Film/ Bird Box

Hallo zusammen! 🙂

Es ist gar nicht so einfach, gute Dystopien in Filmform zu finden. Umso schöner, dass Netflix mit dem postapokalyptischen Thriller Bird Box etwas neues in der Richtung auf den Markt geworfen hat. Und wenn man Berichte über die idiotische Bird Box Challenge liest, scheint er zumindest für Aufsehen zu sorgen. Ob der Film mit Sandra Bullock auch gelungen ist, erfahrt ihr, wenn ihr weiterlest! 🙂

Worum es geht

Die Künstlerin Malorie ist schwanger, als die Apokalypse über die Welt hineinbicht. Unsichtbare Wesen führen dazu, dass man sich umbringt, wenn man sie ansieht. Malorie kommt mit einigen anderen in einem Haus unter, das sie von der Außenwelt abschotten. Nur mit Augenbinden trauen sie sich, draußen auf die Suche nach Lebensmitteln zu gehen. Doch das Haus bleibt nicht auf ewig sicher.

Meine Meinung

In Bird Box wird sicher nicht das Rad neu erfunden, aber ich habe mich durchweg gut unterhalten gefühlt. Durch den Sprung zwischen mehreren Zeitebenen fühlt sich der Film überaus kurzweilig an. In einigen Momenten,  etwa wenn sie den Supermarkt plündern, hatte ich ein angenehmes The Walking Dead-Gefühl, so am Anfang der Apokalypse, wenn die Figuren in der Situation noch sehr neu sind.

Was die Figuren angeht, haben die Macher auch ein gutes Händchen bewiesen. Man entwickelt schnell Sympathien für Malorie und freut sich über die Liebesbeziehung, die sich zu Tom anbahnt. Auch Douglas passt gut ins Bild. Klar, auch hier wurde nichts weltbewegend neues erdacht, wer den ein oder anderen Film der Art gesehen hat, kennt die Figuren. Es gibt immer den einen, der am liebsten hart durchgreifen würde, und die eine (hier Olympia), die viel zu sensibel für die ganze Lage ist, und von den anderen beschützt werden muss. Dennoch, man konnte sich ganz gut hineindenken. Lediglich Gary war meiner Meinung nach zu überzeichnet. Zu den runden Figuren trug natürlich auch der gute Cast bei, allen voran Sandra Bullock macht ihre Rolle wirklich gut.

Außerdem hat mir die titelgebende Idee der Vögel, die vor den Wesen warnen, sehr gut gefallen. Das zog sich durch den ganzen Film hindurch und wurde im Ende nochmal schön aufgegriffen. Einzig ist anzuzweifeln, ob die Tiere so eine Flussfahrt in einem kleinen Karton wirklich überleben würden. Aber dafür ist es ja auch ein Film 😉

Auch der Schluss lief dann wieder nach dem typischen postapokalyptischen Schema ab. Ich finde es schwer, sich darüber zu beschweren, weil irgendwie erwartet man sowas auch, wenn man sich Filmen des Genre widmet. Mit Erwartungen brechen ist schön, aber was wäre dann die Alternative? Alle tot? Die Wesen besiegen? Oder auf ewig durchs Land ziehen?

Fazit

Die Netflix-Produktion Bird Box ist eine solide postapokalyptische Dystopie, die zwar  nach einem typischen Schema abläuft, aber dank der gut aufgebauten Story keine Längen aufkommen lässt. Ich fühlte mich gut unterhalten und kann den Film für diese Zwecke empfehlen.

6,5 von 10 Popcorntüten!

Hat jemand von euch Bird Box gesehen? Konnte euch der Film überzeugen oder war er für euch 08/15? Schreibt’s mir doch in den Kommentaren! 🙂

 

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7 Gedanken zu “Review: Netflix-Film Bird Box

  1. A Quiet Place hat mir ein Tick besser gefallen. Aber der Film war schon gut. Wie du schon erwähntest – in diesem Genre ist es schon schwierig was gutes zu erwischen – genau wie bei Horror. Allerdings hat mich Bullock nicht ganz so überzeugt – was vielleicht aber auch an dem vielen Botox lag. Die fehlenden Emotionen scheinen zwar zu ihrer Rolle zu passen – hat mir aber nicht so gefallen. Aber ich würde den Film definitiv empfehlen.

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    1. A Quiet Place hab ich noch nicht gesehen, bin mal gespannt ob der noch etwas besser ist 🙂 ich fand eben auch, dass es gut zu der Rolle gepasst hat. Aber hast schon Recht, von der Mimik tut sich da nicht mehr so viel 😀

      Gefällt 1 Person

      1. Ich denke beide Filme spielen in der selben Liga – aber so ganz kleines bisschen besser hat mir der andere gefallen – aber nur Nuancen.
        Die fehlende Mimik – passt zwar zu der strengen Rolle – aber gefiel mir nicht.
        🙂

        Gefällt 1 Person

  2. Ich würde ihn in etwas genau so hoch bewerten – vielleicht noch einen Hauch schlechter. Aber wirklich nur einen Hauch. Mir hat vieles gefallen, auch wenn die Handlung gegen Ende immer kryptischer und löchriger wurde. Das Geschehen im Haus fand ich aber sehr ansprechend.

    Gefällt 1 Person

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