgeneigt bin, es leider aber viel zu viele schlechte Filme/Serien aus dem Genre gibt. Und was soll ich sagen: Es ist nicht alles perfekt, aber einige Elemente hab ich so noch nie irgendwo gesehen und fand ich wirklich mind blowing. Eine ausführlichere Review gibt es demnächst.

Platz 4: Manhunt: Unabomber

Es ist schon eine Weile her, dass ich diese Miniserie gesehen habe. Wie in meiner Kritik betont, ich sie als Miniserie auch wirklich super, denn man will unbedingt weitersehen. Sam Worthington als Hauptdarsteller ist vielleicht nicht die glücklichste Wahl, aber dennoch eine sehr spannende Serie, die viel richtig macht und den Zuschauer auch zum Nachdenken anregt.

Platz 3: Downton Abbey

Hier bin ich immer noch nicht fertig, sondern irgendwo in der fünften Staffel. Die Serie ist die einzig richtig große, die ich dieses Jahr neu angefangen haben (danach wird es wohl Sons of Anarchy). Erst hatte ich Schwierigkeiten reinzukommen, auch weil ich mich erstmal an die ganzen britischen Dialekte und die Art zu sprechen gewöhnen musste. Aber jetzt liebe ich einfach die großen und kleinen Dramen in dem wunderschönen Anwesen. Auch humorvolle Momente, etwa wenn Violet gegen jemanden stichelt, sind einfach herrlich.

Platz 2: American Crime Story: The People V. O.J. Simpson

Kurz davor hatte ich Manhunt: Unabomber gesehen und nicht wirklich damit gerechnet, dass mich schon wieder eine Miniserie so positiv überraschen kann. Aber hier hat wirklich alles gestimmt. Die Darsteller sind allesamt grandios besetzt, Maske und Kostüm sind sehr authentisch und die Story lässt einen mitfiebern, obwohl man weiß, wie die Geschichte ausgeht. Es war wirklich ein Genuss, sich das anzusehen.

Platz 1: Marvelous Mrs. Maisel

Wer meinem Blog folgt, den wird das vermutlich nicht überraschen. Wie in den Reviews zu Staffel eins und zwei bereits ausführlich geschildert, hat mich diese sympathische Frau komplett verzaubert. Ich könnte mir 500 Folgen am Stück ansehen und würde gar nicht merken, wie die Zeit verfliegt. Die Geschichte ist wahnsinnig originell, die Figuren sind großartig, allen voran Midges Vater Abe, ich liebe den Humor innerhalb der Erzählung aber natürlich auch die Stand-Up-Parts. Das Setting und die Kostüme sind so schön, man kann komplett ins New York der 50er eintauchen.

Mit Abstand die Serie von 2018, die mich am meisten begeistern konnte! 🙂

 

Was meint ihr zum Ranking? Hättet ihr eine Serie weiter vorne oder weiter hinter positioniert? Schreibt’s mir doch in den Kommentaren! 🙂

 

 

Netflix hat ein paar Neustarts für den Januar bekanntgegeben. Und endlich ist mal etwas dabei, auf das ich mich schon lange freue: Ab 18. Januar kann man bei dem Streaminganbieter die zweite Staffel American Crime Story: Der Mord an Gianni Versace  sehen.

Staffel eins war eine der Serie, die mich dieses Jahr total gepackt haben. Leider bin ich nicht dazu gekommen, darüber zu bloggen, aber sie gehört definitiv in meine Top-10 des Jahres. Überragende Schauspieler und eine Story, die fesselt, obwohl man den Ausgang kennt. So wünsche ich mir das. Über Staffel zwei hab ich auch schon einiges gehört, das klingt alles sehr vielversprechend 🙂

Weitere Neustarts:

  • Eine Reihe betrüblicher Ereignisse (Staffel 3) 1.1.
  • The Lego Batman Movie 6.1.
  • Disneys die Schöne und das Biest 10.1.
  • Star Trek: Discovery (Staffel 2) ab 18.1.
  • Guardians of the Galaxy Vol. 25.1.

Freut sich noch jemand auf American Crime Story oder auf einen der anderen Neustarts? Schreibt’s mir doch in den Kommentaren! 🙂

Review: Quantico Staffel 2

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Hallo zusammen,

diesmal geht es um eine Serie, deren erste Staffel mich ziemlich überzeugt hat (Einen erste Eindruck dazu hatte ich hier zusammengefasst). Dementsprechend erfreut war ich, als nun nach viel zu langer Wartezeit endlich Staffel zwei bei Amazon verfügbar war. Und obwohl mir 22 Episoden eigentlich rein zeitlich gar nicht in den Kram gepasst haben, musste ich es mir direkt ansehen und nicht erst ein paar Wochen warten. Wenn ihr wissen wollt, wie mir die zweite Staffel Quantico gefallen hat, lest einfach weiter 😉

Worum es geht

Wie bereits in Staffel 1 wird wieder auf zwei Zeitebenen erzählt. In der jetzt-Ebene gibt es während des G20-Gipfels in New York einen Terroranschlag, bei dem die Anwesenden als Geisel genommen werden. Unter den Gefangenen befinden sich auch Ryan (Jake McLaughlin) und Nimah (Yasmine Al Massri), Alex (Priyanka Chopra) war gerade auf dem Weg zu der Veranstaltung. Auf der anderen Zeitebene erfährt man, wie Alex und Ryan vom FBI undercover in ein Ausbildungscamp der CIA eingeschleust werden, um eine illegal agierende Untergrundorganisation des Geheimdienstes (sie nennen sie AIC) dingfest zu machen. Im Verlauf stellt sich heraus, dass Schüler, die mit Alex und Ryan in dem Camp waren, etwas mit dem Anschlag in New York zu tun haben.

Meine Meinung

An der etwas verwirrenden Inhaltszusammenfassung lässt sich bereits erkennen, wie es mir mit dieser Staffel erging. Und das kuriose ist, dass ein komplett anderer inhaltlicher Part hier noch fehlt. Allerdings wäre es viel zu chaotisch geworden, wenn ich das auch noch miteingebracht hätte. Und zwar habe ich bei der zweiten Staffel Quantico etwas erlebt, was mir so wirklich noch nie untergekommen ist: Sie haben gefühlt zwei Staffel in eine gepackt. Es fühlte sich an, als wären den Machern bei der Hälfte der Folgen die Ideen ausgegangen, wie man diesen Plot um die Geiselnahme weiter fortsetzen könnte.

Also wurde die Geiselnahme beendet, eine Begründung dafür geliefert, wer dahinter steckt, und mit einer neuen Geschichte begonnen. Klar, der main cast blieb bestehen, aber sonst wurde ein komplett neues Fass aufgemacht. Deshalb müsste ich jetzt hier eigentlich zwei Staffeln bewerten. Denn tatsächlich hatte mich der erste Teil komplett verloren, und ich habe nur der Vollständigkeit halber weiter geschaut. Ehrlich gesagt habe ich bis zum Ende nicht richtig verstanden, wer jetzt wirklich dahinter gesteckt hat. Das war alles viel zu verwirrend. Man merkte, wie sie bemüht waren, das genauso spannend wie in Teil eins zu gestalten, aber das ist ihnen einfach nicht gelungen.

Dann ging der zweite Part los und es fing endlich wieder an, Spaß zu machen. Der Teil hat mir viel besser gefallen, obwohl es vom Aufbau eben nicht so wie die erste Staffel war. Es war schön zu sehen, wie sie gemeinsam ermittelten, was für Pläne geschmiedet wurden. Auch wenn es irgendwann auch als Zuschauer frustrierte, dass sie gegen ihren Endgegner ständig scheiterten. Daher war das Finale dann umso befriedigender.

Daneben gab es meiner Meinung nach eine Menge Logiklücken oder Handlungselemente/Stränge, die einfach nicht fortgesetzt wurden oder mich gestört haben. Zum Beispiel fand ich die Beziehung zwischen Ryan und der Journalistin überflüssig und auch dieses ganze Hick-Hack zwischen Shelby und Clay hätte es wegen mir nicht gebraucht. Außerdem hab ich nicht verstanden, dass Shelby zwar die ganze Zeit besorgt war, ob mit Leon alles in Ordnung ist. Aber dann sieht man nur, wie Alex von seinem Tod erfährt. Wie und wann Shelby davon gehört hat (es wäre schon sehr komisch, wenn nicht) wird überhaupt nicht thematisiert und sie erwähnt ihn danach auch nicht mehr.

Das größte Fragezeichen habe ich aber bei Harry (den ist übrigens als Figur sehr gerne mochte): Man sieht noch, wie er von Sebastian gezwungen wird, Alex am Telefon zu sagen, dass alles ok und er jetzt dann mal weg ist. Und danach ist er einfach bis zum Ende kein Thema mehr. Lebt er überhaupt noch? Und was hat eigentlich Sebastian mit der ganzen Sache zu tun? Fragen über Fragen, die aber sicherlich keinen Anreiz dafür geben, sich deshalb noch die dritte Staffel anzusehen. Ich hab mir eben mal den Cast von Staffel 3 angesehen, und Harry ist wieder dabei, also wird das wohl doch irgendwie aufgelöst. Sebastian allerdings nicht, also keine Ahnung, was dabei rauskommt.

Noch ein Grund nicht weiter zu sehen ist das eigentlich perfekte Ende, zumindest was den Inhalt betrifft. Denn ja, dem ein oder anderen könnte der Schluss zu kitschig gewesen sein. Ich fühlte mich in dem Moment an Grey’s Anatomy (ach, auch ein ABC-Format^^) erinnert. Aber für mich war das so in Ordnung und wäre wie gesagt der perfekte Abschluss für die Serie.

Vielleicht war es ursprünglich auch mal so gedacht, das weiß ich nicht genau. Aber auch hier finde ich es mal wieder schade, dass aus monetären Gründen immer weiter gemacht wird. Wobei die dritte Staffel nun ja wirklich die letzte sein soll.

So, das war jetzt sehr viel zum Inhalt, aber das war für mich auch das Schlimmste. Trotzdem muss ich noch etwas zum „Auslandsdreh“ in München sagen. Als gebürtige Münchnerin hab ich natürlich sofort gesehen, dass das NICHT München ist. Ist auch klar, das waren vielleicht 10 Minuten einer Folge, dass dafür nicht extra im Ausland gedreht wird. Aber hätte man das Setting nicht trotzdem authentischer gestalten können??! Klar, das Format ist in erster Linie für den US-Markt gedacht, wo vermutlich kaum jemandem auffällt, dass das auf keinen Fall wirklich so in München aussieht. Aber zumindest zu Beginn echte Luftaufnahmen der Stadt zeigen, und nicht von irgendeiner anderen Stadt, das wäre doch schon drin gewesen oder?

Fazit

Ja, leider hat es Staffel zwei von Quantico geschafft, dass ich überhaupt keine Lust auf die dritte habe. Die Story war an vielen Stellen verwirrend, zusammenhangslos und ließ die Stringenz von Staffel 1 missen. Man hat sich nicht nur nichts neues ausgedacht, was man eventuell ankreiden könnte, sondern das alte Konzept sogar noch schlechter umgesetzt. Bei dieser Bewertung spricht wahrscheinlich jetzt mein enttäuschtes Fanzherz, aber ich gebe:

4 von 10 Popcorntüten!

Hat von euch jemand die zweite Staffel Quantico gesehen? Seid ihr auch so enttäuscht oder seht ihr das ganz anders? Schreibt’s mir doch in den Kommentaren! 🙂

 

Winter is coming

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Diese schöne Postkarte habe ich heute beim Aufräumen gefunden. Die wird natürlich niiiiee verschickt, sondern aufgehoben und irgendwann an einem feierlichen Ort aufgehängt 🙂 Hab ich übrigens im EYE Filmuseum in Amsterdam erstanden.

 

Die vor kurzem hierzulande noch bei VOX laufende Serie Take Two soll nicht fortgesetzt werden. Die Krimiserie mit O.C.-California-Star Rachel Bilson in der Hauptrolle wurde von Andrew W. Marlowe und Terri Edda Miller produziert. Diese zeichnen auch für Castle verantwortlich.

Bilson mimte in der Serie eine Schauspielerin, die zur Recherche für eine neue Rolle den Privatermittler Eddie bei seiner Arbeit unterstützen soll. Nach Anfangsschwierigkeiten bilden beide ein gutes Team.

Grund für das Absetzen werden wohl die miesen Quoten sein. Sowohl in den USA als auch hierzulande blieb das Format weit hinter den Erwartungen zurück.

Hat von euch jemand die erste Staffel gesehen? Was sagt ihr zu dem Serien-Aus? Schreibt’s mir doch in den Kommentaren! 🙂

Heute ging ein Raunen durch die deutsche Medienlandschaft: Die ARD gab bekannt, dass die Kultserie Lindenstraße nicht weiter fortgesetzt wird. Nach mehr als 34 Jahren soll vorraussichtlich im März 2020 die letzte Folge gezeigt werden.

Diese Entscheidung wurde bei der Fernsehprogrammkonferenz der Sendergruppe mehrheitlich getroffen. Volker Herres, Programmdirektor Erstes Deutsches Fernsehen, äußerte sich zu dem Entschluss:

„Diese Entscheidung hat sich die Fernsehprogrammkonferenz der ARD nicht leicht gemacht. Denn die ‚Lindenstraße‘ ist eine Ikone im deutschen Fernsehen, die uns seit Jahrzehnten begleitet. (…) Doch wir müssen nüchtern und mit Bedauern feststellen: Das Zuschauerinteresse und unsere unvermeidbaren Sparzwänge sind nicht vereinbar mit den Produktionskosten für eine solch hochwertige Serie. (…) Wir versprechen allen Zuschauern und treuen Fans bis 2020 noch viele interessante Folgen und ein fulminantes Finale.“

Ich habe die Lindenstraße nie gesehen, trotzdem hat mich die Meldung traurig gestimmt. Schließlich war die Serie eine der letzten Institutionen des deutschen Fernsehens. Bleiben wohl nur noch Tatort und GZSZ … Was meint ihr zum Aus der Lindenstraße? Längst überfällig oder eine Fehlentscheidung?

Wie HBO heute in einem veröffentlichten Trailer verkündet hat, soll die finale achte Staffel der Fantasy-Saga Game of Thrones im April 2019 ausgestrahlt werden.

Wenn die Folgen wie gewohnt in den USA sonntags gesendet werden, gibt es sie hierzulande am darauffolgenden Montag zu sehen.

Der veröffentlichte Trailer enthält lediglich Szenen aus den vorherigen Staffel. Er eignet sich also super zum Einstimmen ohne sich spoilern zu lassen.

Wie Amazon Prime bekannt gegeben hat, soll die Serie You are Wanted nach Staffel 2 nicht weiter fortgesetzt werden. Das Format mit Matthias Schweigerhöfer in der Hauptrolle (und von seiner Produktionsfirma produziert) wurde einst als erste deutsche Serieneigenproduktion des Streamdienstes beworben.

Ein Grund für das Aus seien nicht die Abrufzahlen, mit denen sich der Anbieter durchwegs zufrieden zeigt. Schweighöfer habe andere Projekte, weswegen ein Fortführen der Serie nicht möglich sei. Man arbeite aber weiterhin zusammen; so startete vor kurzem die Serie Beat bei Amazon, an deren Produktion Schweighöfers Firma Pantaleon Films beteiligt ist.

Ich habe nur die erste Staffel You are Wanted gesehen. Fand sie auch nicht wahnsinnig schlecht, aber ziemlich durchschittlich. Für die Motivation, die zweite Staffel zu schauen, hat es bei mir schon nicht mehr gereicht. Daher finde ich es auch gut, dass die Serie damit endet. Was meint ihr?