m1382

Hallo zusammen! 🙂

Der Adventskalender ist bereits aufgestellt, die ersten Plätzchen sind gebacken und die Landschaft ist schon in das erste Weiß getaucht. In den Städten riecht es fein nach Glühwein und frischen Waffel und die ersten Radiosender nehmen schon wieder Last Christmas in ihr Programm auf. Endlich wieder Weihnachtszeit! 🙂

Um noch mehr in Stimmung zu kommen, wollte ich gestern was Weihnachtliches sehen. Nachdem ich das Amazon-Video-Angebot nach passenden Filmen, die ich noch nicht gesehen hab, gescannt habe, fiel meine Wahl auf Der Polarexpress (2004). Ich weiß, ein Kinderfilm, aber wenn es Richtung Weihnachten geht und die alljährlichen Traditionen ausgepackt werden, bin ich eigentlich immer gern nochmal Kind 🙂

„An einem verschneiten Weihnachtsabend liegt ein kleiner Junge aufgeregt und hellwach in seinem Bett. Er bewegt sich nicht, wagt kaum zu atmen. Er hat Angst, dass er zum letzten Mal jenes Geräusch verpassen könnte, das ihm schon oft entgangen ist – das Klingeln der Glöckchen am Schlitten des Weihnachtsmanns. Es ist fünf Minuten vor Mitternacht, als der Junge von einem donnernden Brausen aufgeschreckt. Er reibt die beschlagenen Scheiben an seinem Fenster blank und traut seinen Augen nicht: Ein glänzender schwarzer Eisenbahnzug hält vor seinem Haus, der Dampf der gewaltigen Lokomotive zischt durch die sanft fallenden Schneeflocken in den Nachthimmel. Der Junge rennt in Pyjama und Pantoffeln nach draußen, wo ihn der Zugschaffner begrüßt, der offensichtlich auf ihn gewartet hat. Und so beginnt für den Jungen eine geheimnisvolle Reise in Richtung Nordpol.“ (moviepilot)

Robert Zemeckis und Tom Hanks – eigentlich immer eine Erfolgskombination. Auch Der Polarexpress enttäuscht nicht, wenn man das Zielpublikum bedenkt. Klar, die ein oder andere „Action-Szene“ (beispielsweise geht ein Zugticket bei der Fahrt verloren, fliegt durch die verschneite Berglandschaft, vorbei an Wölfen, ein Adler schnappt es, gibt es seinem Kind zum Fressen, dieses spuckt es zerkaut wieder aus, von wo aus es weiter seinen Lauf nimmt, bis es letztendlich nach 1000 Umwegen wieder im Zugabteil landet ^^) hat mich mehr als nur einmal zum Schmunzeln gebracht und viele Szenen sind künstlich und übertrieben. Aber ich glaub vor 15 Jahren hätte ich das sicherlich toll gefunden 🙂

Was mich ziemlich gestört hat, waren die vielen moralisierenden Szenen. Die Moral von der Geschichte ist quasi: Nur wenn ihr an den Weihnachtsmann glaubt, gibt es ihn auch. Klar kann da ein bisschen Moral für die Kinder drin stecken, sollen ja auch mal was vor dem Fernseher lernen ^^ Aber das war mir bei Der Polarexpress zu offensichtlich und zu oft. Ich denke die Kernaussage würden Kinder auch ohne solche Aussagen verstehen.

Gut gefallen hat mir auch die angewandte Motion Capture Technik. Ich hab bisher noch nie einen Film mit dieser Technik gesehen. Die Darsteller wurden zunächst real gefilmt und dann wurde die Mimik, Gestik und ihr Aussehen auf digitale Figuren übertragen. Dadurch merkt man im Vergleich zu anderen Animationsfilmen wesentlich weniger, dass hier animiert wurde.

Der Film wurde durchaus positiv aufgenommen, er hat u.a. drei Oscar-Nominierungen (Bester Ton, Bester Tonschnitt, Bester Filmsong – Believe) und einen Bambi für Tom Hanks in der Kategorie Bester Film International erhalten.

Fazit:

Der Animationsfilm ist ein gelungener weihnachtlicher Kinder- und Familienfilm, der auf alle Fälle für die richtige Stimmung sorgt. Die sensationsgeladenen und übertriebenen Szenen richten sich vor allem an das Zielpublikum und lösen dort vermutlich die gewünschten Effekte aus. Obwohl das bei mir eher zum Schmunzeln geführt hat, hab ich mich gut unterhalten gefühlt 🙂

Kennt ihr den Film? Wie hat er euch gefallen?

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10 Gedanken zu “Der Polarexpress (2004)

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