Ex_Machina

http://imgur.com/4loI4Qy

Hallo zusammen! 🙂

Kennt ihr das? Man trifft sich mit jemand zum Film schauen, hat aber so viel zu bequatschen, dass man vom Film kaum was mit kriegt? So ist es mir vor Kurzem mit Ex_Machina ergangen. Wenn ihr wissen wollt, warum mich der Film trotzdem begeistert hat, dann könnt ihr einfach weiter lesen! 🙂

Worum es geht:

Bei einem firmeninternen Wettbewerb gewinnt der 26-jährige Web-Programmierer Caleb und darf als Gewinn den Konzernchef Nathan auf seinem abgelegenen Grundstück in den Bergen besuchen. Schnell wird klar, dass sein Gewinn nicht nur eine Belohnung ist, sondern Caleb Teil eines Experiments mit Künstlicher Intelligenz werden soll. Caleb soll dazu mit dem weiblichen Roboter Ava kommunizieren und eine Beziehung aufbauen. Doch schon bald zeigt sich, welche Gefahren das Experiment mit sich bringt…

Meine Meinung:

Also erstmal sollte der Blick natürlich auf die visuellen Effekte fallen, schließlich hat Ex_Machina dafür 2016 den Oscar erhalten. Ehrlich gesagt kann ich aber leider dazu nicht wirklich viel sagen, weil ich jetzt kein Spezialist auf dem Gebiet bin. Ich fand zumindest, dass diese ganze Technik, die Roboter usw., sehr authentisch dargestellt waren. Vor allem Ava mit ihren gläsernen Körper war schon sehr hübsch anzusehen. Ob der Film damit besser als die anderen Nominierten war, ist natürlich wieder die andere Frage …

Viel mehr als zu den visuellen Effekten kann ich aber zur Handlung sagen. Wie gesagt war ich durch die Gesellschaft an manchen Stellen nur mit dem halben Ohr dabei. Einerseits könnte man sagen, dass ich gar nicht richtig bei der Sache war, andererseits, wenn der Film von Beginn an spannend gewesen wäre, hätte ich mich gar nicht ablenken lassen oder? Tatsächlich fand ich, dass sich über die Hälfte des Films unheimlich hinzieht, was in dem Fall nicht so schlimm war, da ich ja Unterhaltung hatte 😉 Die Charaktere und die gesamte Grundproblematik wird eingeführt, aber richtig spannend ist das nicht. Dennoch merkt man, dass da noch mehr kommen muss, irgendwas ist da, aber die Spannung steigert sich wirklich sehr langsam.

Gegen Ende hin kommt es dann aber zum richtigen Höhepunkt und das macht meiner Meinung nach trotz der trockenen Passagen zuvor alles wieder wett. Für mich kam die Wendung komplett unerwartet und dementsprechend fasziniert war ich davon. Plötzlich machte alles Sinn und mir wurde bewusst, wie genial der Titel gewählt ist.

Betrachtet man das überraschende Ende, ist auf alle Fälle auch die Schauspielleistung, vor allem von Alicia Vikander, zu loben. Hätte echt nicht gedacht, dass es so ausgeht. Natürlich wirft der Film auch auf außerfiktionaler Ebene interessante Fragen auf. Werden Roboter irgendwann den Menschen ersetzen? Werden sie wie Menschen denken, fühlen und handeln können? Und wollen wir das überhaupt bzw. kann das gut sein?!

Ich kann mir vorstellen, dass viele dem Film ankreiden, dass er lange etwas lahm ist. Aber meine Meinung ist: Haltet durch, wartet das Ende ab und ihr werdet nicht enttäuscht sein!

Fazit:

Ex_Machina ist mit Abstrichen ein empfehlenswerter Film. Ich liebe es einfach, wenn Handlungen so geniale, unerwartete Wendungen enthalten. Dafür nehme ich auf langweilige Passagen in Kauf.

7/10 Popcorntüten!


Wie hat euch Ex_Machina gefallen? Macht das Ende die langweiligen Teile wieder gut oder muss für euch das Gesamtpaket stimmen?

Schreibt’s mir doch in den Kommentaren! 🙂

Werbeanzeigen

Lost – Review

 

lost_tv_series_widescreen-wide

Hallo zusammen! 🙂

Ja, ich hab es geschafft … ich bin endlich mit Lost durch. Wobei endlich positiv klingt, dabei sind meine Gefühle ambivalent. „Endlich“ im Sinne von „Juhu“, weil solche Mamut-Serien unheimlich viel Zeit rauben und ich Probleme hab, mehrere Serien gleichzeitig zu sehen. Aber ich blicke natürlich auch mit einem weinenden Auge auf das Ende der Serie, schließlich fehlt etwas, wenn das monatelange abendfüllende Programm zu Ende ist…Mal sehen, mit was ich diese entstandene Lücke füllen werde. Aber für genug Nachschub ist eigentlich gesorgt…

Denn momentan sind Serien wohl auf ihrem absoluten Erfolgshöhepunkt. Dank Produktionen wie Breaking Bad, The Walking Dead oder Game of Thrones wechseln sogar eingefleischte Film-Fans zum seriellen Schauen. Und immer weiter sprießen neue interessante Formate aus dem Serienboden, sodass uns dieser Spaß wohl noch lange Zeit erhalten bleibt.

Gerade deshalb stand ich Lost zunächst eher kritisch gegenüber. Kann eine Serie, die nun schon 10 Jahre auf dem Buckel hat, wirklich so fesselnd sein, wie die aktuellen Produktionen?! – Ja, sie kann es.

Eigentlich bin ich nur zu Lost gekommen, weil ich mich wegen der Uni eingehender mit Robinsonaden beschäftigt habe. Und da ich gerne Serien schaue und Lost eine Robinsonade ist, war der nächste Schritt ziemlich naheliegend. Es ist natürlich schwer, so eine umfangreiche Serie zu reviewen (immerhin sind es 6 Staffel, mit insgesamt 121 Folgen á ca. 43 Minuten). Auch um Spoiler zu vermeiden, versuch ich es eher allgemeiner zu halten.

Worum es geht:

Der Oceanic Flug 815 stürzt auf dem Weg von Sydney nach Los Angeles über einer Insel ab. Fortan versucht die Gruppe der Überlebenden rund um den Chirurgen Jack Shepard auf der Insel zu überleben und vor allem gerettet zu werden. Doch recht schnell stellt sich heraus, dass es keine gewöhnliche Insel ist und, dass sie nicht ganz so einsam ist, wie eingangs vermutet …

Meine Meinung:

Hinter der Fassade einer typischen Robinsonaden getarnt, ist Lost ein spannendes Mystery-Drama. Die Serie spielt mit verschiedenen Realitätsebenen und lässt nicht nur die Inselbewohner, sondern vor allem den Zuschauer oft im Unklaren, was Wirklichkeit und was Traum, was Zukunft, Gegenwart und Vergangenheit ist. Teilweise lautet die häufigste Frage der Charaktere nicht „Wo sind wir?“ sondern „Wann sind wir?“. Bis zum Schluss spielt die Serie mit dieser allgemeinen Verwirrung und schafft es dadurch auch den Zuschauer zum Nachdenken anzuregen: Gibt es nur das, was wir sehen, oder steckt dahinter viel mehr?

Die Serie führt die Charaktere sehr spannend und umfangreich ein. Von Folge zu Folge wird das Bild von jeder einzelnen Figur detailierter. Durch Rückblenden erfährt der Zuschauer, wer die Leute waren und warum sie in dem Flugzeug gelandet sind. Während die Rückblenden in die Vergangenheit noch logisch erfassbar sind, beginnen irgendwann ab Staffel 3 oder 4 Vorausdeutungen in die Zukunft. Wobei man nie was, ob es sich um wirkliche Zukunft oder mögliche Zukunft handelt.

Auf die einzelnen Charaktere möchte ich an dieser Stelle nicht genauer eingehen. Das würde den Umfang wohl komplett sprengen. Bei vielen wie zum Beispiel John Lock oder Sawyer weiß man nie genau, ob sie zu den Guten oder zu den Bösen gehören und was ihre eigentlichen Beweggründe sind. Ich find es sehr interessant, wie eigentlich jede Person im Laufe der Zeit eine Entwicklung durchmacht; wohl keiner ist am Ende der, der er zu Beginn der Serie war – nicht mal Ben bleibt seiner Linie treu. Was die Charaktere betrifft, hat mich einzig dieses Liebes-Hick-Hack in der Konstellation Jack-Kate-Sawyer gestört. Dieses Hin und Her von großer Liebe für den einen zu großer Liebe für den anderen, konnte ich nicht so ganz nachvollziehen. Wahrscheinlich sollte dadurch Spannung mit rein kommen, aber wegen mir hätten sich die Macher das auch sparen können.

Da ich von einem Blogger gebeten wurde, noch ein paar Worte zum Serien-Ende zu sagen (natürlich spoilerfrei):

Das Ende ist wie die ganze Serie extrem verwirrend. Eigentlich dachte ich bis kurz vor Schluss, es gäbe doch eine Art Happy End, aber im letzten Moment mit dem Blick in Jacks Augen wurde dann alles über den Haufen geworfen. Und wieder stellt sich die Frage was Realität und was Traum ist...Einerseits wünscht sich wahrscheinlich jeder Lost-Fan, dass zumindest am Ende endlich mal alles aufgelöst und Tacheles geredet wird. Andererseits wäre Lost nicht Lost, hätte es ein eindeutiges Ende gegeben. Letztendlich zeigt das Ende wohl die Verwobenheit von Realität und Traum in Perfektion.

Was mich gestört hat, war, dass bis zum Ende nicht abschließend aufgelöst wurde, was eigentlich die Rolle von Charles Widmore war. Ständig wurde um ihn so bedeutungsträchtig herumgeredet, dass ich dachte, er wäre der Insel-Gott in Person, und dann gab es doch keine Auflösung, warum er als so wichtig eingeführt wurde.

Fazit:

Lost hat sich bei mir von einem anfänglich „schau ich mal, weil Robinsonade“ sehr schnell zu einer meiner Lieblingsserien gemausert. Die Serie ist durchwegs spannend, auch wenn es immer wieder Folgen gibt, die einen durchatmen lassen. Aber die Grundfrage nach der Auflösung dieses Mysteriums bleibt über die ganzen Staffeln erhalten.

Alle Serien-Fans, die Lost noch nicht kennen, sollten sich die Serie unbedingt ansehen, denn sie kann locker mit den aktuell gehypten Formaten mithalten. Lasst euch nicht täuschen von der Fassade, in Lost steckt viel mehr als nur ein paar Leute, die auf einer einsamen Insel überleben wollen. Hier erwartet euch kein „Herr der Fliegen“-Revival, sondern ein mysteriöses Spiel mit Wirklichkeitsebenen.


 

Seit ihr auch Lost -Fans oder konnte euch die Serie bisher noch nicht reizen? Wenn ja, wie hat sie euch gefallen? Und was haltet ihr vom Ende?

Schreibts‘ mir doch in den Kommentaren! 🙂

 

Matrix – Review

matrix_poster_us5

Hallo zusammen! 🙂

Ich gestehe, ich bin vermutlich der einzige bzw. der einzige filmbegeisterte Mensch, der bis gestern noch nie Matrix gesehen hat. Ich weiß auch nicht wie es dazu kommen konnte. Als der Film raus kam, war ich erst 6, als ich älter war, kannte jeder schon den Film und ich hab mich nicht getraut meine Unkenntnis zuzugeben und selbst hatte ich irgendwie auch nie die Gelegenheit, den Film zu sehen. Es gab immer wieder andere Streifen, die ich in dem Moment spannender fand, und so verstrich Jahr für Jahr, ohne, dass ich in die Matrix eintauchen konnte. Bis gestern Abend.

Samstagabend. Langweile. Im Fernsehen nur Schrott (Wer schaut bitte noch DSDS?!). Bei Amazon nichts neues, seit Wochen die selben Filme. Und da war sie auf einmal, die Gelegenheit: Mir lachte das Cover von Matrix entgegen und ich drückte auf „Jetzt ansehen“.

Ich denke ich halte mich nicht lange mit dem Inhalt auf, da ihr ja alle bestimmt eh wisst, worum es geht 😉

Meine Meinung:

Klar, ich kannte bereits Ausschnitte aus Matrix und irgendwelche Zitate, Anspielungen usw. Da kommt man einfach nicht drum rum. Trotzdem hat es sich auf alle Fälle gelohnt, den Film zu sehen. Einiges ergibt erst einen Sinn, wenn man den Film sieht. Z.B. hab ich „follow the white rabbit“ schon häufiger irgendwo gelesen, ohne zu wissen was das soll. Erst jetzt weiß ich, dass es wohl eine Matrix-Anspielung ist. Auch hab ich mich gefragt, ob es irgendeinen Zusammenhang mit Keanu Reeves neuen Film Knock Knock gibt. Ist mir zumindest direkt aufgefallen, als das auf Neos Bildschirm stand. Naja aber zum Film:

Es ist wirklich ein sehr guter Sci-Fi-Actionfilm, der genau die richtige Mischung von beiden Komponenten hat und somit nie langweilig wird. Immer, wenn es mir ein bisschen zu viel Sci-Fi wurde, kam eine super Action-Szene und schon war wieder Schwung drin 🙂 Matrix hat mich bis zum Schluss gut unterhalten, aber auch zum Nachdenken angeregt. Der Film spielt auf interessante Art mit der Frage was Realität, was Wirklichkeit, was Traum und was Fiction, was Schein und was Sein ist. Auch wenn die Dystopie, wie sie dort gezeigt wird, wohl doch eher abwegig ist, frag ich mich schon des Öfteren, ob es nur das gibt, was wir sehen, was wir für echt halten, oder ob es da noch viel mehr gibt.

Trotz des durchaus positiven Eindrucks, gibt es zwei Punkte, die mich gestört haben.

  1. Ich fand die Lovestory zwischen Neo und Trinity etwas erzwungen und dadurch doch irgendwie zu kitschig. Ich mein als Mädchen schau ich mir ab und an schon gerne so richtige Herz-Schmerz-Filme an, aber in einem Film wie Matrix hätte man das m.E. auch weglassen können. War mir irgendwie zu viel.
  2. Am Anfang wird irgendwie nicht ganz deutlich, warum Neo nächtelang vor seinem PC sitzt und auf irgendeine Botschaft wartet. Eine Vorahnung? Weil er der Auserwählte ist? Oder wurde er schon vorher von Morpheus kontaktiert? Das kommt meiner Meinung nicht so gut im Film raus oder ich hab es schlichtweg übersehen.
Fazit:
Ja, es ist wahr, Matrix sollte man auf alle Fälle gesehen haben. Ein spannender Sci-Fi-Actionfilm mit interessanten Charakteren und guten Action-Szenen. Auch wenn er mir gut gefallen hat, werde ich ihn nochmal wahrscheinlich nicht ansehen, aber ich freue mich schon auf die beiden nächsten Teile 🙂
Wie steht ihr zu Matrix? Absolutes Muss oder überbewertet? Wie hat euch der Film gefallen? Schreibst mir doch in den Kommentaren! 🙂
8 von 10 Popcorntüten!

Remember, remember the fifth of November – V wie Vendetta

V

Hallo zusammen! 🙂

Kürzlich hab ich mich an den Film mit dem unheimlichen Maskenmann ran getraut. Irgendwie habe ich bisher einen Bogen um den Film gemacht, aber weil ich gerne I’m Legend auf DVD haben wollte und es bei medimops eine Sci-Fi-Box mit I’m Legend, Die Insel und V wie Vendetta relativ günstig gab, hab ich einfach die ganze Box bestellt.

Worum es geht:

Im Großbritannien eines Paralleluniversums stellt sich ein maskierter Friedenskämpfer namens „V“ (Hugo Weaving) einem totalitären Regime unter Leitung des Kanzlers Sutler (John Hurt) entgegen und kämpft mit terroristischen Mitteln gegen die führenden Mitglieder. Dabei schreckt er auch vor Mord nicht zurück. Als die junge Evey (Natalie Portman) ihn nach einer seiner Aktionen rettet, findet er mit ihr die Chance auf eine Verbündete. Die hat er auch bitter nötig, denn inzwischen sind auf Wunsch des Kanzlers Inspector Finch (Stephen Rea) und sein treuer Assistent Dominic (Rupert Graves) auf den Fall des als Terroristen bezeichneten Regimegegners „V“ angesetzt… (filmstarts)

Meine Meinung:

Hinter V wie Vendetta verbirgt sich eine gut gemachte Dystopie, die zeigt, dass Widerstand nicht immer zwecklos ist. Der Film hat mich berührt und zum nachdenken gebracht. Oft ist es ja so, dass man einen Film rein zur Unterhaltung sieht und keine tiefgreifendere Bedeutung oder Botschaft erwartet. Mit dieser Einstellung bin ich auch an V wie Vendetta ran gegangen, ich hatte nicht erwartet, dass es bei dem Film um Faschismus-Kritik geht. Vielleicht vorher mal die Beschreibung durchlesen 😉

Gerade deshalb war ich wohl so positiv überrascht. Ich fand einige Stellen schockierend und verstörend, besonders die Folter. Andererseits haben mich genau diese Szenen stark berührt. Besonders lobend hervorzuheben ist die Leistung von Natalie Portman. Ich hab sie als Schauspielerin gar nicht so auf den Schirm, in Black Swan hat sie mir beispielsweise nicht so gut gefallen. Aber hier hat mich ihre schauspielerische Leistung total abgeholt. Wirklich gut gemacht.

Der Film ist bestimmt von einer durchgehend düsteren, mysteriösen Stimmung. Zu Beginn ist nicht klar, ob V zu den Guten oder zu den Bösen gehört, da seine Mittel teilweise ziemlich radikal sind. Doch für den Umsturz des Regimes muss es Opfer geben, das Ziel ist entscheidend, nicht der Weg dorthin.

Fazit:

V wie Vendetta schockiert, fesselt und rüttelt wach. Es ist keine klassische Superhelden-Comic-Verfilmung, sondern eine tiefgründige Dystopie, die ein gar nicht so unwahrscheinliches Zukunftsszenario (man denke an die NS-Vergangenheit) aufzeigt.

Der Film ist absolut empfehlenswert. Wer Lust auf eine tiefgründige Geschichte und keinen oberflächlichen Blockbuster hat, ist hier genau richtig! 🙂

9 von 10 Popcorntüten!

Kennt jemand von euch den Film? Wie hat er euch gefallen?

The Man in the High Castle – Folge 1

the-man-in-the-high-castle-1024x576-1cc215d7c88acfb11

Hallo zusammen! 🙂

Vor einigen Wochen hab ich einen Artikel auf Spiegel Online  zu The Man in the High Castle gelesen und war direkt angefixt. Schließlich musste ich mich im Studium schon häufig mit dem 20. Jahrhundert und der NS-Zeit auseinander setzen und bin deshalb an historischen Themen interessiert.

Also ungeduldig bis zum 18. Dezember gewartet, da ist nämlich die deutsche Version von The Man in the High Castle bei Amazon Prime angelaufen.

Hier meine ersten Eindrücke

Worum es geht:

Die Handlung der Dystopie ist im Jahr 1962 angesiedelt und behandelt eine alternative Geschichtsschreibung, bei der Deutschland und Japan den Zweiten Weltkrieg gewonnen haben. Nach dem Sieg wurden die USA besetzt und unter den beiden Siegermächten aufgeteilt. Im Westen sind die Japanese Pacific States angesiedelt; der gesamte Osten ist vom Großdeutschen Reich besetzt. Zwischen beiden Zonen befindet sich ein neutrales Gebiet, das sich Rocky Mountain State nennt und als Pufferzone dient.

Im Zentrum der Handlung stehen der Nazi-Spion Joe Blake, der jüdische Flüchtling Frank Frink und seine Freundin Juliana Crain, beide aus den Japanese Pacific States.

Wie in der ersten Folge außerdem anklingt, scheint eine weitere geopolitische Krise bevorzustehen, weil Hitler schwer krank ist und seine potentiellen Nachfolger eine Annexion der japanischen Gebiete im Sinn haben.

Außerdem wird thematisiert, dass es eine antifaschistische Widerstandsbewegung im Untergrund gibt, die unter größter Geheimhaltung agieren muss, weil ihren Unterstützern Folter und Ermordung drohen.

Meine Meinung:

Zuerst war es ziemlich befremdlich überall Hakenkreuze zu sehen. Besonders skuril war es, als ein NS-Soldat munter in einer TV-Show fragen beantwortet. Schließlich sind wir bereits in den 60ern, das Show-Bizz, Hollywood und die Popkultur entwickeln sich trotz der Besatzung durch die Nazis und so schleichen sich zu altbekannten Bildern aus dem kulturellen Gedächtnis überall Hakenkreuze und andere NS-Symbolik mit ein. Zunächst ziemlich verwirrend, aber irgendwie auch wieder interessant.

Die Handlung hat anfangs ein wenig dahingeplätschert, aber das ist auch klar, es war nicht langweilig oder so, aber es braucht eben seine Zeit, bis alle wichtigen Personen erstmal eingeführt sind und die Grundthematik erklärt wurde. Die Spannung hat sich aber auf alle Fälle im Laufe der Folge gesteigert und der Schluss hat eine überraschende Wendung mit sich gebracht.

Ich will definitiv wissen, wie es weiter geht; das Ende hat Lust auf mehr gemacht und einen ersten richtigen Spannungsbogen aufgebaut.

Fazit:

Die erste Folge von The Man in the High Castle ist im großen und ganzen gut gelungen. Der Plot ist interessant und Mal was neues, innovatives auf dem Serien-Markt.

Ich freu mich auf mehr! 🙂

 

Wie sieht’s mit euch aus? Habt ihr schon etwas von der Serie gesehen? Wie hat sie euch gefallen?

 

.Review: Der Marsianer – Rettet Mark Watney

Letzte Woche habe ich es endlich auch noch in Der Marsianer geschafft, bevor er wieder von unseren Kinoleinwänden verschwindet.

Wer wissen will, wie mir der Film gefallen hat, sollte einfach weiterlesen! 🙂

Zum Inhalt:

Nach zahlreichen Reviews und Beitragen zu dem Film, sollte der Inhalt mittlerweile eigentlich jedem Filmfan bekannt sein. Trotzdem hier nochmal eine kurze Zusammenfassung, der Vollständigkeit halber:

Der Astronaut Mark Watney (Matt Damon) befindet sich mit seiner Crew auf der Mission Ares 3 auf dem Mars. Während eines Sturms wird er von einem Trümmerteil erfasst und für tot gehalten. Da niemand mit seinem Überleben rechnet, fliegt die übrige Crew zurück Richtung Erde. Aber Mark lebt und muss sich alleine auf dem Mars durchschlagen. Das Problem: Er hat nur kaum Nahrung, kann nicht mit der NASA kommunizieren und bis jemand bei ihm auftaucht, dauert es vier Jahre. Mit Einfallsreichtum und unendlichem Überlebenswillen meistert Mark zahlreiche Rückschläge und Hindernisse. Immer mit der Hoffnung, doch noch gerettet zu werden …

Meine Meinung:

Als ich von dem Film bzw. Roman gehört habe, konnte ich mir nur schwer vorstellen, was daran so aufregend sein soll. Ein Mann der auf dem Mars allein festsitzt und irgendwie wieder zurück kommen muss – sicher interessant, aber den Hype darum konnte ich mir im ersten Moment nicht erklären. Letztendlich hat mich genau dieser Rummel um die Geschichte letztendlich aber dazu bewegt, ihn mir doch anzusehen. Da sich bei mir die Bücher momentan meterhoch stapeln, konnte ich leider vorher nicht den Roman von Andy Weir lesen. Eigentlich mach ich das immer lieber, bevor ich den Film sehe.

Auch musste ich erstmal meine actionverliebten Kinomitgänger von dem Film überzeugen, schließen konnten sie mit dem Plot noch weniger anfangen als ich. Ich war mehr als skeptisch, ob der mehr als zweistündige Film wirklich die Spannung aufrecht erhalten kann.

Nachdem ich ihn nun endlich gesehen habe, kann ich sagen: er hat es geschafft.

Der unsägliche Eifer und Überlebenswille mit dem Mark immer wieder aufsteht und nicht aufgibt hat mich dabei am meisten fasziniert. Auf alle Fälle eine eindeutige Botschaft an alle Erdbewohner, die schon bei der kleinsten Krise den Kopf in den Sand stecken. Obwohl man sich fragen muss, ob Marks Verhalten wirklich realistisch ist. Es gibt bei ihm kaum Anzeichen von Verzweiflung oder Depression. Ganz im Gegenteil: Auch in der ausweglosesten Situation hat Mark noch einen Witz auf Lager. Ich bin mir nicht sicher, ob es wirklich Menschen gibt, mit so einem stabilen Charakter.

Sonst fand ich, dass die NASA ein wenig idealisiert wurde. Summen wurden eigentlich nie genannt, aber was die alles auf die Beine gestellt haben, um einen Mann vom Mars zu retten … also rein aus wirtschaftlicher Sicht eher unlogisch. Genauso wusste ich nicht genau, warum die chinesische Luftfahrtorganisation zur Hilfe eilt. Sollte damit eine politische Botschaft gesendet werden? Positiv oder negativ für China? Schließlich wurde ja auch gezeigt, wie sie den Start ihrer Rakete inszeniert und medienwirksam umgesetzt haben, was dann doch eher auf eigennützige Ziele hindeutet.

Neben Marks Einfällen und Tüfteleien haben mich auch die landschaftlichen Aufnahmen fasziniert. Besonders cool fand ich auch den Blick vom Raumschiff der Crew ins Weltall. Also wenn das in Wirklichkeit auch so schön ist, sollte ich mir meinen Berufswunsch nochmal überlegen …^^

Besonderes Highlight und zugleich Running Gag war die musikalische Untermalung der Szenen. Mark hat allein die 80er-Jahre-Musik seiner Kommandantin Lewis zur Verfügung, was ihn regelmäßig zur Weißglut treibt und er auch immer wieder zu monieren hat. So sorgt vor allem die Musik neben Marks regelmäßigen Scherzen für Auflockerung.

3D war für diesen Film total unnötig und rausgeschmissenes Geld. Ich bin eh kein Fan von 3D und hab mich schon vorher gewundert, dass der Film in 3D angeboten wird. Ist ja schließlich nicht der klassische Action-Film. Leider hat das Provinzkino bei mir um die Ecke den Film nur in 3D angeboten, sonst hätte ich auf alle Fälle 2D genommen. Erwartungsgemäß hat es das auch wirklich nicht gebraucht. Ab und an sind mir ein paar Sterne oder das Raumschiff entgegen geflogen, sonst hatte ich am Ende von der 3D-Brille nur Abdrücke an der Nase…^^

Fazit:

Der Film hat mich durchwegs unterhalten und es kam mir nicht wie über 2 Stunden vor. Matt Damon spielt seine Rolle überzeugend, wobei ich denke, dass auch andere Schauspieler dafür passend gewesen wären.

Auf alle Fälle fand ich es auch schön mal einen ganz anderen Plot zu sehen, als die ganzen Sciene-Fiction-Filme, die sonst so auf den Markt kommen.

Ist Der Marsianer den Hype wert? – Auf alle Fälle sollte man ihn sich ansehen. Ein weltbewegender, noch nie dagewesener Film ist er trotzdem für mich nicht.

Und definitiv nicht in 3D zu empfehlen!