Ein Mann namens Ove

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Hallo zusammen! 🙂

Heute gibt’s endlich mal wieder eine Review von mir. Eigentlich wäre ich schon bei zwei, denn die zu diesem Beitrag habe ich eben fertig gestellt. Aber irgendwie hat mein wordpress gesponnen, nicht automatisch gespeichert und alles war weg -.-

Na gut, vielleicht wollte mir das Universum auch nur ein Zeichen geben, dass der Beitrag Mist war 😀 Also auf ein neues, vielleicht jetzt etwas knapper ^^

Worum es geht:

Der alte Griesgram Ove sorgt in seiner Wohnsiedlung für Recht und Ordnung. Schließlich muss ja jemand aufpassen, dass alle richtig parken, kein Hund auf den Gehweg macht und niemand in der Siedlung mit dem Auto fährt (Verboten!!!). Als Ove seinen Job bei der Bahn verliert, den er seit seiner Jugend ausgeübt hat, sieht er keinen Sinn mehr in seinem Leben. Er will sein Dasein deshalb beenden. Doch jedes Mal, wenn er einen Versuch unternimmt, wird er dabei unterbrochen. Besonders der kinderreichen, jungen Familie, die nebenan neu eingezogen ist, muss Ove erst einmal alle Regeln beibringen, bevor er seinem Leben ein Ende setzen kann.

Meine Meinung:

Auf den Film bin ich durch verschiedene Blogs hier aufmerksam geworden, die bei ihren Top-10-Rankings für 2016 ihn aufgelistet hatten. Davor habe ich davon eigentlich gar nichts gehört. Ich finds besonders lustig, dass er jetzt noch zu den Oscar-Nominierten zählt, denn eigentlich sehe ich nominierte bzw. Preisträger-Filme meist er nach der Verleihung.

Als „Bester fremdsprachiger Film“ kann ich die Nominierung auch noch nachvollziehen aber Make up? Klar, an Rolf Lassgård wurde schon ganz schön was gemacht, aber dafür gleich einen Oscar? Naja, sei mal dahingestellt.

Mit der anderen Kategorie bin ich dagegen sehr zufrieden, denn für mich ist es der beste „Schweden-Film“, den ich bisher gesehen habe. Es ist eigentlich mehr Tragisches als Komödiantisches dabei, aber die Mischung ist hier wirklich gelungen. Ich finde den Film sehr ehrlich und authentisch, denn wer kennt nicht diese alte miesgelaunten Leute, die alles zu ernst und streng nehmen? Es war wirklich berührend, von Oves Schicksal zu erfahren.

Dieser Blick in die Vergangenheit ist dabei besonders gelungen. Denn die Rückblenden in Momenten seiner Selbstmordversuche waren gut in die allgemeine Handlung eingebunden. Klar, irgendwie war es vorhersehbar, dass der alte Mann nicht den ganzen Film so schlechtgelaunt bleibt und die Familie von nebenan neuen Sinn in sein Leben bringt, aber ich denke, man muss das Rad nicht immer neu erfinden. Und für mich hat das hier wirklich gut funktioniert. Immer, wenn der Film einen besonders runtergezogen hat, folgte eine komödiantische Brechung, die sich häufig aus Oves starrer Regelhörigkeit ergab.

Fazit:

„Ein Mann namens Ove“ ist zurecht einer der Anwärter auf den Oscar. Der Film hat mich voll abgeholt, vor allem, weil er echt und ungekünstelt war. Menschen wie Ove gibt es überall, und es hat nochmal bewusst gemacht, dass man sich öfter mal Fragen sollte, was dahinter steckt.

8 von 10 Popcorntüten! 🙂

Wer von euch hat den Film gesehen? Wie hat er euch gefallen? Schreibt’s mir doch in den Kommentaren! 🙂

 

 

 

 

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Der ganz normale Wahnsinn – Working Mum

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Hallo zusammen! 🙂

Juhu, endlich hab ich mal wieder einen Film gesehen. Weil ich Revenge nicht mehr so einfach schauen kann (danke Amazon -.-) und ich Urlaub hatte, war die Gelegenheit für einen Film günstig. Ich hatte Lust auf leichtes Popcorn-Kino und hab mich für Working Mum mit Sarah Jessica Parker entschieden.

Worum es geht:

Kate Reddy ist nicht nur erfolgreiche Investmentbankerin, sondern auch Ehefrau und Mutter von zwei Kindern. Trotz der enormen Herausforderung schafft sie es, Job und Privatleben unter einen Hut zu bringen, sodass keiner zu kurz kommt. Als sie ein lukratives Projekt in New York an Land zieht und auch ihr Ehemann wieder beruflich stärker eingebunden ist, werden ihr Organisationstalent und ihre Ehe auf eine harte Probe gestellt.

Meine Meinung:

Der Film hat mir zu 100% das geliefert, was ich von ihm erwartet habe. Unterhaltsames Popcorn-Kino ohne Tiefgründiges. Einfach nur ein netter Film, bei dem man für 90 Minuten abschalten kann.

Wer glaubt, das gezeigte hätte irgendwas mit der Realität zu tun, liegt sicherlich falsch. Kate ist immer perfekt zurechtgemacht und nie schlecht gelaunt. Bei ihrem Pensum fragt man sich natürlich, woher sie die Zeit fürs Styling nimmt. Noch dazu hat sie eine Nanny, die den ganzen Tag auf die Kinder aufpasst. Den Luxus können sich trotz gut bezahlten Job wohl nur die wenigsten Mütter leisten.

Trotzdem, ich wollte ja nicht wissen, wie es berufstätigen Müttern geht, sondern nur unterhalten werden. Dafür ist Sarah Jessica Parker genau richtig, sie passt zu Filmen mit leichter Kost und ihr Spiel bereitet mir eigentlich immer Freude. Pierce Brosnan wurde seine Rolle als attraktiver Geschäftsmann wie auf den Leib geschnitten und auch an der restlichen Besetzung hab ich wenig auszusetzen.

Allgemein kann ich nur wenig meckern, der Streifen liefert, was er verspricht und damit bin ich auch schon glücklich.

Fazit:

Schöner Film für einen entspannten Abend, um sich einfach ein wenig berieseln zu lassen und den Kopf auszuschalten.

7 von 10 Popcorntüten!

Honig im Kopf

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Hallo zusammen! 🙂

Nach über einem Jahr haben es meine Mama und ich endlich geschafft, Honig im Kopf zu sehen. Bisher war irgendwie nie die Gelegenheit dazu, Anlass jetzt die DVD, die meine Mama zu Weihnachten bekommen hat.

Wir haben in der Familie einen Alzheimer-Fall gehabt, und uns gefreut, dass das Thema filmisch aufgearbeitet wird.

Wie mir der Film gefallen hat, erfahrt ihr, wenn ihr weiter lest! 🙂

Worum es geht:

Tildas geliebter Großvater Amandus erkrankt an Alzheimer. Er  wird durch die Krankheit immer vergesslicher und kann zunehmend nicht mehr alleine leben. Niko, Tildas Vater und Amandus‘ Sohn, sieht als einzige Lösung einen Platz im Seniorenheim und macht sich deshalb auf die Suche nach einer Einrichtung. Tilda akzeptiert die Entscheidung ihres Vaters nicht und entscheidet sich kurzer Hand, mit ihrem verwirrten Opa nach Venedig zu fahren.

Meine Meinung:

Der Film war so vielversprechend, die Trailer und vorab gezeigten Szenen haben so Lust auf Honig im Kopf gemacht, dass die Enttäuschung leider umso größer war.

Ich find die Darstellung der Krankheit und der Umgang damit ist gut gelungen und stimmt so ziemlich mit meinen eigenen Erfahrungen überein. Leider fehlt dem Film darüber hinaus aber jegliche Spannung. Das Ziel der ganzen Handlung bleibt mir eigentlich ziemlich unklar. Klar, Tilda will nicht, dass ihr Opa ins Heim kommt und bringt ihn in einer Kurzschlussreaktion nach Venedig. Aber reicht das für ein gewisses Maß an Spannung aus? Bei den anderen Schweiger-Filmen wie Keinohrhasen gab es immerhin die Frage, ob die beiden zusammen kommen und wie diese Liebesgeschichte aus geht. Aber bei Honig im Kopf? Durch diesen fehlenden Spannungsaufbau hat sich der Film ins unendliche gezogen. Ich hab vorher nicht auf die Filmlänge geschaut, dementsprechend wurde ich immer ungeduldiger auf meinem Sessel, als es nach 2 Stunden immer noch nicht fertig war. Hätte ich allein geschaut, hätte ich den Film wahrscheinlich abgebrochen.

Ich fand auch die Chronologie-Brechung nicht besonders gelungen. Zu Beginn wird gezeigt, wie Tilda und Amandus in Bozen von der örtlichen Polizei gejagt werden, weil Tilda die Notbremse des Zugs gezogen hat. Danach kommt erst die Vorgeschichte (die allein dauert mindestens 1,5 Stunden) und dann nochmal die Anfangsszene die dann weiter geführt wird (mind. nochmal 30-45 Minuten). Ich frag mich, warum der Film überhaupt so aufgebaut wurde … für die Spannung? Also das hat definitiv nicht geholfen.

Auch die eingebauten komischen Momente konnten den Gesamteindruck des Films leider nicht verbessern. Für mehr als ein leichtes Schmunzeln haben sie bei mir nicht gesorgt. Vermutlich, weil die lustigsten Szenen schon im Trailer oder sonstigen Vorab-Szenen vorweg genommen wurden. Ich hab zumindest das Meiste davon schon vorher gesehen.

Insgesamt weiß ich nicht, ob ich den Film vielleicht nur so enttäuschend fand, weil er vorher so aufgebauscht wurde und meine Erwartungshaltung dementsprechend hoch war. Gut hätte ich ihn wahrscheinlich auch ohne den Hype nicht gefunden, aber die maßlose Enttäuschung wär mir erspart geblieben.

Fazit:

Leider hält Honig im Kopf nicht, was er verspricht. Die Krankheit wird treffend gezeigt, aber im Bemühen darum verpasst es Schweiger, Spannung aufzubauen. Schade!

5 von 10 Popcorntüten!

 

Was haltet ihr von Honig im Kopf? Hat er euch besser gefallen als mir oder könnt ihr meine Eindrücke bestätigen?

Schreibt mir gerne einen Kommentar! 🙂

Terminal (2004)

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Hallo zusammen! 🙂

Vor kurzem hab ich den wunderbar erfrischenden Film Terminal mit Tom Hanks und Catherine Zeta-Jones gesehen, den ich euch nur wärmstens ans Herz legen kann! 🙂

 Viktor Navorski (Tom Hanks) befindet sich gerade auf dem Flug nach New York City, als sein Heimatland Krakosien mit dem Ausbruch eines Bürgerkriegs jegliche diplomatische Anerkennung verliert. Da Navorski ohne gültige Papiere weder in die USA einreisen darf, noch den Rückflug in das Krisengebiet antreten kann, wird das Flughafen-Terminal gezwungenermaßen zu seinem neuem Zuhause. Jeden Tag versucht Navorski, der zu Beginn kaum Englisch spricht, aufs Neue, das Terminal verlassen und die USA besuchen zu dürfen. Während er über Monate hinweg kreativ versucht seinen Alltag im Terminal zu gestalten, freundet sich Navorski mit den Flughafenangestellen an und verliebt sich in die Stewardess Amelia. (moviepilot)

Ich bin ohne große Erwartungen an den Film ran gegangen. Die Beschreibung klang ganz gut und es war einer der wenigen Filme mit Tom Hanks, den ich bisher noch nicht gesehen habe. Ich hab mich auf einen Film der Kategorie „ganz nett“ eingestellt und war dann wirklich mehr als positiv überrascht. Es gibt schon Gründe, warum Tom Hanks zu meinen absoluten Lieblingsschauspielern gehört … er hats einfach drauf 😀 Die Rolle passt super gut zu ihm, er schafft ein besondere Art von Situationskomik allein mit Mimik und Gestik, da braucht es gar nichts künstlich Konstruiertes. Es ist einfach total amüsant wie Navorski mit seinen paar Brocken Englisch die für ihn fremde Welt kennenlernt.

Die gut zwei Stunden sind wirklich wie im Flug vergangen. Das einzige, was ich bereue: Dass ich Terminal nicht schon viel früher gesehen habe. Vielleicht ist diese Art von Humor nicht für jeden etwas, aber ich denke eigentlich deckt der Film ein relativ großes Spektrum ab.

Zu den komischen Elementen wird außerdem über den ganzen Film eine gewisse Spannung erzeugt, weil man einfach wissen möchte, was in dieser Box ist, die Navorski die ganze Zeit mit sich rumschleppt. Die Auflösung am Ende fand ich wirklich süß und irgendwie auch passend zu der allgemeinen Stimmung im Film.

Ich hab mich super unterhalten gefühlt und kann Terminal wirklich jedem empfehlen.

Wer einfach Lust auf einen lustig-unterhaltsamen Film hat, ohne viel Schnickschnack und Künstlichkeit, der ist bei Terminal genau richtig! 🙂

Kennt jemand von euch den Film? Hat er euch auch so gut gefallen wie mir? 🙂