Review: Pastewka – Staffel 9

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Hallo zusammen! 🙂

Leider ist es bei mir die letzten Wochen wieder etwas ruhiger geworden. Ich bin momentan beruflich und privat ziemlich eingebunden und hab leider echt keine Zeit zum bloggen gefunden. Sehr viel habe ich in der Zeit auch nicht geschaut, aber für die 10 neuen Folgen Pastewka hat es dennoch gereicht.

Wenn ihr wissen wollt, wie sie mir gefallen haben, dann bleibt einfach dran 😉

Worum es geht:

Nachdem Pastewka am Ende der letzten Staffel zum Geburtshelfer wurde, steht er im Fokus der Öffentlichkeit und hat sich ein neues Image aufgebaut. Allerdings spiegelt sich das nicht auf seinem Bankkonto wieder. Und auch in seiner Beziehung zu Anne gibt es keine Besserung. So versucht er, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen und nimmt ein Engagement als Hauptrolle in einer ZDF-Arztserie an – die genau in dem Krankenhaus gedreht wird, in dem Anne arbeitet. Doch bei seinem Versuch, ihr subtil wieder nahe zu kommen, tritt der Komiker selbstverständlich wieder von einem Fettnäppchen ins nächste.

Meine Meinung

Wie schon die achte Staffel der Comedyserie, die erstmal nicht mehr im Rahmen von Sat.1 sondern im Hause Amazon lief, konnte mich auch die neunte Staffel voll überzeugen. Ich weiß nicht, ob ich die alten Folgen nicht mehr richtig in Erinnerung habe, aber mir gefallen die neuen Staffeln besser als die alten. Vielleicht weil vermutlich mehr Geld im Spiel ist und es deshalb von einer Vielzahl an Schauspielern, Promis usw. Auftritte gibt. Aber auch abgesehen davon kann die Serie einfach mit viel Witz überzeugen. Ich liebe es, wie sich die Personen selbst nicht so ernst nehmen und auch mal Witze auf ihre eigenen Kosten machen.

In der achten Staffel hat mir zum Beispiel riesig die Situation auf dem FKK-Campingplatz gefallen. Jetzt in der neunten ist mir besonders positiv der Dreh der Arztserie aufgefallen. Ich finde es so lustig, wie sie einfach 1 zu 1 den Stil so einer Vorabend-Arztserie adaptieren. Und dann, als das Format verschiedene thematische Färbungen annimmt, wie sie auch da genau den Stil treffen. Wirklich super witzig und irgendwie auch sehr meta. Hätte nur noch gefehlt, dass sie es zu einem Comedy/Sitcom-Format machen 😀

Klar kann man sicherlich kritisieren, dass manche Situationen schon ziemlich überzogen sind, etwa im Wald mit den Wölfen oder wie er Kim als drogensüchtig ausgibt. Aber es gehört eben irgendwie zu der Serie dazu, dass immer absolut alles schief geht, was schiefgehen kann. Allgemein finde ich es echt schön, dass die Serie immer noch so viel gutes von früher hat, aber dazu neue gute Elemente gekommen sind.

Es soll zwar nur noch eine finale Staffel kommen, aber wie heißt es doch: Aufhören, wenns am schönsten ist 🙂

Fazit

Pastewka macht da weiter, wo er aufgehört hat. Der Wechsel vom linearen Fernsehen zum Streaming-Anbieter war ein super Schachzug, der vor allem den Fans der Serie große Freude bereitet. Kuriose Situationen, viel Selbstironie und pointierte Dialoge. So muss es sein 🙂

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Review: Netflix-Film Bird Box

Film/ Bird Box

Hallo zusammen! 🙂

Es ist gar nicht so einfach, gute Dystopien in Filmform zu finden. Umso schöner, dass Netflix mit dem postapokalyptischen Thriller Bird Box etwas neues in der Richtung auf den Markt geworfen hat. Und wenn man Berichte über die idiotische Bird Box Challenge liest, scheint er zumindest für Aufsehen zu sorgen. Ob der Film mit Sandra Bullock auch gelungen ist, erfahrt ihr, wenn ihr weiterlest! 🙂

Worum es geht

Die Künstlerin Malorie ist schwanger, als die Apokalypse über die Welt hineinbicht. Unsichtbare Wesen führen dazu, dass man sich umbringt, wenn man sie ansieht. Malorie kommt mit einigen anderen in einem Haus unter, das sie von der Außenwelt abschotten. Nur mit Augenbinden trauen sie sich, draußen auf die Suche nach Lebensmitteln zu gehen. Doch das Haus bleibt nicht auf ewig sicher.

Meine Meinung

In Bird Box wird sicher nicht das Rad neu erfunden, aber ich habe mich durchweg gut unterhalten gefühlt. Durch den Sprung zwischen mehreren Zeitebenen fühlt sich der Film überaus kurzweilig an. In einigen Momenten,  etwa wenn sie den Supermarkt plündern, hatte ich ein angenehmes The Walking Dead-Gefühl, so am Anfang der Apokalypse, wenn die Figuren in der Situation noch sehr neu sind.

Was die Figuren angeht, haben die Macher auch ein gutes Händchen bewiesen. Man entwickelt schnell Sympathien für Malorie und freut sich über die Liebesbeziehung, die sich zu Tom anbahnt. Auch Douglas passt gut ins Bild. Klar, auch hier wurde nichts weltbewegend neues erdacht, wer den ein oder anderen Film der Art gesehen hat, kennt die Figuren. Es gibt immer den einen, der am liebsten hart durchgreifen würde, und die eine (hier Olympia), die viel zu sensibel für die ganze Lage ist, und von den anderen beschützt werden muss. Dennoch, man konnte sich ganz gut hineindenken. Lediglich Gary war meiner Meinung nach zu überzeichnet. Zu den runden Figuren trug natürlich auch der gute Cast bei, allen voran Sandra Bullock macht ihre Rolle wirklich gut.

Außerdem hat mir die titelgebende Idee der Vögel, die vor den Wesen warnen, sehr gut gefallen. Das zog sich durch den ganzen Film hindurch und wurde im Ende nochmal schön aufgegriffen. Einzig ist anzuzweifeln, ob die Tiere so eine Flussfahrt in einem kleinen Karton wirklich überleben würden. Aber dafür ist es ja auch ein Film 😉

Auch der Schluss lief dann wieder nach dem typischen postapokalyptischen Schema ab. Ich finde es schwer, sich darüber zu beschweren, weil irgendwie erwartet man sowas auch, wenn man sich Filmen des Genre widmet. Mit Erwartungen brechen ist schön, aber was wäre dann die Alternative? Alle tot? Die Wesen besiegen? Oder auf ewig durchs Land ziehen?

Fazit

Die Netflix-Produktion Bird Box ist eine solide postapokalyptische Dystopie, die zwar  nach einem typischen Schema abläuft, aber dank der gut aufgebauten Story keine Längen aufkommen lässt. Ich fühlte mich gut unterhalten und kann den Film für diese Zwecke empfehlen.

6,5 von 10 Popcorntüten!

Hat jemand von euch Bird Box gesehen? Konnte euch der Film überzeugen oder war er für euch 08/15? Schreibt’s mir doch in den Kommentaren! 🙂

 

Black Mirror: Bandersnatch – Zwischen Faszination und Frustration

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Hallo zusammen! 🙂

Also wenn das miese Wetter eine gute Sache hat, dann dass man sich ohne schlechtes Gewissen unter fünf Decken auf dem Sofa vergraben und hemmungslos Serien und Filme schauen kann. So eingekuschelt lässt es sich zumindest recht gut aushalten.

Für Black Mirror: Bandersnatch musste ich dann allerdings doch die gemütliche Position verlassen, als ich beim Versuch es so starten erst mitgekriegt habe, dass es nicht auf dem TV über meinen Fire TV Stick geht. Also an den Laptop gesetzt, Netflix-App geöffnet, Serie rausgesucht, und wieder dasselbe. Erst beim dritten Versuch ging es dann im Browser über die Netflix-Homepage. Eigentlich war mir da ja schon die Lust darauf vergangen, aber wo ich es schon so weit gebracht habe, wollte ich dann doch wissen, was hinter diesem innovativen Filmkonzept steckt. Wenn ihr wissen wollt, wies mir gefallen hat, lest einfach weiter! 😉

Worum es geht

Im Zentrum steht der junge Programmierer Stefan (Fionn Whitehead), der 1984 versucht, einen Fantasyroman als Videospiel zu adaptieren. Als Zuschauer trifft man per Mausklick in bestimmten Situationen anhand von zwei Auswahlmöglichkeiten für Stefan Entscheidungen, die den weiteren Verlauf der Geschichte bestimmen.

Meine Meinung

Ich finde es toll, dass die Idee eines interaktiven Films hiermit auf den Weg gebracht wurde und auch, dass Netflix bereits angekündigt hat, mehr Filme dieser Art zu produzieren. Auch denke ich, dass Black Mirror das beste Format für Bandersnatch ist, denn es hat diese typischen mindfuck-Momente drin.

Mir hat Bandersnatch immer an den Punkten gut gefallen, an denen er sehr meta und selbstreferenziell ist. Das ganze Konzept an sich ist ja schon ziemlich meta, weil Stefan selbst im Film die ganze Zeit an den verschiedenen Entscheidungen und Pfaden für sein Videospiel tüftelt. Auch sowas wie, dass man an einem Punkt ihm erzählt, dass man Netflix ist und seine Entscheidungen kontrolliert, durchbricht natürlich völlig die Grenzen. Und auch wenn man sich bewusst ist, dass er einen nicht direkt ansprechen kann, fühlt man sich für seine Lage verantwortlich.

Auch hat mir gefallen, wie auf Details geachtet wurde, etwa wenn Entscheidungen von vorher später wieder aufgegriffen werden (z.B. die Kellogs, die später in der TV-Werbung wieder auftauchen)

Obwohl mich das total fasziniert hat, fing Bandersnatch auch irgendwann an, zu frustrieren. Es schien, egal wie ich entscheide und wie sehr ich meine Auswahl überdenke, es läuft immer wieder aufs Negative zu. Man wird ja an einigen Punkten wieder zurückgeworfen, dass man wie in einem Videospiel zu einem gewissen Punkt zurück kann und sich ab da nochmal neu entscheiden kann. Aber auch wenn ich dann immer wieder anders gewählt habe, war er im Endeffekt Tod oder ein Mörder etc. Irgendwann hat das dann genervt und ich hab mich echt gefragt, ob bereits meine Kellogs-Entscheidung zu Beginn falsch war.

Ich glaube ich wurde insgesamt dreimal zurückgeworfen und dann hatte ich irgendwann ein richtiges Ende mit dem ich auch tatsächlich zufrieden war. Das war doch ein versöhnlicher Abschluss, nachdem es mich zwischendurch sehr gestört hat.

Ich weiß aber nicht, ob man das dem Film ankreiden kann, in einem Spiel muss man ja auch öfter mal Rückschläge einstecken. Dennoch, ich denke es sollte dem Zuschauer schon auch Spaß machen. Und wäre das nicht so nervig gewesen, hätte dieses erzählerisch wirklich spannende Projekt bei mir auch keinen negativen Beigeschmack gehabt.

Fazit

Großartig, dass man mit Bandersnatch für Black mirror einen interaktiven Film verwirklicht hat. Die Entscheidungspfade sind geschickt verknüpft und die Macher haben auf Details viel Wert gelegt. Allerdings sollten nicht so viele Pfade in Sackgassen führen, weil das für Frust beim Zuschauer sorgt.

 

7,5 von 10 Popcorntüten!

Dschungelcamp 2019: Wer macht das Rennen?

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Hallo zusammen,

also aus der Kategorie Trash-TV hat schon lange nichts mehr den Weg in meinem Blog gefunden (was natürlich nicht bedeutet, dass ich den Glanzpunkten des Fernsehens den Rücken zugekehrt habe 😉 ) Warum also nicht mal wieder den König unter den Reality-Shows besprechen??

Nun, da endlich offziell die diesjährigen Kandidaten bekannt gegeben wurden, kann das muntere Rätselraten wieder losgehen: Wer wird König oder Köngin des Dschungels?

Ich gebe hier mal meine kleine Einschätzung zu den jeweiligen Kandidaten und würde mich freuen, wenn ihr eure Meinung in den Kommentaren kund tut! 🙂 Ich finde hier gibt es ganz gute Infos zu den Teilnehmern. Einfach weiter unten im Text auf die Namen klicken.

Es gibt doch nicht schöneres, als jetzt ein bisschen zu orakeln, um dann ab dem 11. Januar vom Gegenteil überzeugt zu werden 😉 🙂

 

Sibylle Rauch

Sie hat mir vom Namen her gar nichts gesagt. Sie hat bei den „Eis am Stiel“-Filmen und anderen erotischen Streifen mitgespielt, dann wurde es ruhig um sie. Nun ist sie um einige Schönheits-OPs reicher wieder zurück im Rampenlicht. Ich könnte mir vorstellen, dass sie jemand ist, der sich mit den Prüfungen schwer tut. Auf alle Fälle rechne ich ihr nicht so große Siegeschancen zu.

Doreen Dietel

Sie ist mir schon eher ein Begriff, nicht wegen ihrer Rolle in Dahoam is dahoam, sondern weil ich sie schon in so Formaten wie Shopping Queen gesehen habe. Ich glaube, sie könnte so ein bisschen die Camp-Mutti werden und ich denke, sie ist auch hart im nehmen. Vorderes Mittelfeld würde ich mal schätzen.

Tommi Piper

Außer dass ich die Stimme von Alf kennen, hab ich zu ihm gar keinen Anknüpfungspunkt. Aber ich finde, er wirkt wie ein netter Opi 🙂 Ich denke, er wird für ein wenig Harmonie im Camp sorgen und als Vermittler agieren. Vielleicht ist er dadurch auch den Zuschauern ein wenig zu langweilig. Ich schätze mal, er landet im Mittelfeld.

Sandra Kiriasis

Puh, hier bin ich komplett blank. Erfolgreiche Bobfahrerin, siebenmal Weltmeisterin und olympisches Gold geholt. Sie ist wohl eine Nachrückkandidatin, weil Daniela Büchner dieses Jahr nicht ins Camp geht. Könnte mir vorstellen, dass sie ein wenig untergeht im Camp.

Gisele Oppermann

Da ich seit Beginn an GNTM schaue, ist sie mir selbstverständlich ein Begriff. Aber man muss schon sagen, sie war wirklich ziemlich lang in der Versenkung verschwunden. Und ihre Frisur auf den Pressefotos kommt auch irgendwie ein paar Jahre zu spät ^^ Also bei Topmodel war sie mega nervig und hat für viel Drama gesorgt. Könnte also Sarah Knappik mäßig werden mit ihr. Weil sie für Unterhaltung sorgt, wird sie lange drin bleiben, aber nicht gewinnen.

Felix van Deventer

GZSZ ist eins meiner guilty pleasures, dem ich zwar nicht täglich, aber wahrscheinlich viel zu oft nachgehe ^^ Daher kenne ich ihn natürlich auch in der Rolle des Jonas Seefeld in der Soap. Wird jetzt wahrscheinlich schwer, die Figur von ihm zu trennen. Ich würde trotzdem mal schätzen, dass er eher der Stimmungsmacher ist und die Prüfungen sportlich-ehrgeizig angeht. Weil er durch GZSZ auch ne große Fanbase hat, würde ich sagen, dass er recht weit kommt.

Evelyn Burdecki

Weil ich begeistert Bachelor in Paradise geschaut habe, ist sie mir spätestens seit da gut bekannt. Sie wirkt immer recht naiv, wobei man nie weiß, wie viel davon echt ist. Angeblich soll ihr Mitcamper Domenico De Cicco sie betrogen haben, was nun natürlich eine interessante Mischung gibt. Irgendwie fand ich sie immer auf ne Art ganz sympathisch, ich denke sie kann da bei den Zuschauern punkten und wird weit kommen.

Domenico De Cicco

Tja, bei Bachelor in Paradise hat er alles getan, um Evelyns Herz zu gewinnen und hat sich voll auf sie fokussiert. Mit der ganzen Geschichte danach weiß ich nicht mehr so genau, was ich von ihm halten soll. Also im Sympathie-Ranking wird sicherlich Evelyn gewinnen. Auch kann Domenico manchmal recht aufbrausend sein. Zwecks Unterhaltung wird er sicher im vorderen Mittelfeld landen.

Bastian Yotta

Der Name sagte mir was, aber anhand von Bildern und Steckbrief kann ich nicht wirklich was mit ihm anfangen. Eventuell hab ich in bei Adam sucht Eva gesehen. Könnte mir vorstellen, dass er eher unsympathisch und protzig daherkommt. Vielleicht sorgt er das ein oder andere Mal für Streit. Da kann ich aktuell schlecht einschätzen, wo er landet.

Chris Töpperwien

Noch so ein Herr, zu dem ich wenig Bezug habe. Ich glaube, ich habe bei Goodbye Deutschland schon mal eine Folge mit ihm gesehen. Sein Styling ist auf alle Fälle gewöhnungsbedürftig 😀 Mal sehen, wie er dann im Dschungel ohne die ganze Deko aussieht ^^ Er scheint ja irgendwie selfmade zu sein, wer weiß, vielleicht wird er ein Überraschungskandidat und schlägt sich ganz gut durch.

Peter Orloff

Also bei Schlager bin ich echt raus 😀 😀 Wenn es nicht gerade Helene Fischer oder Hansi Hinterseer ist, hab ich da echt keine Ahnung. Ich schätze das wird hier aber wieder so eine Nummer, dass er kaum Prüfungen mitmachen kann und den ganzen Tag in seiner Pritsche schläft. Tommi Piper ist wohl paar Jahre älter, aber wirkt irgendwie fitter. Ich denke, er wird früh das Camp verlassen.

Leila Lowfire

Also das war für mich irgendwie überraschend. Ich höre super viele Podcasts (Besser als Sex aber nicht) und finde es irgendwie komisch, dass jetzt tatsächlich jemand aus der Branche in den Dschungel geht. Ich frag mich halt, was sie damit erreichen möchte. Da führt der Weg ja eigentlich nur weiter ins Trash-TV. Da ich den Podcast nicht höre, kann ich sie charakterlich nicht einschätzen. Auf alle Fälle wirkt sie selbstbewusst und könnte vielleicht echt weit kommen.

So macht man Horror: The Haunting of Hill House

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Hallo zusammen! 🙂

Das neue Jahr startet auf meinem Blog gruselig, zumindest was den Inhalt dieses Beitrags betrifft 😉 Kurz vor Weihnachten habe ich die derzeit gehypte Horroserie The Haunting of Hill House (z.D.: Spuk im Hill House) auf Netflix angesehen. Es ist bereits die dritte Verfilmung des gleichnamigen Romans von Shirley Jackson (übrigens der selbe Vorname wie von einem der Charaktere) und die erste Spukhausgeschichte, die ich in Serienform gesehen habe. Wenn ihr wissen wollt, wie es mir gefallen habt, dann bleibt einfach dran! 🙂
Worum es geht

Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen und folgenweise aus der Perspektive einer der Hauptfiguren, erzählt. Alles dreht sich um das alte Hill House, in das Hough und Olivia Crain in den 80ern mit ihren Kindern Steven, Shirley, Theodora und den Zwillingen Nell und Luke einziehen. Dort ereigneten sich merkwürdige Vorkommnisse, die den Tod der Mutter zur Folge haben und sich bis in die Gegenwart auf das Leben der Kinder und des Vaters auswirken.

Meine Meinung

Die Serie lässt sich anfangs oft viel Zeit bei der Figurenzeichnung und dem Aufbau der Geschichte. Und wer auf viele jump-scares hofft, wird eher enttäuscht. Dennoch ist The Haunting of Hill House das Beste, was ich seit Langem horrormäßig gesehen habe.

Der Gruselfaktor kam hauptsächlich durch die Atmosphäre auf. Ohne, dass wirklich gruseliges passiert, fürchtet man sich durchwegs, ist die ganze Zeit angespannt. Auch die Geister lassen einen eher durch ihre düster-böse Aura als durch ihre Taten erschaudern.

Besonders gepackt hat mich die Serie ab Folge fünf, als man sieht, wie Nell stirbt. Das war zum einen filmtechnisch richtig gut gemacht, zum anderen erzählerisch einfach total faszinierend. Ich musste danach die ganze Zeit überlegen, wo ich dieses Spiel mit Zukunft, Gegenwart und Vergangenheit schon mal gesehen habe. Dann ist mir endlich eingefallen, dass ich dadurch an Hodors Tod in GoT erinnert wurde. Auch da hat ein Ereignis der Zukunft die Vergangenheit beeinflusst/geprägt.

Auch so Elemente wie Theos Fähigkeit, die Gefühle anderer durch Berührung zu spüren, fand ich super interessant. Das verlieh der Geschichte auch nochmal einen anderen Twist.

In einem Podcast zu der Serie wurde sich darüber beschwert, dass keine der Figuren (außer Nell) sympathisch sei und man sich mit niemandem identifzieren konnte. Meines Erachtens war das aber ganz plausibel, dass alle Charaktere in irgendeiner Weise negative Verhaltensweisen aufweisen, weil sie eben durch die Erlebnisse ihrer Kindheit geprägt wurden. Außerdem machte das angespannte Verhältnis zwischen den Familienmitgliedern meiner Meinung nach die Geschichte erst richtig interessant und so Momente wie die Plansequenz in Folge sechs besonders spannend.

Was die Story betrifft, kann ich wirklich nicht viel bemängeln – außer das Ende. Das wird glaube ich generell in den Reviews am kritischsten gesehen. Mich haben daran zwei Dinge gestört: Zum einen war mir das stellenweise wirklich zu verwirrend, etwa diese Träume/Zukunftsaussichten von Steven und Co. in dem Raum mit der roten Tür. Da bin ich nicht mehr richtig mitgekommen, was das nun wieder zu bedeuten hat (Da war ich ein bisschen so verloren wie am Ende von Lost :D). Zum anderen war mir der Schluss dann viel zu weichgespült. Plötzlich ist der ganze Spuk verflogen und alle können ein großartiges Leben führen? Auch da hat es mich irgendwie verloren. Normalerweise wird doch bei solchen Geschichten irgendwas gemacht, um die Dämonen auszutreiben oder so. Und hier geben dann die Geister einfach Ruhe?? Das war wirklich schade, denn mit dem Schluss steht und fällt ja häufig eine gute Geschichte.

Dennoch möchte ich meine Sicht auf die Serie davon nicht komplett blenden lassen.

Fazit

The Haunting of Hill House hat über weite Strecken eine überasschende, intelligent erzählte Story, die Serie erzeugt eine Atmosphäre, sodass man sich auch ohne viele jump-scares durchwegs gruselt, und sie ist filmtechnisch auf höchstem Niveau. Damit lässt sie viele Horrorfilme alt aussehen und ist für mich das Beste was ich seit Langem aus der Sparte gesehen habe.

8,5 von 10 Popcorntüten!

Hat jemand von euch die vieldiskutierte Serie gesehen? Hat sie euch auch überzeugt oder ist sie not worth the hype? Schreibt’s mir doch in den Kommentaren! 🙂

Meine Serien-Top-10 2018

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Hallo zusammen! 🙂

auch ich reihe mich in die Vielzahl an medialen Jahresrückblicken ein. Hauptsächlich, um auch mal für mich selbst einen Überblick zu bekommen. Man hat immer das Gefühl, das Jahr verfliegt wie im Flug. Aber jetzt, wo ich mal überlegt habe, was ich alles so geschaut habe, wird mir klar, dass es wohl doch 365 Tage waren 😀

Nun also meine Top-10 der Serien, die ich 2018 neu entdeckt habe. Nicht darunter fallen also Formate, bei denen ich dieses Jahr nur eine neue Staffel geschaut habe. Zu jeder Serie gibt es eine kleine Kurzbewertung, die womöglich den jeweiligen Platz erklärt.

Viel Spaß beim Ranking! 🙂

 

Platz 10: Babylon Berlin

Ausstattung, Bühnenbild und Schauspieler sind top. Aber obwohl ich mich total für die Zwischenkriegsjahre interessiere, konnte mich die Serie nicht fesseln. Die erste Staffel hab ich durch, für die zweite konnte ich mich nicht mehr aufraffen. Vielleicht schaue ich weiter, wenn es irgendwann wieder im TV kommt …

Platz 9: Bodyguard

Wie bereits in einer ausführlichen Kritik erklärt, konnte mich auch diese ziemlich gehypte BBC-Serie nicht zu 100 Prozent begeistern. Bei der Story gab es für mich einige Schwachpunkte, auch wenn mir die Action und die Darsteller gut gefallen haben.

Platz 8: Beat

Wenn man meine Review dazu liest, könnte man meinen, ich würde der Amazon Produktion eine höhere Platzierung geben. Aber im direkten Vergleich mit den weiteren Plätzen ist für mich der achte gerechtfertigt. Die Serie nimmt ab einen Punkt gut Fahrt auf, Jannis Niewöhner ist großartig und die Atmosphäre überzeugt. Allerdings wollten die Drehbuchautoren an einigen Stellen zu viel. Da wäre weniger mehr gewesen 🙂

Platz 7: Unbreakable Kimmy Schmidt

Fällt ein bisschen raus, was mein Ranking betrifft, denn es ist das einige wirkliche Comedyformat. Ich verbinde damit eine Hass/Liebe bzw. eher eine Istmiregal/Liebe. Manchmal hab ich Lust, mehrere Folgen am Stück zu sehen und bin vom Humor und den Dialogen begeistert. Dann wieder schaue ich wochenlang gar nicht mehr rein, weil ich einfach keine Motivation dafür habe. Dennoch kann man festhalten, dass gerade die humoristischen Töne zwischen den Zeilen überragend sind und überall kleine Schmankerl versteckt sind. Einigen mag die Serie aber zu überdreht sein.

Platz 6: How to Get Away with Murder

Hab ich total weggebingt. Und die Macher wissen auch genau, wie sie einen dazu verleiten. Die Story ist super spannend durch das Verwirrspiel mit dem Zuschauer. Manchmal merkt man schon, dass es eine ABC-Produktion ist was die Machart betrifft. Ich schaue schon seit Jahren Grey’s Anatomy und da sieht man was das Storytelling betrifft doch öfter mal Parallelen. Dennoch absolut empfehlenswert – aber nur für Personen, die die nötige Zeit haben, denn man kann wirklich nicht mehr aufhören 😀

Platz 5: The Haunting of Hill House

Die Serie aus der Liste, die ich zuletzt gesehen habe. Dem große Hype darum konnte auch ich mich nicht entziehen, vor allem weil ich generell Horror nicht abgeneigt bin, es leider aber viel zu viele schlechte Filme/Serien aus dem Genre gibt. Und was soll ich sagen: Es ist nicht alles perfekt, aber einige Elemente hab ich so noch nie irgendwo gesehen und fand ich wirklich mind blowing. Eine ausführlichere Review gibt es demnächst.

Platz 4: Manhunt: Unabomber

Es ist schon eine Weile her, dass ich diese Miniserie gesehen habe. Wie in meiner Kritik betont, ich sie als Miniserie auch wirklich super, denn man will unbedingt weitersehen. Sam Worthington als Hauptdarsteller ist vielleicht nicht die glücklichste Wahl, aber dennoch eine sehr spannende Serie, die viel richtig macht und den Zuschauer auch zum Nachdenken anregt.

Platz 3: Downton Abbey

Hier bin ich immer noch nicht fertig, sondern irgendwo in der fünften Staffel. Die Serie ist die einzig richtig große, die ich dieses Jahr neu angefangen haben (danach wird es wohl Sons of Anarchy). Erst hatte ich Schwierigkeiten reinzukommen, auch weil ich mich erstmal an die ganzen britischen Dialekte und die Art zu sprechen gewöhnen musste. Aber jetzt liebe ich einfach die großen und kleinen Dramen in dem wunderschönen Anwesen. Auch humorvolle Momente, etwa wenn Violet gegen jemanden stichelt, sind einfach herrlich.

Platz 2: American Crime Story: The People V. O.J. Simpson

Kurz davor hatte ich Manhunt: Unabomber gesehen und nicht wirklich damit gerechnet, dass mich schon wieder eine Miniserie so positiv überraschen kann. Aber hier hat wirklich alles gestimmt. Die Darsteller sind allesamt grandios besetzt, Maske und Kostüm sind sehr authentisch und die Story lässt einen mitfiebern, obwohl man weiß, wie die Geschichte ausgeht. Es war wirklich ein Genuss, sich das anzusehen.

Platz 1: Marvelous Mrs. Maisel

Wer meinem Blog folgt, den wird das vermutlich nicht überraschen. Wie in den Reviews zu Staffel eins und zwei bereits ausführlich geschildert, hat mich diese sympathische Frau komplett verzaubert. Ich könnte mir 500 Folgen am Stück ansehen und würde gar nicht merken, wie die Zeit verfliegt. Die Geschichte ist wahnsinnig originell, die Figuren sind großartig, allen voran Midges Vater Abe, ich liebe den Humor innerhalb der Erzählung aber natürlich auch die Stand-Up-Parts. Das Setting und die Kostüme sind so schön, man kann komplett ins New York der 50er eintauchen.

Mit Abstand die Serie von 2018, die mich am meisten begeistern konnte! 🙂

 

Was meint ihr zum Ranking? Hättet ihr eine Serie weiter vorne oder weiter hinter positioniert? Schreibt’s mir doch in den Kommentaren! 🙂

 

 

Netflix hat ein paar Neustarts für den Januar bekanntgegeben. Und endlich ist mal etwas dabei, auf das ich mich schon lange freue: Ab 18. Januar kann man bei dem Streaminganbieter die zweite Staffel American Crime Story: Der Mord an Gianni Versace  sehen.

Staffel eins war eine der Serie, die mich dieses Jahr total gepackt haben. Leider bin ich nicht dazu gekommen, darüber zu bloggen, aber sie gehört definitiv in meine Top-10 des Jahres. Überragende Schauspieler und eine Story, die fesselt, obwohl man den Ausgang kennt. So wünsche ich mir das. Über Staffel zwei hab ich auch schon einiges gehört, das klingt alles sehr vielversprechend 🙂

Weitere Neustarts:

  • Eine Reihe betrüblicher Ereignisse (Staffel 3) 1.1.
  • The Lego Batman Movie 6.1.
  • Disneys die Schöne und das Biest 10.1.
  • Star Trek: Discovery (Staffel 2) ab 18.1.
  • Guardians of the Galaxy Vol. 25.1.

Freut sich noch jemand auf American Crime Story oder auf einen der anderen Neustarts? Schreibt’s mir doch in den Kommentaren! 🙂

The Marvelous Mrs. Maisel ist zurück!

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Hallo zusammen! 🙂

Momentan ist es bei mir super stressig bei der Arbeit, das vermiest mir derzeit ziemlich die Vorfreude auf Weihnachten. Aber gut, noch fünf Tage durchkämpfen und dann stellt sich hoffentlich zurück in der Heimat die Besinnlichkeit ein.

Obwohl ich derzeit so unter Strom stehe, wollte ich es mir nicht nehmen lassen, die zweite Staffel The Marvelous Mrs. Maisel durchzubingen 🙂 Ich habe die Serie wie in meiner Review zu Staffel eins erst vor ein paar Monaten entdeckt, daher war das Warten bis zur zweiten Staffel nicht so lange. Wenn ihr wissen wollt, ob mich die Serie weiterhin begeistert, dann lest einfach weiter! 🙂

Worum es geht

Die Handlung setzt etwas nach dem Ende von Staffel eins ein. Allerdings erfährt man in Rückblenden, was an dem Abend nach Ende von Midges Auftritt passiert ist. Midge und Susie versuchen weiterhin, ihr so viele Auftritte wie möglich zu sichern. Dabei gibt es aber auch immer wieder Hindernisse, unter anderem, weil Midge mit ihrem Vater Abe nach Paris reist, um ihre Mutter zurückzuholen, oder sie für zwei Monate mit ihrer Familie ins alljährliche Sommerurlaubscamp fährt. Derweil versucht Joel, in der Firma seines Vaters Fuß zu fassen und dort die Zügel zu übernehmen.

Meine Meinung

Ich bin soooo froh, dass die zweite Staffel das Niveau der ersten halten konnte. Ich würde sogar fast behaupten, dass es mir noch etwas besser als die erste gefallen hat. Die neuen Handlungsorte sorgen für Schwung, gerade diese eigene Dynamik der Urlauber in dem Camp fand ich ziemlich unterhaltsam.

Die Figuren sind immer noch so grandios gezeichnet wie in Staffel eins. Mein absoluter Favorit bleibt aber Abe, ich könnte mich Stunden über ihn amüsieren. Auch neu eingeführte Charaktere wie Benjamin fügen sich gut in die Konstellation ein. Dass nun diese Dreier-Konstellation zwischen Midge, Joel und Benjamin aufgezogen wird, gibt der Serie natürlich eine neue Färbung, die vermutlich den ein oder anderen stören könnte. Zumindest denke ich, dass man das kritisieren kann. Mir hat es aber gut gefallen, weil ich die Figuren einfach schon so ins Herz geschlossen habe, und mir gerne das Gefühlschaos ansehe, und weil es auch nicht zu viel der Handlung einnimmt.

Die Idee, dass Midge und Susie durch die USA touren, hat mir auch richtig gut gefallen. So konnten verschiedene Situationen bei Auftritten gezeigt werden, was es alles für Probleme geben kann. Und auch, dass nicht alles immer rosig ist in der Branche.

Allgemein gab mir die zweite Staffel noch viel mehr das Gefühl, dass noch so viel mit diesen Figuren und der Geschichte erzählt werden kann. In dieser Staffel ergaben sich durch den Urlaub und die Tour neuen Möglichkeiten, in der nächsten ist es dann vermutlich die Tour durch Europa, die wieder eine andere Facette bringt. Ich kenne wenige Serien, die so kurzweilig sind wie The Marvelous Mrs. Maisel. Die ca. 50 Minuten jedes Mal gehen so schnell vorbei und mit jeder Folge, die endete, wuchs der Schmerz in mir, bei dem Gedanken, dass es nur 10 neue gibt und es dann schon wieder vorbei ist ;( Jetzt heißt es lange warten – aber ich weiß, dass es sich für Mrs. Maisel lohnen wird! 🙂

Fazit

Staffel zwei von The Marvelous Mrs. Maisel steht der ersten in nichts nach. Die Macher bringen durch neue Handlungsorte, Figuren und Erzählstränge neue Facetten in die Serie. Dabei behält sie immer noch den großartigen Humor, die liebevoll gezeichneten Figuren sowie das authentische Setting und Kostüm bei. Just marvelous!

9 von 10 Popcorntüten!

Hat jemand von euch schon Staffel zwei von The Marvelous Mrs. Maisel gesehen? Konnte sie euch auch so überzeugen oder ist es eher ein Rückschritt im Vergleich zur ersten Staffel? Schreibt’s mir doch in den Kommentaren!

Schonungslos und brutal: Amazon-Serie Beat

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Hallo zusammen! 🙂

Momentan stehen bei mir so viele Serien an, die ich schauen will. Doch zwischen meinem Dauermarathon Downtown Abbey und der endlich gestarteten zweiten Staffel Marvelous Mrs. Maisel hab ich schnell die sieben Folgen der Amazon-Produktion Beat dazwischengeschoben. Schon als ich vor einiger Zeit den ersten Trailer dazu gesehen habe, war das Interesse da. Unter anderem die starke Besetzung mit Jannis Niewöhner und Alexander Fehling hat mich angesprochen. Wenn ihr wissen wollt, ob meine Erwartungen erfüllt wurden, dann lest einfach weiter oder hört es euch an! 🙂

 

 

Worum es geht:

Im Leben des Waisen Robert Schlag (Jannis Niewöhner), genannt Beat, dreht sich alles um Party, Drogen und Technomusik. Er betreibt die Promo für den Club seines besten Freundes Paul (Hanno Koffler). Eines Tages wird Beat von dem europäischen Geheimdienst ESI kontaktiert. Pauls neuer Geschäftspartner Philipp Vossberg (Alexander Fehling) soll in kriminelle Machenschaften verwickelt sein. Mithilfe von Beats internen Informationen soll ihm das Handwerk gelegt werden. Beat lässt sich auf die Zusammenarbeit ein – doch damit macht er sich mächtige Feinde.

Meine Meinung

Zu Beginn braucht die Serie ein wenig. Sie wird unter anderem von Matthias Schweighöfers Produktionsfirma produziert und gerade zu Beginn erinnerte es mich irgendwie auch an das eher mittelmäßige You are Wanted. Doch so ab Folge drei nimmt die Story meiner Meinung nach gehört Fahrt auf und konnte mich dann auch zum bingen bewegen.

Der Bösewicht Philipp Vossberg ist wirklich abgrundtief böse, bewahrt dabei aber immer dieses gutbürgerliche Auftreten. Stellenweise hat mich das an Gus Fring aus Breaking Bad erinnert. Dieses Skrupellose, aber immer mit einem Lächeln. Lediglich in den finalen Szenen war es mir dann zu viel des Guten. Gerade wo er zuvor immer so rational agiert hat, hätte ich mir das etwas anders vorgestellt. Dennoch ein starker Antagonist.

Allgemein sind die Machenschaften des Kriminellen ganz schön harter Tobak, also auf alle Fälle nichts für schwache Nerven. Auch fand ich es in der einen Szene gut gelungen, wie der Zusammenhang zwischen dem illegalen Waffenexporten in Krisengebieten und letztendlich dem Organhandel gezeigt wurde.

Neben Alexander Fehling als Bösewicht konnte auch Jannis Niewöhner als Hauptperson vollends überzeugen. Eigentlich trägt die Figur des Beat sogar einen Großteil der Serie. Es gelingt ihm durch sein Spiel, dass sich der Zuschauer sich seiner Exzesse und Makel in die Figur einzufühlen, sie verstehen kann. Dazu tragen sicher auch die Infos zu seiner Kindheit bei, aber auch, wenn man ihn im Umgang mit seinem Neffen, Pauls Sohn, oder seinem guten Freund und WG-Genossen Janik sieht. Besonders bewegend fand ich die Szene, in der Beat die etwas ältere Prostituierte einfach in den Arm nimmt. Niewöhner ist sicherlich die Idealbesetzung für die Rolle, denn es gelingt ihm, das ganze Wechselbad der Gefühle an den Zuschauer zu transportieren. Und nur deshalb fiebert man mit dem Protagonisten so mit.

Obwohl die Geschichte für mich den richtigen Thrill hatte und gut die Spannung gesteigert hat, gibt es meiner Meinung nach ein paar Makel. Zum einen wäre da Kostja Ullmanns Rolle des Jasper Hoff. Erstmal hat er es wirklich gut gespielt, ziemlich unheimlich auf alle Fälle. Vielleicht an manchen Stellen etwas extrem. Aber ich fand es irgendwie unglücklich, wie er dann ausgeschieden ist. Also war die Figur nur dafür da, um die Leichen im Club aufzuhängen? Dafür wurde dann aber viel zu viel Zeit die ersten Folgen auf ihn verwendet. Das hätte man meiner Meinung nach anders ausspielen sollen. Auch andere Figuren wie Vossbergs Schwester oder die Russen-Mafia sind dann ziemlich schnell von der Bildfläche verschwunden. Vermutlich hat dazu die Zeit gefehlt, aber dann hätte man das denke ich straffen oder ganz weglassen können.

Alles in allem hat mich die Serie oft an 4 Blocks erinnert, wenn sie auch nicht ganz so gut ist. Aber das ist dann meckern auf hohem Niveau, denn Beat ist ebenso schonungslos und brutal. Auch dass Beat verdeckt ermittelt hatte Parallelen zu Frederick Laus Part in 4 Blocks. Dazu natürlich noch der gleiche Handlungsort, Berlin ist ja derzeit angesagt, wenn es um Serien geht.

Obwohl mir das alles gut gefallen hat, weiß ich nicht, ob ich mir auch die zweite Staffel ansehen werde. So wie es am Ende aussah, wird Beat darin nach seinen Eltern suchen. Ich weiß nicht, ob das für mich thematisch dann immer noch so die Brisanz hat wie Staffel eins. Zumindest alles was in dieser Staffel mit der Thematik zu tun hatte, hat mich noch am wenigstens interessiert. Aber erstmal abwarten, bis es so weit ist.

Fazit

Die Amazon-Serie Beat zieht vor allem dank der starken Darsteller aber auch der mitreißend geschriebenen Story den Zuschauer in ihren Bann. Obwohl der ein oder andere Handlungszweig nicht ganz ausgereift ist, gibt es hier eine absolute Schau-Empfehlung!

7.5 von 10 Popcorntüten!

Hat von euch jemand Beat gesehen? Konnte euch die Serie überzeugen oder seid ihr anderer Meinung? Schreibt’s mir doch in den Kommentaren! 🙂

Filmklassiker neu entdeckt: Der Pate

Der Pate: Die Saga, Teil 1

Hallo zusammen! 🙂

Los geht es in dieser neuen Kategorie gleich mit dem Klassiker überhaupt: Der Pate. Seit einigen Jahren schon mit einem Rating von 9,2 auf dem zweiten Platz der imdb Top 250 und damit punktgleich mit Die Veruteilten auf dem ersten (den ich übrigens nicht nachholen muss^^). Nicht nur deshalb war es höchste Zeit, da mal reinzusehen. Tatsächlich wurde mir der Film schon mehrfach wärmstens ans Herz gelegt.

Abschreckend war zum einen das Mafia-Genre, dem ich generell nicht ganz abgeneigt bin, das aber filmisch auch recht langatmig sein kann. Und zum anderen natürlich die Länge von knapp drei Stunden, dazu muss man erst einmal Zeit und Motivation finden …

Doch die war nun da, und wenn ihr wissen wollt, ob sich das Schauen für mich gelohnt hat, dann bleibt einfach dran! 🙂

 

Bereicherung oder Zeitverschwendung?

Tatsächlich fühlten sich die vorab kritisch beäugten drei Stunden wesentlich kürzer an. Ja, auch wenn ich zwar keine Lust hatte, direkt daran Teil zwei anzuschließen, so möchte ich doch unbedingt weiter sehen. Die Geschichte um den italienischen Mafia-Clan im New York der Nachkriegszeit ist wahnsinnig spannend geschrieben. Ich wurde regelrecht in den Bann um diese Familie gezogen und fand besonders die Charakterentwicklung um Michael Corleone spannend mitzuerleben.

Ebenso interessant ist die Figur des Don Vito, der anfangs noch als skrupelloser Pate zu sehen ist und dann über die Jahre seine weiche Seite zeigt. Man sieht ihm regelrecht an, dass er keine Lust und keine Kraft mehr für den Zwist zwischen den rivalisierenden Clans hat. Besonders berührend fand ich dabei, wie er auf die Nachricht von Sonnys Tod reagiert hat. Dieser Kampf zwischen seinen Gefühlen, die aus ihm rausbrechen und dem Zwang, die Haltung zu bewahren – das war wirklich starkes Schauspiel. Nicht nur in dieser Szene macht das Marlon Brando einfach nur großartig. Kein Wunder, dass er sich mit dieser Rolle ein filmisches Denkmal setzte. Und ich konnte ihn tatsächlich trotz Genuschel ganz gut verstehen 🙂

Aber auch die anderen Schauspieler sind sehr überzeugend, neben Marlon Brando natürlich besonders Al Pacino, der die Figurenentwicklung auch darstellerisch perfekt umsetzt. Seine verschwörerischen Blicke sagen da meist mehr als 1000 Worte. Auch interessant zu sehen, wie schon bei der Beerdigung von Don Vito neue Pläne geschmiedet wurden.

Auch wenn Handlungselemente wie der Tod Sonnys absehbar waren, gelingt es dem Film, trotzdem immer wieder zu überraschen. Der Tod von Apollonia kam für mich zum Beispiel total aus dem nichts und ich war dann auch dementsprechend geschockt.

Generell ist der Film wirklich nichts fürs zartbesaitete, also gerade die Gewaltszenen werden exzessiv gezeigt. Aber ich denke, das sollte bei dem Genre auch klar sein. Als Sonny allerdings den Mann seiner Schwester verprügelt, musste ich doch 1-2 Mal schmunzeln 😀 Mag vielleicht an der aus heutiger Sicht etwas laienhaften Kampfchoreo gelegen haben oder, dass er dann auch noch den Mülleimer abbekommen hat ^^

Fazit

Nach der Sichtung von Der Pate kann ich festhalten: Ja, das war wirklich lange überfällig! ^^ Eine großartig geschriebene Geschichte mit authentischen Darstellern. Definitv eine Bereicherung und sicher nicht der letzte Pate, den ich gesehen habe!

 

Wie sieht es bei euch aus? Gibt es jemanden unter euch, der den Film noch nicht gesehen hat? Oder findet jemand, dass er zu Unrecht so gelobt wird? Schreibt’s mir doch in den Kommentaren! 🙂