Schonungslos und brutal: Amazon-Serie Beat

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Hallo zusammen! 🙂

Momentan stehen bei mir so viele Serien an, die ich schauen will. Doch zwischen meinem Dauermarathon Downtown Abbey und der endlich gestarteten zweiten Staffel Marvelous Mrs. Maisel hab ich schnell die sieben Folgen der Amazon-Produktion Beat dazwischengeschoben. Schon als ich vor einiger Zeit den ersten Trailer dazu gesehen habe, war das Interesse da. Unter anderem die starke Besetzung mit Jannis Niewöhner und Alexander Fehling hat mich angesprochen. Wenn ihr wissen wollt, ob meine Erwartungen erfüllt wurden, dann lest einfach weiter oder hört es euch an! 🙂

 

 

Worum es geht:

Im Leben des Waisen Robert Schlag (Jannis Niewöhner), genannt Beat, dreht sich alles um Party, Drogen und Technomusik. Er betreibt die Promo für den Club seines besten Freundes Paul (Hanno Koffler). Eines Tages wird Beat von dem europäischen Geheimdienst ESI kontaktiert. Pauls neuer Geschäftspartner Philipp Vossberg (Alexander Fehling) soll in kriminelle Machenschaften verwickelt sein. Mithilfe von Beats internen Informationen soll ihm das Handwerk gelegt werden. Beat lässt sich auf die Zusammenarbeit ein – doch damit macht er sich mächtige Feinde.

Meine Meinung

Zu Beginn braucht die Serie ein wenig. Sie wird unter anderem von Matthias Schweighöfers Produktionsfirma produziert und gerade zu Beginn erinnerte es mich irgendwie auch an das eher mittelmäßige You are Wanted. Doch so ab Folge drei nimmt die Story meiner Meinung nach gehört Fahrt auf und konnte mich dann auch zum bingen bewegen.

Der Bösewicht Philipp Vossberg ist wirklich abgrundtief böse, bewahrt dabei aber immer dieses gutbürgerliche Auftreten. Stellenweise hat mich das an Gus Fring aus Breaking Bad erinnert. Dieses Skrupellose, aber immer mit einem Lächeln. Lediglich in den finalen Szenen war es mir dann zu viel des Guten. Gerade wo er zuvor immer so rational agiert hat, hätte ich mir das etwas anders vorgestellt. Dennoch ein starker Antagonist.

Allgemein sind die Machenschaften des Kriminellen ganz schön harter Tobak, also auf alle Fälle nichts für schwache Nerven. Auch fand ich es in der einen Szene gut gelungen, wie der Zusammenhang zwischen dem illegalen Waffenexporten in Krisengebieten und letztendlich dem Organhandel gezeigt wurde.

Neben Alexander Fehling als Bösewicht konnte auch Jannis Niewöhner als Hauptperson vollends überzeugen. Eigentlich trägt die Figur des Beat sogar einen Großteil der Serie. Es gelingt ihm durch sein Spiel, dass sich der Zuschauer sich seiner Exzesse und Makel in die Figur einzufühlen, sie verstehen kann. Dazu tragen sicher auch die Infos zu seiner Kindheit bei, aber auch, wenn man ihn im Umgang mit seinem Neffen, Pauls Sohn, oder seinem guten Freund und WG-Genossen Janik sieht. Besonders bewegend fand ich die Szene, in der Beat die etwas ältere Prostituierte einfach in den Arm nimmt. Niewöhner ist sicherlich die Idealbesetzung für die Rolle, denn es gelingt ihm, das ganze Wechselbad der Gefühle an den Zuschauer zu transportieren. Und nur deshalb fiebert man mit dem Protagonisten so mit.

Obwohl die Geschichte für mich den richtigen Thrill hatte und gut die Spannung gesteigert hat, gibt es meiner Meinung nach ein paar Makel. Zum einen wäre da Kostja Ullmanns Rolle des Jasper Hoff. Erstmal hat er es wirklich gut gespielt, ziemlich unheimlich auf alle Fälle. Vielleicht an manchen Stellen etwas extrem. Aber ich fand es irgendwie unglücklich, wie er dann ausgeschieden ist. Also war die Figur nur dafür da, um die Leichen im Club aufzuhängen? Dafür wurde dann aber viel zu viel Zeit die ersten Folgen auf ihn verwendet. Das hätte man meiner Meinung nach anders ausspielen sollen. Auch andere Figuren wie Vossbergs Schwester oder die Russen-Mafia sind dann ziemlich schnell von der Bildfläche verschwunden. Vermutlich hat dazu die Zeit gefehlt, aber dann hätte man das denke ich straffen oder ganz weglassen können.

Alles in allem hat mich die Serie oft an 4 Blocks erinnert, wenn sie auch nicht ganz so gut ist. Aber das ist dann meckern auf hohem Niveau, denn Beat ist ebenso schonungslos und brutal. Auch dass Beat verdeckt ermittelt hatte Parallelen zu Frederick Laus Part in 4 Blocks. Dazu natürlich noch der gleiche Handlungsort, Berlin ist ja derzeit angesagt, wenn es um Serien geht.

Obwohl mir das alles gut gefallen hat, weiß ich nicht, ob ich mir auch die zweite Staffel ansehen werde. So wie es am Ende aussah, wird Beat darin nach seinen Eltern suchen. Ich weiß nicht, ob das für mich thematisch dann immer noch so die Brisanz hat wie Staffel eins. Zumindest alles was in dieser Staffel mit der Thematik zu tun hatte, hat mich noch am wenigstens interessiert. Aber erstmal abwarten, bis es so weit ist.

Fazit

Die Amazon-Serie Beat zieht vor allem dank der starken Darsteller aber auch der mitreißend geschriebenen Story den Zuschauer in ihren Bann. Obwohl der ein oder andere Handlungszweig nicht ganz ausgereift ist, gibt es hier eine absolute Schau-Empfehlung!

7.5 von 10 Popcorntüten!

Hat von euch jemand Beat gesehen? Konnte euch die Serie überzeugen oder seid ihr anderer Meinung? Schreibt’s mir doch in den Kommentaren! 🙂

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Filmklassiker neu entdeckt: Der Pate

Der Pate: Die Saga, Teil 1

Hallo zusammen! 🙂

Los geht es in dieser neuen Kategorie gleich mit dem Klassiker überhaupt: Der Pate. Seit einigen Jahren schon mit einem Rating von 9,2 auf dem zweiten Platz der imdb Top 250 und damit punktgleich mit Die Veruteilten auf dem ersten (den ich übrigens nicht nachholen muss^^). Nicht nur deshalb war es höchste Zeit, da mal reinzusehen. Tatsächlich wurde mir der Film schon mehrfach wärmstens ans Herz gelegt.

Abschreckend war zum einen das Mafia-Genre, dem ich generell nicht ganz abgeneigt bin, das aber filmisch auch recht langatmig sein kann. Und zum anderen natürlich die Länge von knapp drei Stunden, dazu muss man erst einmal Zeit und Motivation finden …

Doch die war nun da, und wenn ihr wissen wollt, ob sich das Schauen für mich gelohnt hat, dann bleibt einfach dran! 🙂

 

Bereicherung oder Zeitverschwendung?

Tatsächlich fühlten sich die vorab kritisch beäugten drei Stunden wesentlich kürzer an. Ja, auch wenn ich zwar keine Lust hatte, direkt daran Teil zwei anzuschließen, so möchte ich doch unbedingt weiter sehen. Die Geschichte um den italienischen Mafia-Clan im New York der Nachkriegszeit ist wahnsinnig spannend geschrieben. Ich wurde regelrecht in den Bann um diese Familie gezogen und fand besonders die Charakterentwicklung um Michael Corleone spannend mitzuerleben.

Ebenso interessant ist die Figur des Don Vito, der anfangs noch als skrupelloser Pate zu sehen ist und dann über die Jahre seine weiche Seite zeigt. Man sieht ihm regelrecht an, dass er keine Lust und keine Kraft mehr für den Zwist zwischen den rivalisierenden Clans hat. Besonders berührend fand ich dabei, wie er auf die Nachricht von Sonnys Tod reagiert hat. Dieser Kampf zwischen seinen Gefühlen, die aus ihm rausbrechen und dem Zwang, die Haltung zu bewahren – das war wirklich starkes Schauspiel. Nicht nur in dieser Szene macht das Marlon Brando einfach nur großartig. Kein Wunder, dass er sich mit dieser Rolle ein filmisches Denkmal setzte. Und ich konnte ihn tatsächlich trotz Genuschel ganz gut verstehen 🙂

Aber auch die anderen Schauspieler sind sehr überzeugend, neben Marlon Brando natürlich besonders Al Pacino, der die Figurenentwicklung auch darstellerisch perfekt umsetzt. Seine verschwörerischen Blicke sagen da meist mehr als 1000 Worte. Auch interessant zu sehen, wie schon bei der Beerdigung von Don Vito neue Pläne geschmiedet wurden.

Auch wenn Handlungselemente wie der Tod Sonnys absehbar waren, gelingt es dem Film, trotzdem immer wieder zu überraschen. Der Tod von Apollonia kam für mich zum Beispiel total aus dem nichts und ich war dann auch dementsprechend geschockt.

Generell ist der Film wirklich nichts fürs zartbesaitete, also gerade die Gewaltszenen werden exzessiv gezeigt. Aber ich denke, das sollte bei dem Genre auch klar sein. Als Sonny allerdings den Mann seiner Schwester verprügelt, musste ich doch 1-2 Mal schmunzeln 😀 Mag vielleicht an der aus heutiger Sicht etwas laienhaften Kampfchoreo gelegen haben oder, dass er dann auch noch den Mülleimer abbekommen hat ^^

Fazit

Nach der Sichtung von Der Pate kann ich festhalten: Ja, das war wirklich lange überfällig! ^^ Eine großartig geschriebene Geschichte mit authentischen Darstellern. Definitv eine Bereicherung und sicher nicht der letzte Pate, den ich gesehen habe!

 

Wie sieht es bei euch aus? Gibt es jemanden unter euch, der den Film noch nicht gesehen hat? Oder findet jemand, dass er zu Unrecht so gelobt wird? Schreibt’s mir doch in den Kommentaren! 🙂

Review: Quantico Staffel 2

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Hallo zusammen,

diesmal geht es um eine Serie, deren erste Staffel mich ziemlich überzeugt hat (Einen erste Eindruck dazu hatte ich hier zusammengefasst). Dementsprechend erfreut war ich, als nun nach viel zu langer Wartezeit endlich Staffel zwei bei Amazon verfügbar war. Und obwohl mir 22 Episoden eigentlich rein zeitlich gar nicht in den Kram gepasst haben, musste ich es mir direkt ansehen und nicht erst ein paar Wochen warten. Wenn ihr wissen wollt, wie mir die zweite Staffel Quantico gefallen hat, lest einfach weiter 😉

Worum es geht

Wie bereits in Staffel 1 wird wieder auf zwei Zeitebenen erzählt. In der jetzt-Ebene gibt es während des G20-Gipfels in New York einen Terroranschlag, bei dem die Anwesenden als Geisel genommen werden. Unter den Gefangenen befinden sich auch Ryan (Jake McLaughlin) und Nimah (Yasmine Al Massri), Alex (Priyanka Chopra) war gerade auf dem Weg zu der Veranstaltung. Auf der anderen Zeitebene erfährt man, wie Alex und Ryan vom FBI undercover in ein Ausbildungscamp der CIA eingeschleust werden, um eine illegal agierende Untergrundorganisation des Geheimdienstes (sie nennen sie AIC) dingfest zu machen. Im Verlauf stellt sich heraus, dass Schüler, die mit Alex und Ryan in dem Camp waren, etwas mit dem Anschlag in New York zu tun haben.

Meine Meinung

An der etwas verwirrenden Inhaltszusammenfassung lässt sich bereits erkennen, wie es mir mit dieser Staffel erging. Und das kuriose ist, dass ein komplett anderer inhaltlicher Part hier noch fehlt. Allerdings wäre es viel zu chaotisch geworden, wenn ich das auch noch miteingebracht hätte. Und zwar habe ich bei der zweiten Staffel Quantico etwas erlebt, was mir so wirklich noch nie untergekommen ist: Sie haben gefühlt zwei Staffel in eine gepackt. Es fühlte sich an, als wären den Machern bei der Hälfte der Folgen die Ideen ausgegangen, wie man diesen Plot um die Geiselnahme weiter fortsetzen könnte.

Also wurde die Geiselnahme beendet, eine Begründung dafür geliefert, wer dahinter steckt, und mit einer neuen Geschichte begonnen. Klar, der main cast blieb bestehen, aber sonst wurde ein komplett neues Fass aufgemacht. Deshalb müsste ich jetzt hier eigentlich zwei Staffeln bewerten. Denn tatsächlich hatte mich der erste Teil komplett verloren, und ich habe nur der Vollständigkeit halber weiter geschaut. Ehrlich gesagt habe ich bis zum Ende nicht richtig verstanden, wer jetzt wirklich dahinter gesteckt hat. Das war alles viel zu verwirrend. Man merkte, wie sie bemüht waren, das genauso spannend wie in Teil eins zu gestalten, aber das ist ihnen einfach nicht gelungen.

Dann ging der zweite Part los und es fing endlich wieder an, Spaß zu machen. Der Teil hat mir viel besser gefallen, obwohl es vom Aufbau eben nicht so wie die erste Staffel war. Es war schön zu sehen, wie sie gemeinsam ermittelten, was für Pläne geschmiedet wurden. Auch wenn es irgendwann auch als Zuschauer frustrierte, dass sie gegen ihren Endgegner ständig scheiterten. Daher war das Finale dann umso befriedigender.

Daneben gab es meiner Meinung nach eine Menge Logiklücken oder Handlungselemente/Stränge, die einfach nicht fortgesetzt wurden oder mich gestört haben. Zum Beispiel fand ich die Beziehung zwischen Ryan und der Journalistin überflüssig und auch dieses ganze Hick-Hack zwischen Shelby und Clay hätte es wegen mir nicht gebraucht. Außerdem hab ich nicht verstanden, dass Shelby zwar die ganze Zeit besorgt war, ob mit Leon alles in Ordnung ist. Aber dann sieht man nur, wie Alex von seinem Tod erfährt. Wie und wann Shelby davon gehört hat (es wäre schon sehr komisch, wenn nicht) wird überhaupt nicht thematisiert und sie erwähnt ihn danach auch nicht mehr.

Das größte Fragezeichen habe ich aber bei Harry (den ist übrigens als Figur sehr gerne mochte): Man sieht noch, wie er von Sebastian gezwungen wird, Alex am Telefon zu sagen, dass alles ok und er jetzt dann mal weg ist. Und danach ist er einfach bis zum Ende kein Thema mehr. Lebt er überhaupt noch? Und was hat eigentlich Sebastian mit der ganzen Sache zu tun? Fragen über Fragen, die aber sicherlich keinen Anreiz dafür geben, sich deshalb noch die dritte Staffel anzusehen. Ich hab mir eben mal den Cast von Staffel 3 angesehen, und Harry ist wieder dabei, also wird das wohl doch irgendwie aufgelöst. Sebastian allerdings nicht, also keine Ahnung, was dabei rauskommt.

Noch ein Grund nicht weiter zu sehen ist das eigentlich perfekte Ende, zumindest was den Inhalt betrifft. Denn ja, dem ein oder anderen könnte der Schluss zu kitschig gewesen sein. Ich fühlte mich in dem Moment an Grey’s Anatomy (ach, auch ein ABC-Format^^) erinnert. Aber für mich war das so in Ordnung und wäre wie gesagt der perfekte Abschluss für die Serie.

Vielleicht war es ursprünglich auch mal so gedacht, das weiß ich nicht genau. Aber auch hier finde ich es mal wieder schade, dass aus monetären Gründen immer weiter gemacht wird. Wobei die dritte Staffel nun ja wirklich die letzte sein soll.

So, das war jetzt sehr viel zum Inhalt, aber das war für mich auch das Schlimmste. Trotzdem muss ich noch etwas zum „Auslandsdreh“ in München sagen. Als gebürtige Münchnerin hab ich natürlich sofort gesehen, dass das NICHT München ist. Ist auch klar, das waren vielleicht 10 Minuten einer Folge, dass dafür nicht extra im Ausland gedreht wird. Aber hätte man das Setting nicht trotzdem authentischer gestalten können??! Klar, das Format ist in erster Linie für den US-Markt gedacht, wo vermutlich kaum jemandem auffällt, dass das auf keinen Fall wirklich so in München aussieht. Aber zumindest zu Beginn echte Luftaufnahmen der Stadt zeigen, und nicht von irgendeiner anderen Stadt, das wäre doch schon drin gewesen oder?

Fazit

Ja, leider hat es Staffel zwei von Quantico geschafft, dass ich überhaupt keine Lust auf die dritte habe. Die Story war an vielen Stellen verwirrend, zusammenhangslos und ließ die Stringenz von Staffel 1 missen. Man hat sich nicht nur nichts neues ausgedacht, was man eventuell ankreiden könnte, sondern das alte Konzept sogar noch schlechter umgesetzt. Bei dieser Bewertung spricht wahrscheinlich jetzt mein enttäuschtes Fanzherz, aber ich gebe:

4 von 10 Popcorntüten!

Hat von euch jemand die zweite Staffel Quantico gesehen? Seid ihr auch so enttäuscht oder seht ihr das ganz anders? Schreibt’s mir doch in den Kommentaren! 🙂

 

Netflix möchte im kommenden Jahr mit Young Wallander ein Prequel zu Henning Mankells Kommissar Wallander auf den Markt bringen. Die Serie soll im Schweden der Gegenwart spielen und den Ermittler am Anfang seiner Karriere zeigen.

Bislang verkörperten den Kommissar bereits Krister Henriksson und Kenneth Brannagh, wer in dem neuen Format den Part übernimmt, ist noch nicht bekannt. Der Streamingdienst erklärte aber, dass sich die Besetzung aus schwedischen und britischen Darsteller zusammensetzen soll.

Anders als in der Romanvorlage und den bisherigen Adaptionen, sollen in den bislang 6 geplanten Folgen nicht mehrere, sondern nur ein übergeordneter Fall aufgeklärt werden.

Ich hab einige Wallander-Bücher gelesen und fand sie immer sehr spannend. Die Serien hab ich allerdings nie geschaut.

Seid ihr Wallander-Fans? Was haltet ihr von der geplanten neuen Adaption? Schreibt’s mir doch in den Kommentaren! 🙂

Media Monday #387

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Hallo zusammen,

ich weiß gar nicht, wie viele Monate es her ist, dass ich den letzten Media Monday mitgemacht habe. Ich lese die Beiträge immer super gerne und bin positiv überrascht, welch kreative oder informative Lückenfüller immer wieder gefunden werden. Meistens fehlt mir die Muse, aber bei der heutigen Ausgabe möchte ich mal wieder beteiligen.

1. Irgendwie hat The Big Bang Theory gehörig für mich an Reiz verloren, da es einfach immer wieder das Gleiche ist. Das Konzept hat sich für mich irgendwie aufgebraucht und ich kann dabei lange nicht mehr so viel lachen wie zu Beginn oder bei anderen Formaten wie Modern family. Auch finde ich, dass dieses Grundkonzept „Nerds bei ihren Versuchen, Frauen kennenzulernen, und Sheldon, der irgendwas anderes macht“ sich ziemlich aufgelöst hat, wo nun alle in festen Bindungen sind.

2. Nachdem der Black Friday nun hinter uns liegt: Ich für meinen Teil wurde davon nicht beeinflusst. Spaßeshalber habe ich mal auf Amazon geschaut, was es so gibt. Aber gerade hierzulande ist das glaube ich mehr Schein als Sein und wirklich gute Angebote sind nicht dabei. Anders als in den USA, wo man wohl richtig Schnäppchen machen kann (dafür bei der Rabattjagd eventuell den ein oder anderen Ellbogen ins Gesicht kriegt ^^)

3. Kit Harington hätte es nicht besser treffen können, als für die Rolle Jon Snow in GoT besetzt zu werden, denn er hat das Glück, dass seine Figur nicht schon nach Staffel 1 gekillt wurde 😀 Und die Rolle ist dankbar, weil er nicht das größte Schauspieltalent braucht und trotzdem der große Held der Serie ist.

4. Mir war ja bis vor kurzem nicht klar, dass „Catelyn Stark“ auch in Harry Potter mitspielt (Mensch, so GoT lastig heute ^^). Die Schauspielerin Michelle Fairley hat zwar nur einen ganz kurzen Part, sie spielt Hermines Mutter, aber ich hab sie beim Rewatch dieses Wochenende sofort erkannt. Immer wieder lustig, wo man GoT-Darsteller überall so entdeckt.

5. Modern family hat mir ja bereits einige kurzweilige Stunden beschert, weil die Serie einfach nur süchtig macht. Eine der wenigen Sendungen, die ich mit großer Freude mehrfach sehe, wo ich immer wieder über die gleichen Jokes lachen kann. Ich kann es kaum erwarten, bis die neuen Folgen auf Netflix kommen.

6. Wenn nächste Woche schon der 1. Advent ins Haus steht ist auch schon das zweite Türchen im Adventskalender offen 🙂 Ich bin eigentlich viel zu alt (kann man dafür überhaupt zu alt sein?!^^), aber ich freue mich riesig über die kleinen Überraschungen jeden Tag. Das macht die Vorweihnachtszeit wirklich viel schöner. Den Advent mit Kranz und so feiere ich eher weniger.

7. Zuletzt habe ich gestern meinen Harry Potter-Marathon beendet und das war lang 😀, weil 8 Filme, alle über zwei Stunden. Aber ja, war schön mal wieder alles durchgesehen zu haben. Dazu kommt dann demnächst ein Beitrag hier auf dem Blog 🙂

 

Kingsman: The Golden Circle

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Hallo zusammen,

diesmal geht es um einen Film, der schon lange bei mir rumliegt (in Form einer mit Filmen bespielten, von einer Kollegin ausgeliehenen externen Festplatte) und nun endlich zum Einsatz kam. Im nachhinein ärgere ich mich darüber, dass ich Kingsman: The Golden Circle nicht schon früher angesehen habe. Wenn ihr wissen wollt warum, dann lest weiter oder hört es euch einfach an! 🙂

 

Worum es geht

Die Drogenbaronin Poppy Adams (Julianne Moore) hat ihre Drogen so modifiziert, dass die Konsumenten nach mehreren Phasen Krankheit daran qualvoll sterben. Sie möchte das Gegengift nur herausrücken, wenn der US-Präsident alle Drogen legalisiert. Nachdem alle Kingsman außer Eggsy (Taron Egerton) und Merlin (Mark Strong) sowie das Hauptquartier der Organisation Poppy zum Opfer gefallen sind, sind die beiden auf sich alleingestellt. Unterstützung erhalten sie von ihrem amerikanischen Pendant, den „Statesman“. Gemeinsam wollen sie so schnell wie möglich an das Gegengift kommen, denn die Zeit rennt und Tausende Leben stehen auf dem Spiel.

Meine Meinung

Schon die erste Sequenz des Film, eine wilde Verfolgungsjagd durch London, gab einen gelungenen Vorgeschmack auf das, was den Zuschauer erwartet. Größter Pluspunkt des Werks sind meiner Meinung nach die reihweg großartig choreografierten Actionszenen. Im gleichen Atemzug dazu muss man den optimal darauf abgestimmten Soundtrack nennen. In der ersten Szene mit dem Taxi wird beispielsweise zu Prince‘ „Let’s Go Crazyperformt. Das war wirklich großes Kino und dafür hätte es sich tatsächlich mal gelohnt, sich das auf der großen Leinwand anzusehen.

Einen weiteren Pluspunkt kriegen die Aufnahmen und das Setting von mir. Gerade die Szene in den Alpen oder auch die Bilder aus dem Dschungel waren echt schön anzusehen. Dazu so liebevoll gestaltete Schauplätze wie zum Beispiel Poppys american diner. Obwohl da sicherlich die Benutzung des Fleischwolfs nicht so schön anzuschauen war 😉

Was die Schauspieler angeht, wurden bei dem Actioner wirklich keine Kosten und Mühen gescheut. Neu dabei sind unter anderem Julianne Moore, Channing Tatum, Halle Berry, Jeff Bridges und the one and only Elton John ^^ Auch Pedro Pascal als Agent „Whiskey“ fand ich ziemlich cool. Ich musste die ganze Zeit überlegen, woher ich den kenne. Dank Wikipedia war es mir dann auch recht schnell klar: Er hat Oberyn Martell in GoT gespielt. Die Schauspielriege ist nicht nur hochkarätig, sondern wird ihrem Ruf auch gerecht. Besonders Julianne Moore macht das als Bösewicht klasse, aber auch Channing Tatums Auftritt hat mir richtig gut gefallen. Ich dachte nur, er hätte mehr Screentime.

Was man dem Film sicher vorwerfen kann, ist die zum Teil etwas sehr abwegige Story. Also das meiste hab ich noch so hingenommen, aber spätestens als die Menschen in Käfige gesteckt und aufgestapelt wurden, war das auch mir zu viel des Guten. Aber ich finde, bei so einem Film muss man da auch Abstriche machen, man kann schließlich nicht alles haben. Obwohl es da bei der Story ab und an hakte, kann man ihr keine Längen vorwerfen. Das hatte wirklich alles ein gutes Tempo, die einzelnen Plot-Elemente sind schön ineinander übergegangen. Außerdem gab es auch immer wieder die nötige Prise Humor, allen voran von Eggsy, die schon im ersten Teil gefallen hat und auch hier wieder für den angemessenen comic relief sorgt.

Fazit

Kingsman: The Golden Circle bietet das, was er verspricht: Grandiose Action, den dazu passenden Soundtrack und überzeugende Darsteller. Wer bei der Story das ein oder andere Mal ein Auge zudrückt, ist hier super unterhalten.

7 von 10 Popcorntüten!

Wie hat euch der Film gefallen? Gelungene Fortsetzung oder Reinfall? Schreibt’s mir doch in den Kommentaren! 🙂

Winter is coming

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Diese schöne Postkarte habe ich heute beim Aufräumen gefunden. Die wird natürlich niiiiee verschickt, sondern aufgehoben und irgendwann an einem feierlichen Ort aufgehängt 🙂 Hab ich übrigens im EYE Filmuseum in Amsterdam erstanden.

 

Die vor kurzem hierzulande noch bei VOX laufende Serie Take Two soll nicht fortgesetzt werden. Die Krimiserie mit O.C.-California-Star Rachel Bilson in der Hauptrolle wurde von Andrew W. Marlowe und Terri Edda Miller produziert. Diese zeichnen auch für Castle verantwortlich.

Bilson mimte in der Serie eine Schauspielerin, die zur Recherche für eine neue Rolle den Privatermittler Eddie bei seiner Arbeit unterstützen soll. Nach Anfangsschwierigkeiten bilden beide ein gutes Team.

Grund für das Absetzen werden wohl die miesen Quoten sein. Sowohl in den USA als auch hierzulande blieb das Format weit hinter den Erwartungen zurück.

Hat von euch jemand die erste Staffel gesehen? Was sagt ihr zu dem Serien-Aus? Schreibt’s mir doch in den Kommentaren! 🙂

Netflix hat einige Filme und Serien bekannt gegeben, auf die sich die Nutzer im Dezember freuen können. Hier eine kleine Auswahl (Filme stehen bislang nur Netflix-Produktionen fest):

Serien

  • Family Guy (Staffel 15, ab 1. Dezember)
  • Prison Break (Staffel 5, ab 1. Dezember)
  • Berlin Station (Staffel 3, ab 5. Dezember)
  • Dogs of Berlin (ab 7. Dezember)
  • Pine Gap (ab 7. Dezember)
  • Bad Blood (ab 7. Dezember)
  • Bad Banks (ab 10. Dezember)
  • The Protector (ab 14. Dezember)
  • Tidelands (ab 14. Dezember)
  • Fuller House (Staffel 4, ab 14. Dezember)

Filme

  • Battle“ (ab 1. Dezember)
  • Crossroad“ (ab 1. Dezember)
  • 5-Sterne-Weihnachten“ (ab 7. Dezember)
  • Mogli: Legende des Dschungels“ (ab 7. Dezember)
  • Free Rein: The Twelve Neighs of Christmas“ (ab 7. Dezember)
  • Bird Box – Schließe deine Augen“ (ab 21. Dezember)

Kleines Update: Netflix hat heute (21.11) ein paar weitere Filme (auch Fremdproduktionen) bekanntgegegeben, die im Dezember laufen:

  • Deadpool (1. Dezember)
  • Tatsächlich … Liebe (7. Dezember)
  • Das Schicksal ist ein mieser Verräter (31. Dezember)

 

Und, ist etwas dabei, das euch interessiert? Schreibt’s mir doch in den Kommentaren! 🙂

 

Tatort: Treibjagd

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Hallo zusammen! 🙂

Und aufgepasst liebe „Tatort“-Freunde! Heute Abend kommt ein neuer Fall der Hamburger Ermittler Falke (Wotan Wilke Möhring) und Grosz (Franziska Weisz). Nach ihrem letzten Fall „Alles was Sie sagen“, den ich wahnsinnig gelungen fand, weil er sehr ausgefallen erzählt wurde, gibt es diesmal wieder eine klassische Geschichte, wobei das Whodunit nicht so relevant ist.

Worum es geht

Aufgrund einer Einbruchserie in einem Hamburger Vorort hat sich dort eine Bürgerwehr formiert, die sich über Social Media organisiert. Als dann ein Hausbesitzer einen Einbrecher auf frischer Tat erwischt, erschießt er diesen angeblich aus Notwehr. Die Kommissare Falke (Wotan Wilke Möhring) und Grosz (Franziska Weisz) wollen dieser Version keinen Glauben schenken und die genauen Hintergründe ermitteln. Dadurch ziehen sie die Wut der Bürger auf sich.

Meine Meinung

Wie eingangs erwähnt, geht es weniger darum, was sich tatsächlich ereignet hat. Der Zuschauer weiß relativ früh, dass die Tat keine Notwehr sondern Vorsatz war. Viel interessanter an dem „Tatort“ ist zu sehen, wie sich Hass im Internet formiert und sogar persönlich gegen die Ermittler richtet. Damit hat die virtuelle Hetze ganz reale Auswirkungen auf das Leben verschiedenster Menschen. Im Prinzip war die Ausgangstat schon das Resultat der aufgepeitschten Stimmung im Internet.

Wie sich der Hass formiert wird recht schön dargestellt, als in einer Szene aus der Vogelperspektive auf das Viertel geblickt wird und über jedem Haus der entsprechende Post zum Handeln der Kommissare erscheint. Dadurch wird anschaulich verbildlicht, wie sich so ein Shitstorm formiert und verbreitet. Wie real und gravierend die Auswirkungen auch auf die Ermittler waren, schockierte, wirkte aber nicht realitätsfern. Leider ist ein solches Szenario durchaus vorstellbar. Gleichwohl die Wut der Bürger, schon zu Beginn der Ermittlungen, etwas zu überspitzt gezeichnet wurde.

Die Kommissare haben wieder ein gutes Team gebildet. Ich mag das Duo recht gerne, weil es nicht alles zu harmonisch ist, sie immer wieder aneinander anecken, aber dennoch sich optimal ergänzen. Falke, mit dem immer wieder sein Temperament durchgeht, was manchmal für Schwierigkeiten sorgt, manchmal aber auch genau zu den richtigen Ergebnissen führt. Er hat auch für den seltenen comic relief in der Folge gesorgt, etwa als er seinen Sohn beim Porno-Schauen erwischt hat. Grosz bleibt dagegen meistens ruhig und weiß genau, wann sie bei Befragungen eingreifen muss und Falke lieber im Hintergrund bleiben sollte.

Auch wenn diese Episode der Ermittler nicht so überraschend wie ihr vorheriger Fall war und relativ geradlinig auf einen Showdown zulief, war das eigentliche Finale dann doch wieder eine Überraschung und das auch zum Glück. Denn dadurch wurden die frappierenden Auswirkungen der Hetze im Internet noch ein Mal betont. So standen am Ende viele zerstörte, reale Leben.

Fazit

Ein solider „Tatort“, bei dem die eigentliche Mordermittlung im Hintergrund steht. Stattdessen wird gezeigt, wie schnell der virtuelle Hass ganz reale Auswirkungen haben kann.