still_alice_-_movie_poster

Hallo zusammen! 🙂

Bevor am 28. die diesjährigen Oscars verliehen werden, hol ich momentan noch ein paar der Gewinner 2015 nach. Gestern Abend hab ich mir deshalb Still Alice mit Julianne Moore angesehen, die letztes Jahr für ihre Leistung darin in der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin“ einen Goldjungen bekommen hat.

Worum es geht:

Die Sprachwissenschaftlerin Dr. Alice Howland erkrankt mit Anfang 50 an einer genetisch vererbten Frühform der Alzheimer-Erkrankung. Die Krankheit beeinträchtig ihr Leben als Wissenschaftlerin, Ehefrau und Mutter von drei Erwachsenen Kindern immer stärker. Von anfänglicher Orientierungslosigkeit über das Verwechseln von Personen bis hin zum Sprachverlust, verliert Alice immer mehr ihr altes Ich. Die Situation stellt das Familienleben und den Zusammenhalt aller auf eine harte Probe.

Meine Meinung:

Authentisch. Das ist es, was mir als erstes zu Still Alice einfällt. Der Film ist neben Honig im Kopf erst der zweite, den ich zum Thema Alzheimer gesehen habe. Während mich Till Schweigers Versuch der passenden Darstellung gar nicht überzeugen konnte, hat es Still Alice geschafft, mich voll abzuholen.

Selten hab ich einen Film gesehen, der mich emotional so berührt hat. Das liegt zum einen sicherlich am grandiosen Schauspiel von Juliane Moore. Zurecht hat sie hierfür den Oscar bekommen, denn auch zu ihrer Leistung kann ich nur sagen: authentisch. Besonders ihre Rede war sehr berührend, aber auch sonst hab ich ihr die Rolle in jeder Sekunde abgenommen. Auch die anderen Darsteller haben ihre Aufgabe gut erfüllt, auch wenn man da ruhig die Besetzung anders wählen hätte können (ich fand es irgendwie lustig, dass Kirsten Stewart mit ihrer absoluten Ausdruckslosigkeit im Film auch noch Theaterschauspielerin ist. Wollte man sie damit ein bisschen auf die Schippe nehmen?! 😀 ).

Neben der klasse Leistung von Juliane Moore fand ich das Spiel mit der Zuschauererwartung sehr gelungen. Vor allem in der Szene mit dem verloren gegangenen Handy wurde der Zuschauer für einen Moment in Alice‘ Lage versetzt, was meiner Meinung nach sehr gut umgesetzt wurde. Dadurch konnte ich mich noch besser in die Lage und Charaktere hineinfühlen.

Wahrscheinlich lag es eben genau an diesen Faktoren, dass mich der Film so berühren konnte. Ich war nicht nah dran, ich war mitten im Geschehen, in der Situation. Als sie am Schluss noch „Liebe“ rausgebracht hat, sind bei mir alle Dämme gebrochen. Ich hab bestimmt eine Viertel Stunde gebraucht, bis ich nicht mehr so aufgewühlt war, der Film hat mich so tief in sich rein gezogen, dass ich erstmal meine Zeit brauchte, um wieder im realen Hier und Jetzt anzukommen.

Ich bin immer wieder fasziniert zu sehen, was das Medium „Film“ für Emotionen in mir hervorrufen kann. Aber eben nur, wenn er gut gemacht ist, wenn er authentisch ist, dann hat er mich voll in der Hand.

Und genau das hat Still Alice mit mir gemacht.

Fazit:

Sehr gute Umsetzung einer traurigen Thematik. Kein Beschönigen, kein Drumrum-Reden, einfach echt.

Unbedingt ansehen und unbedingt Taschentücher bereit legen! 😉

9 von 10 Popcorntüten!


Habt ihr den Film gesehen? Und wie hat er euch gefallen?

Schreibt’s mir doch in den Kommentaren! 🙂

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Ein Gedanke zu “Still Alice – Mein Leben ohne gestern

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