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Hallo zusammen! 🙂

Da ich erst vor wenigen Wochen das erste Mal in Paris war und verzaubert zurückgekommen bin, zieht mich momentan alles rund um „Paris“ magisch an. Also hab ich mich natürlich auch voller Erwartung auf Midnight in Paris gestürzt!

 Gil (Owen Wilson) ist ein erfolgreicher Drehbuchautor in Hollywood. Doch eigentlich träumt er davon, endlich einen literarisch wertvollen Roman zu veröffentlichen. Gemeinsam mit seiner Verlobten Inez (Rachel McAdams) und deren Eltern verbringt er einen Urlaub in Paris. Das Paar trifft dort auf den alten gemeinsamen Freund Paul (Michael Sheen). Während Gil von dem rechthaberischen Intellektuellen zunehmend genervt ist, hängt Inez an Pauls eloquenten Lippen. Ihren zukünftigen Ehemann verspottet Inez als Träumer, denn Gil ist fasziniert von der Stadt und ihrer Vergangenheit. Am liebsten würde er die Zeit miterleben, in der Paris sich den Ruf als Kulturhauptstadt erworben hat. Er ahnt nicht, dass sich dieser Wunsch schon bald erfüllen wird. Eines Nachts macht sich Gil leicht angetrunken allein auf den Heimweg und steigt in ein geheimnisvolles altes Taxi, das ihn mitten ins Paris der 1920er Jahre bringt. Er sieht sich in ein fremdes Universum katapultiert: in eine Welt, in der Ernest Hemingway (Corey Stoll) machohafte Reden schwingt, Pablo Picasso (Marcial Di Fonzo Bo) von der Kulturkritikerin Gertrude Stein (Kathy Bates) kleingemacht und Scott Fitzgerald (Tom Hiddleston) von seiner Frau Zelda (Alison Pill) in Frage gestellt wird. Dazu schwadroniert Salvador Dali (Adrien Brody) über Rhinozerosse, während Luis Bunuel (Adrien de Van) noch gar nicht weiß, wie man Filme dreht – aber Gil hat schon die Ideen dafür. Jede Nacht bricht der nun in diese für ihn reale Phantasie aus und verliebt sich in die Picasso-Muse Adriana (Marion Cotillard). Natürlich glaubt ihm Inez nicht, als er von seinen Abenteuern mit seinen Helden der Kulturgeschichte erzählt… (filmstarts.de)

Die wunderschönen Aufnahmen der Stadt, besonders am Anfang, spiegeln gut meinen Eindruck von Paris wieder. Auch die Idee, einen Hollywood-Drehbuchautor in die goldenen 20er-Jahre zurückzuversetzen, hat durchaus ihren Reiz. Endlich mal ein Kontrast zu dem ganzen zukunftsgewandten Denken, ein Blick zurück in ein goldenes Zeitalter. Ein bisschen Nostalgie schadet schließlich nie 😉 Der Kontrast zwischen unserem modernen Lifestyle und der Romantik unserer Vergangenheit wird besonders gut durch Inez (+ ihre Eltern) und Gil aufgezeigt. Sie, das verwöhnte Modepüppchen, die vor allem auf ihren Wohlstand und ihren Status bedacht ist, und der verträumte Gil, der zwar in der modernen Welt erfolgreich ist, aber dennoch unzufrieden. Nicht nur einmal betont Inez, dass Gil zwar ein wenig komisch sei, aber immerhin ja ganz gut verdiene. Gil dagegen ist insgeheim auf der Suche nach einer Muse, einer Frau die ihn inspiriert und eben keiner materialistischen Tussi. Genau diese Muse findet Gil in Adriana, doch es stellt sich heraus, dass Adriana selbst von einer anderen Zeit träumt, denn egal welche Gegenwart, sie ist immer langweilig und unromantisch. Letztendlich kann Gil also keine endgültige Erfüllung in seinen geliebten 20ern finden. Dennoch hat er von seiner kleinen Zeitreise gelernt, dass er mehr für seine Werte und Überzeugungen einstehen muss.

Ich finde es ist Midnight in Paris durchaus gelungen, die Atmosphäre und Stimmung Paris‘ einzufangen, die auch heute noch zu spüren ist. Vor allem durch die Lichtgebung wird auch filmisch der Kontrast zwischen modern und alt betont. Was die Zeitgenossen der 1920er betrifft, so war es meiner Meinung nach ein bisschen zu viel name-droping, ohne wirklich auf die Inhalte der Künstler einzugehen. Zum Beispiel von Dalí hätte ich mir persönlich ein wenig mehr gewünscht. Allgemein hätten also ein paar große Namen gereicht, auf die dann genauer eingegangen wird. So wirkte das Ganze ein wenig sensationsbemüht.

Noch ein Manko des Films ist meiner Meinung nach Owen Wilson als Hauptdarsteller. Das ist natürlich Geschmackssache, aber ich bin generell kein großer Fan von ihm und kenn ihn auch bisher nur im Zusammenhang mit Komödien. Dementsprechend konnte ich ihm diese Rolle nicht wirklich abkaufen. Es machte auf mich den Eindruck, also würde er sich eher über seine Rolle als verträumter Nostalgiker lustig machen.

Fazit:

Ein Film mit einigen Stärken, aber auch vielen Schwächen. Die Bildsprache und Atmosphäre ist gelungen, aber die Charaktere konnten mich nicht in ihren Bann ziehen und überzeugen.

(Um meinen Reviews ein wenig mehr Ausdruckskraft zu verleihen, führe ich an dieser Stelle mal ein Bewertungssystem ein: 0 – 10 Popcorntüten –> 0= geht gar nicht – 10=untopbar)

6/10 Popcorntüten

 

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5 Gedanken zu “Midnight in Paris (2011)

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