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Hallo zusammen! 🙂

Hier kommt meine nun doch wieder ziemlich verspätete Review zu „Split“, einem der wenigen Filme, die ich mal wieder im Kino gesehen habe. Eigentlich war das auch gar nicht meine Idee, sondern die einer Arbeitskollegin, die ein Fan von James McAvoy ist, aber sich nicht allein in diese Art von Film getraut hat. Allein der Trailer konnte mich nicht locken, weil ich mir schon gedacht habe, dass dort wie bei so vielen Werken, die besten Momente schon mit reingepackt wurden.

 Worum es geht:

Drei junge Mädchen werden nach einer Geburtstagsfeier in einem Schnellrestaurant von einem Mann entführt. Dieser sperrt sie in einer Art unterirdischem Tunnelsystem, in dem er auch wohnt, ein. Wie sich schon nach Kurzem zeigt, leidet er unter einer Persönlichkeitsstörung und hat 23 verschiedene Persönlichkeiten in sich, die sich ständig abwechseln und ihn dadurch unberechenbar machen. Die Mädchen versuchen durch verschiedene Tricks zu entkommen. Dabei ahnen sie nicht, dass es nicht mehr lange dauert, bis die gefährlichste Persönlichkeit, die „Bestie“, zum Vorschein kommt.

 Meine Meinung:

Was für mich am positivsten hervorzuheben ist und ein ausdrückliches Lob verdient, ist McAvoys Schauspielleistung. Es ist natürlich keine leichte Rolle, denn eigentlich spielt er ja 23 Figuren in einem. Das macht er aber so überzeugend, dass man ihm jeden Part abnimmt. Was zwar den Mime in positives Licht wirft, sorgte für ein paar Schwierigkeiten im Film. Denn gerade wenn er Personen wie den kleinen, lispelnden Jungen gespielt hat, war mir oft mehr zum Lachen als zum Fürchten zumute, und das ging gefühlt dem ganzen Kinosaal so.

Also, wer mit einer bestimmten Genre-Erwartung in den Film gegangen ist, wurde höchstwahrscheinlich enttäuscht. Klar gab es schon einige spannende Momente, aber durch die lustigen wurde die Spannung irgendwie immer wieder gebrochen, sodass ich nicht so richtig reinfinden konnte.

Neben McAvoys Figur(en) gab es natürlich noch ein paar andere, aber die konnte mich nicht wirklich für sich gewinnen. Eigentlich fand ich es auch relativ störend, dass zu Casey immer wieder die Vorgeschichte eingeblendet wurde. Ja, das sollte irgendwie dazu beitragen, mehr zu verstehen, warum sie im Vergleich zu den anderen raussticht. Aber hat das wirklich dem Film gut getan? Meiner Meinung nach nicht, lieber hätte ich mir die eigentliche Handlung etwas ausführlicher gewünscht, dass der Spannungsbogen etwas gedehnter aufgebaut wird. Denn das mit der Bestie ging mir am Ende doch alles etwas zu schnell.

[Vorsicht, Spoiler!!!]

Auf den Schluss des Filmes, der wohl für die meisten Diskussionen im Nachhinein gesorgt hat, kann ich nicht wirklich eingehen, da ich „Unbreakable“ nicht kenne. Was ich so gelesen habe, besteht daraus wohl der wirkliche Kunstgriff Shyamalans, weil er damit wohl durch „Split“ einen Bogen zu „Unbreakable“ gesponnen hat. Aber in dieser Hinsicht kann ich das nicht wirklich bewerten, da ich ihn wie gesagt nicht kenne. Nur so viel: Meine Kollegin und ich waren ziemlich verdutzt als da in den gefühlt letzten 30 Sekunden plötzlich Bruce Willis auftaucht. Mir ist da nur „The Sixt Sense“ eingefallen, aber das hat auch nicht wirklich gepasst.

Fazit:

Meine Erwartungen wurden erfüllt, denn wie eingangs erwähnt, dachte ich mir schon, dass der Trailer mal wieder das Beste vorwegnimmt bzw. Dinge verspricht, die der Film nicht hält. Wer James McAvoy gerne mag, hat an „Split“ sicherlich seine Freude, denn er spielt großartig. Aber für Fans von Thrillern, die einen wirklich packen, ist es eher nichts.

6 von 10 Popcorntüten!

 Hat jemand von euch den Film gesehen? Was haltet ihr davon? Schreibt’s mir doch in den Kommentaren! 🙂

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10 Gedanken zu “Split

  1. Ich fand die Idee des Films echt gut und interessant. Leider war der Film dann nicht ganz so spannend wie erhofft.
    Übrigens wird es dir ein Leser, der den Film noch nicht gesehen hat, ziemlich übel nehmen, dass du das Ende, bzw. die überraschende Auflösung verrätst.

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      1. Okay, falsch formuliert: Es wurde nicht gesagt, dass er 23 Persönlichkeiten spielt, sondern einen Mann mit 23 Persönlichkeiten ^^
        Ändert aber nichts daran, dass es fraglich ist, erst so etwas zu verkünden, nur um dann gerade mal ein Drittel davon ins Drehbuch zu schreiben

        Gefällt 1 Person

      2. Ja stimmt schon. Die Frage ist nur, ob das Film wirklich besser oder schlechter macht. Ich denke es ist klar, dass Shayamalan die 23 gewählt hat, weil es eine mystisch behaftete Zahl ist. Wenn wir alle davon zu sehen bekommen hätten, wäre das spätestens nach 10 wahrscheinlich ganz schön öde geworden.
        Die andere Möglichkeit wäre gewesen, die Hauptfigur 8 Persönlichkiet innehaben zu lassen. Da wäre aber eben nicht so mystisch.

        Gefällt 1 Person

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